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Mitropa Cup: Rally Città di Bassano

Friedl: "Zündfunke hat tw. gefehlt"

Eugen Friedl/Manfred Cerny konnten trotz technischer Probleme an ihrem Escort den zweiten Gesamtrang im Mitropa Historic Cup festigen.

Fotos: Mitropa-Cup

Eugen Friedl berichtet: "Nach den Ölkühlerproblemen bei der Rally Alpi Orientali habe ich vorsichtshalber dem Escort-Motor eine umfassende Revision zukommen lassen, um für unseren nächsten Lauf des Mitropa-Cups, der Rally Città di Bassano, gut gerüstet zu sein."

Diese Veranstaltung fand in der Umgebung von Bassano del Grappa am Rande der Dolomiten statt, bekannt durch den italienischen Schnaps "Grappa", unter anderem auch die Heimat eines gewissen Miki Biasion, Ende der 80er Jahre zweifacher Rallyeweltmeister mit Lancia. Die Rallye stach auch durch die Menge an Teilnehmern hervor, insgesamt 179 Teams – 140 moderne und 39 historische Autos. Es wurden zwei komplett getrennte Wertungen durchgeführt, wobei die Streckenführung durch die kurvenreichen Sonderprüfungen, gespickt mit vielen Kehren, gewaltigen Höhenunterschieden und herrlichen Landschaftspanoramen, jedoch die gleiche war. 400 Gesamtkilometer mit 110 Sonderprüfungskilometern gab es an einem Rallyetag – vom zeremoniellen Start am Abend davor abgesehen – zu absolvieren. Die Historischen starteten erfreulicherweise vor den "Modernen".

Friedl erzählt: "Nachdem die Arbeiten am Motor durch einen Spezialisten erst kurz vor der Rallye abgeschlossen wurden, konnten wir die letzten Testfahrten mit Belastung erst kurz vor dem Zeremonienstart durchführen. Der Motor lief mechanisch okay, aber es gab oft Zündaussetzer im Drehzahlbereich ab 5.000 U/min aufwärts." Trotz großer Anstrengung der Mechaniker bei der Fehleranalyse konnte das Problem nicht behoben werden. Also war Friedls Devise: "Wir müssen halt mit diesem Problem die Rallye beginnen und das beste daraus machen."

Die ersten Sonderprüfungen waren dann auch davon gezeichnet, dass immer wieder diese Zündaussetzer auftraten, manchmal mehr und manchmal weniger. Friedl sagt: "Dadurch haben wir leider in dieser Phase in Summe circa drei bis vier Minuten gegenüber den direkten Konkurrenten verloren, die wir sonst bei den letzten Rallyes zeitenmäßig im Griff hatten. Bei Halbzeit der Rallye konnte die Servicecrew das Problem teilweise lindern, sodass wir noch zur Aufholjagd – vom sechsten auf den vierten, realistisch erreichbaren Mitropa-Cup-Platz – motiviert waren."

Highlight war die vorletzte, 15 km lange Sonderprüfung Campo Croce auf den Monte Grappa. Gestartet wurde in der Ebene in mediterraner Landschaft in einer Zypressenallee, und das Ziel dieser Prüfung war im hochalpinen, baumlosen Gelände – dazwischen Kehren, Kurven und wieder Kehren. Friedl: "Trotz der Zündprobleme konnten wir so forciert und agressiv fahren, dass selbst der schon sehr oft in verschiedenen Cockpits sitzende Manfred [Cerny; Anm.] am Ende spontan meinte: 'Das war meine bisher schönste Asphaltsonderprüfung!' Zum Schluss gab es aber noch ein Stimmungshighlight: Der Zieleinlauf auf der Piazza von Bassano del Grappa war einfach gewaltig – massenhaft viele gut gelaunte Zuschauer verfolgten diese Zielrampenzeremonie mit Siegerehrung, typisch italienisches Temperament – da war was los!"

Eugen Friedl: "Mit dem 21. Gesamtplatz und dem vierten Platz in der Mitropa-Cup-Wertung konnten wir uns den zweiten Platz in der Jahreswertung sichern und gratulieren dem italienischen Porsche-Team Pasutti-Campeis zum bereits feststehenden Historic-Cup-Gesamtsieg, obwohl noch ein Mitropa-Cup-Lauf ausständig ist. Danke an das motivierte Serviceteam Helmut und Ulrich, das in dieser Konstellation erstmals unterwegs war."

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