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ORM: Lavanttal-Rallye

Die Vorentscheidung fiel in Prebl

Ein Dreher kostete Hermann Neubauer die Führung, welche nun wie so oft Raimund Baumschlager innehat, Hermann Gaßner auf Platz drei.

Foto: Daniel Fessl

Ausgeschlafen und mit neuen Kräften ausgestattet nahmen die Teilnehmer der Lavanttal-Rallye heute in der Früh den zweiten Tag in Angriff. Nach den gestrigen vier Sonderprüfungen stehen heute weitere acht Wertungsabschnitte auf dem Programm, von denen zwei bereits absolviert sind - SP 5 Hammer über 14,96 Kilometer und SP 6 Prebl über 13,07 Kilometer.

Prebl wurde dabei zum Schicksalsort für Spitzenreiter Hermann Neubauer. Durch einen Dreher verlor der Salzburger im Ford Fiesta S2000 ganze 48 Sekunden auf Verfolger Raimund Baumschlager und leitete damit vermutlich eine Vorentscheidung über Sieg und Niederlage ein. Baumschlager liegt nunmehr 43,6 Sekunden vorne. Ein Vorsprung, den sich der Staatsmeister bei normalem Verlauf nicht mehr nehmen lässt.

Neubauer haderte mit seinem Missgeschick: „In einer Rechtskurve habe ich das Heck verloren und der Wagen hat sich gedreht. Die Straße war leider so schmal, dass ich sechs, sieben Mal reversieren musste, und das hat mich um die Führung gebracht. Glücklich bin ich darüber nicht, aber aufgegeben wird auch nicht.“

Baumschlager gibt sich trotz nunmehr guter Ausgangslage noch reserviert: „Die Rallye ist noch lange nicht vorbei. Die sechs noch vor uns liegenden, schweren Prüfungen bieten noch sehr viele Möglichkeiten, um Fehler zu machen. Aber ich gebe zu, meine Chance, hier zu gewinnen , hat sich nicht verschlechtert.“

Platz drei hält nach wie vor der Deutsche Hermann Gaßner im Mitsubishi Evo X. Sein Rückstand auf den zweiten Rang beträgt aber trotz Neubauers Pech noch immer mehr als zwei Minuten.

Weiterhin souverän unterwegs ist Michael Böhm (Suzuki Swift S1600). Der 2WD-Staatsmeister ist Gesamtvierter und führt seine Wertungsklasse klar an. Seinen gestrigen Vorsprung von 25,6 Sekunden auf Verfolger Daniel Wollinger (Opel Adam R2) konnte Böhm mittlerweile auf 54,1 Sekunden ausbauen.

Wieder ins Rennen eingestiegen ist der Deutsche Fabian Kreim, der gestern seinen Skoda S2000 schon in SP 1 mit zerfetzter Kupplung abstellen musste. Der Drittplatzierte der Rebenland-Rallye begann mit einer viertbesten SP-Marke vorsichtig und steigerte sich auf SP 6 zu einer zweitschnellsten Zeit. Für die Gesamtwertung freilich kommt er mit über 20 Minuten Rückstand wegen seiner gestern versäumten Prüfungen nicht mehr in Betracht.

Nach SP 6

1 Raimund Baumschlager/Klaus Wicha A/D Skoda Fabia S2000 55:02,4 Min
2. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel A/A Ford Fiesta S2000 +43,6 Sek
3. Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser D/D Mitsubishi Evo X +2:51,1 Min
4. Michael Böhm/Katrin Becker A/D Suzuki Swift 1600 +3:39,1 Min
5. Daniel Wollinger/Bernhard Holzer A/A Opel Adam R2 +4:33,2 Min
6. Bernd Zanon/Fancesco Orian It/It Renault Clio R3 +4:39,9 Min
7. Martin Kalteis/Günter Lang A/A Mitsubishi Evo VII +4:44,3 Min
8. Simon Wagner/Fred Winklhofer A/A Peugeot 208 R2 +4:53,4 Min
9. Gerhard Aigner/Marco Hübler A/A Mitsubishi Evo VII +5:29,2 Min
10. Janos Puskadi/Barnabas Godor H/H Skoda Fabia S2000 +6:01,7 Min

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