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ORM: Wechselland-Rallye

„Rallye der Dramen“

Mario Saibel setzte sich bei der Wechselland-Rallye in einem packenden Herzschlagfinale gegen Hannes Danzinger durch und belegte im zweiten Platz.

Foto: Matthias Österreicher

Was für eine Rallye! Einer von Sekundenabständen, kniffligen Reifenentscheidungen und persönlichen Dramen geprägten Wechselland-Rallye konnte der aktuell in Hochform fahrende Mario Saibel wieder einmal seine ganz Routine ausspielen und holte mit Gesamtposition zwei seinen bereits dritten Stockerlplatz in Folge. Der Platz als erster Gewinner hinter Serien-Sieger Raimund Baumschlager zählt an diesem Wochenende umso mehr, als sich die Hatz rund um Pingau in der Steiermark als regelrechter Sekunden-Krimi entwickelte.

Bereits nach den vier Sonderprüfungen am Freitagabend war klar: Die Solo-Läufe von Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlag gehören endgültig der Vergangenheit an. Mit Hannes Danzinger, Hermann Neubauer, Raimund Baumschlager, Gerwald Grössung und Mario Saibel lagen nicht weniger als fünf Piloten innerhalb von nur 20 Sekunden. Bei schwierigen Strecken- und Wetterbedingungen spielte auch die Reifenwahl eine entscheidende Rolle. Während alles auf einen Showdown zwischen Baumschlager und Neubauer hinauslief, hielt das Duo Mario Saibel/Pirmin Winklhofer den Kontakt zur absoluten Spitze und lauerten auf eventuelle Fehler der Piloten vor ihnen.

Und tatsächlich: Ausgerechnet auf der knapp 33 Kilometer langen Sonderprüfung 10, die Mario Saibel noch vor Beginn der Rallye als „absolutes Kriterium“ bezeichnet hatte, wurden die Karten vollkommen neu gemischt. Auf einer extrem rutschigen Stelle demolierte Hermann Neubauer den Kühler seines Ford Fiesta S2000 und auch Hannes Danzinger verabschiedete sich mit einem Zeitrückstand von über einer Minute aus dem Kreis der absoluten Siegesanwärter. Während Baumschlager die Führung übernahm, lief alles auf ein packendes Duell um Rang 2 zwischen Saibel und Danzinger hinaus – das der Pilot des BRR-Skoda Fabia S2000 auf der allerletzten Sonderprüfung – erneut über 33 Kilometer – um unglaubliche 1,4 Sekunden für sich entschied.

Dementsprechend glücklich war Mario Saibel im Ziel: „Das sind genau jene Momente, die diesen Sport ausmachen! Wenn man auf der letzten Sonderprüfung um jedes Zehntel fighten muss und dann noch das Glück hat, so knapp vorn zu sein, dann ist das schon besonders. Ich war auf Slicks unterwegs, Hannes auf geschnittenen Slicks, zwischenzeitlich haben wir per SMS immer wieder die Zwischenzeiten ins Auto bekommen, das war wirklich extrem cool!“

Wie schon zuletzt im Rebenland und im Lavanttal war die enorme Konstanz auf hohem Niveau der Schlüssel zum Erfolg für Mario Saibel. „Auch wenn wir über die gesamte Rallye-Distanz noch nicht ganz in der Lage sind, das Tempo von Hermann und Raimund mitzugehen, so konnten wir den Abstand erneut verkleinern“, zeigte sich Mario Saibel mit seiner Leistung und der seines erst 19-jährigen Co-Piloten Primin Winklhofer zufrieden. „Pirmin hat einen exzellenten Job gemacht und auch das Team von BRR hat wieder einmal ein phänomenales Rallye-Auto hingestellt – so macht das wirklich Spaß! Die Dichte in der Meisterschaft ist dieses Jahr extrem hoch, umso mehr bedeutet mir mein momentaner Erfolgslauf.“

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