RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Wechselland-Rallye

„Rallye der Dramen“

Mario Saibel setzte sich bei der Wechselland-Rallye in einem packenden Herzschlagfinale gegen Hannes Danzinger durch und belegte im zweiten Platz.

Foto: Matthias Österreicher

Was für eine Rallye! Einer von Sekundenabständen, kniffligen Reifenentscheidungen und persönlichen Dramen geprägten Wechselland-Rallye konnte der aktuell in Hochform fahrende Mario Saibel wieder einmal seine ganz Routine ausspielen und holte mit Gesamtposition zwei seinen bereits dritten Stockerlplatz in Folge. Der Platz als erster Gewinner hinter Serien-Sieger Raimund Baumschlager zählt an diesem Wochenende umso mehr, als sich die Hatz rund um Pingau in der Steiermark als regelrechter Sekunden-Krimi entwickelte.

Bereits nach den vier Sonderprüfungen am Freitagabend war klar: Die Solo-Läufe von Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlag gehören endgültig der Vergangenheit an. Mit Hannes Danzinger, Hermann Neubauer, Raimund Baumschlager, Gerwald Grössung und Mario Saibel lagen nicht weniger als fünf Piloten innerhalb von nur 20 Sekunden. Bei schwierigen Strecken- und Wetterbedingungen spielte auch die Reifenwahl eine entscheidende Rolle. Während alles auf einen Showdown zwischen Baumschlager und Neubauer hinauslief, hielt das Duo Mario Saibel/Pirmin Winklhofer den Kontakt zur absoluten Spitze und lauerten auf eventuelle Fehler der Piloten vor ihnen.

Und tatsächlich: Ausgerechnet auf der knapp 33 Kilometer langen Sonderprüfung 10, die Mario Saibel noch vor Beginn der Rallye als „absolutes Kriterium“ bezeichnet hatte, wurden die Karten vollkommen neu gemischt. Auf einer extrem rutschigen Stelle demolierte Hermann Neubauer den Kühler seines Ford Fiesta S2000 und auch Hannes Danzinger verabschiedete sich mit einem Zeitrückstand von über einer Minute aus dem Kreis der absoluten Siegesanwärter. Während Baumschlager die Führung übernahm, lief alles auf ein packendes Duell um Rang 2 zwischen Saibel und Danzinger hinaus – das der Pilot des BRR-Skoda Fabia S2000 auf der allerletzten Sonderprüfung – erneut über 33 Kilometer – um unglaubliche 1,4 Sekunden für sich entschied.

Dementsprechend glücklich war Mario Saibel im Ziel: „Das sind genau jene Momente, die diesen Sport ausmachen! Wenn man auf der letzten Sonderprüfung um jedes Zehntel fighten muss und dann noch das Glück hat, so knapp vorn zu sein, dann ist das schon besonders. Ich war auf Slicks unterwegs, Hannes auf geschnittenen Slicks, zwischenzeitlich haben wir per SMS immer wieder die Zwischenzeiten ins Auto bekommen, das war wirklich extrem cool!“

Wie schon zuletzt im Rebenland und im Lavanttal war die enorme Konstanz auf hohem Niveau der Schlüssel zum Erfolg für Mario Saibel. „Auch wenn wir über die gesamte Rallye-Distanz noch nicht ganz in der Lage sind, das Tempo von Hermann und Raimund mitzugehen, so konnten wir den Abstand erneut verkleinern“, zeigte sich Mario Saibel mit seiner Leistung und der seines erst 19-jährigen Co-Piloten Primin Winklhofer zufrieden. „Pirmin hat einen exzellenten Job gemacht und auch das Team von BRR hat wieder einmal ein phänomenales Rallye-Auto hingestellt – so macht das wirklich Spaß! Die Dichte in der Meisterschaft ist dieses Jahr extrem hoch, umso mehr bedeutet mir mein momentaner Erfolgslauf.“

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Wechselland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen