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Mikulás-Rallye 2014 Eugen Friedl, Lisa Kreuzer, Ford Escort, Mikulas-Rallye 2014

Harter Event mit Rookie-Co-Pilotin

Eugen Friedl vom MCL 68: "Ein tolles Schottererlebnis in Veszprém mit dem Historic-Escort unter dem Thema 'Nachwuchsförderung'!"

Eugen Friedl berichtet von seinem Antreten bei der Mikulás-Rallye 2014:

"Nachdem ich bei der Waldviertel-Rallye verletzungsbedingt nicht antreten konnte, heuer aber mit unserem zwischenzeitig schon standfesten Historic-Escort noch bei einer Rallye starten wollte, wählte ich kurzfristig als Ersatz die Mikulás-Rallye in Ungarn (Raum Veszprém, 78 SP-km und gesamt 274 km). Diese harte Schotter-Rallye hat bereits 'Kultstatus' innerhalb des MCL 68, weshalb dieses Vorhaben auch noch vier weitere motivierte Teams des Clubs teilten."

"Leider standen sowohl der Stamm-Co-Pilot als auch das bewährte Serviceteam beruflich verhindert nicht für mich zur Verfügung, und musste daher eine neue Lösung finden. Unter dem Thema 'Nachwuchsförderung' entschied ich mich für eine Newcomerin als Co-Pilotin: Lisa Kreuzer, die gerade erst dem Schulstress entkommene Tochter von Josef 'Jo' Kreuzer, der nicht nur in den 80er und 90er Jahren mit Escorts und Mantas in Ungarn, Griechenland, Zypern usw. über Schotterpisten driftete, sondern auch über 15 Jahre engagierter Präsident des MCL 68 und nebenbei noch oft 'Rallyeschrauber' war, hat offenbar seine 'Rallyegene' an die Tochter weitergegeben, denn sie ist total rallyebegeistert."

"Für ihre Premiere stellte sich Jo auch als einer der Servicemänner zur Verfügung, was auch Fritz Steiner, der in den 90er Jahren in meiner erfolgreichen VW-Golf-Zeit Chefmechaniker war, zu einem Comeback motivierte. Somit war das legendäre Serviceduo wieder komplett, und so wurde die Rallye zu einem 'Revival der besonderen Art'. Für die Vorbereitung ihres ersten Starts als Co-Pilotin investierten wir gemeinsam viel Zeit in 'Schriebtraining', Zeitkartenhandhabung, etc."

"Da Lisa bereits in einer anderen Speedsportart, nämlich als Mountain-Bike-Downhill-Racerin erfolgreich unterwegs ist, weiß sie auch genau, was es heißt, sich auf einen Wettkampf ernsthaft vorzubereiten und tat das wirklich sehr gewissenhaft, da sie ihren ersten Start im Cockpit kaum erwarten konnte. Strömender Regen sowohl am Besichtigungs- als auch am Morgen des Rallyetags ließ uns alle ahnen, dass das eine Schlammschlacht und ein sportlicher Überlebenskampf wird!"

"Die erste Sonderprüfung war zum 'Herantasten an die Bedingungen' und zum gegenseitigen Eingewöhnen auf die Streckenansage von Lisa gedacht. Auf SP 2 lief es durch zwei Verbremser auf dem extrem rutschigen Boden noch nicht nach Wunsch. Aber ab SP 3 ('Kislöter' über 21 km) kamen wir so richtig in Fahrt – Fun pur –, und die Sonderprüfungszeiten waren schlagartig wesentlich besser. Leichte Probleme mit der Hinterachse bzw. mit dem Antriebsstrang störten, Gott sei Dank, nicht viel."

"Anstatt der sonst in Veszprém üblichen einen Wasserdurchfahrt waren heuer sieben bis zehn 'Wasserlöcher' zu umschiffen, was viele andere Teilnehmer mit 'abgesoffenen' Motoren 'stranden' oder sogar 'abfliegen' ließ. Im Mittelteil der Rallye waren wir schon teilweise schneller als die voll motivierten Volvo-Teams, und auf der letzten Sonderprüfung erreichten wir sogar eine 32. Gesamtzeit und waren damit bereits um einiges schneller unterwegs als das bekannte österreichische Porscheteam. Ziel erreicht, und alle waren total happy!"

"Ein 37. Gesamtplatz bei nur 51 Teams von 96 Startern (Ausfallsquote fast 50%) im Ziel war ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis! Großes Lob an die Co-Pilotin Lisa – sie hat ihre Premiere absolut bravurös gemeistert und war von Anfang bis zum Ende immer voll konzentriert. Das verdient bei dieser schweren Schotterrallye und noch dazu im Ausland, wo es immer wieder organisatorische Überraschungen geben kann, schon besondere Anerkennung! Lisa selbst war ebenfalls total begeistert über ihre Premiere im Rallyeauto, und besonders die Kuppen haben es ihr durch ihr Mountain-Bike-Racen angetan: 'Die waren einfach der absolute Hammer!'"

"Danke auch an das Serviceduo, das wieder Erinnerungen an wie vor 25 Jahren wach werden ließ. Im Kreise von allen fünf MCL-Teams inkl. Anhang, Fans, Mechaniker und Freunde (somit insgesamt ca. 55 MCLern) feierten wir noch einen legendären Abschlussabend im Hotel am Plattensee."

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