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ORM: Liezen-Rallye

Die Liezen-Rallye wird zur Regenschlacht!

Baumschlager „schwimmt“ zu drei deutlichen SP-Bestzeiten und setzt sich ab. Herczig und Grössing liefern sich ein Sekundenduell um Gesamtrang zwei. In der 2WD-Wertung hält sich Günther Knobloch trotz Problemen an der Spitze.

Fotos: Daniel Fessl

Lange nach dem Ende der ersten Etappe gab es in der Nacht von gestern auf heute leider noch zwei Ausfälle zu beklagen: Während Opel Corsa OPC Cup Pilot Luca Waldherr nach der Zieldurchfahrt der SP5 mit technischem Defekt aufgeben musste und Daniel Zieser somit den dritten Platz im Cup „erben“ konnte, war beim großartig platzierten 2WD-Mitfavoriten Simon Wagner eine Erkrankung seines Beifahrers Fred Winkelhofer für das Aus verantwortlich.

Und noch einen prominenten Ausfall gab es leider zu beklagen: Der nagelneue Porsche 911 GT3 der Lietz-Brüder, auf den sich so viele Fans gefreut hatten, musste bei seinem Auftritt als Vorausfahrzeug bereits kurz nach dem Start der ŠKODA Rallye Liezen abgestellt werden: Ein Wasserschlauch war abgefallen, worauf der Motor seinen Dienst quittierte.

Indes begann die zweite Etappe der Rallye bei sintflutartigen Regenfällen: Am frühen Morgen hatte der nächtliche Nieselregen noch nachgelassen beziehungsweise vollständig aufgehört – nur um dann pünktlich zur Ausfahrt der Teilnehmer aus der Servicezone mit Nachdruck zurückzukommen. Dementsprechend abenteuerlich waren die Bedingungen auf den ersten Sonderprüfungen im Palten-Liesingtal bzw. in Weißenbach, wo Raimund Baumschlager den schnellsten Weg durch die Fluten fand und seine Führung auf den Sonderprüfungen sechs („Treglwang Rundkurs 1“), sieben („Dietmannsdorf – Bärndorf 1“) und acht („Weißenbach Rundkurs 2) entscheidend ausbauen konnte.

Der ŠKODA-Pilot liegt nun schon 42,9 Sekunden vor seinem Teamkollegen, dem Ungarn Norbert Herczig. Gerwald Grössing (Ford Fiesta R5) hat wiederum nur 2,4 Sekunden Rückstand auf Herczig, die beiden liefern sich also ein packendes Duell um den zweiten und dritten Platz, somit ist für Spannung und Action an der Spitze gesorgt. Mit Respektabstand folgt Maximilian Koch bei seiner Premiere im ŠKODA Fabia S2000, Hannes Danzinger (VW Golf IV Kit Car) ist bei seiner Rückkehr Fünfter.

In der 2WD-Wertung kann sich Günther Knobloch (Citroen DS3 R3 MAX) auch nach den ersten drei Sonderprüfungen der zweiten Etappe an der Spitze behaupten, auch wenn er am Rundkurs Treglwang viel Zeit verloren hatte und zwischendurch sogar vom deutschen Mitbewerber Dominik Dinkl (Opel Adam R2) überholt wurde. Mit Top-Zeiten auf SP7 und SP8 stellte Knobloch die alte Reihenfolge aber wieder her, Dinkel hat jetzt 31,4 Sekunden Rückstand und seinerseits 9,1 Sekunden Vorsprung auf Gernot Zeiringer (Peugeot 208 R2), der in der 2WD-Klasse damit den zweiten Gesamtrang einnimmt, da Dinkel als deutscher Teilnehmer in der österreichischen Meisterschaft nicht punkteberechtigt ist. Knapp dahinter kommt der Vizemeister des Vorjahres, der Ungar Kristof Klausz (Renault Clio R3) immer besser in Schwung, er hat sich jetzt hinter Zeiringer auf Rang drei der 2WD Geschoben, gesamt liegt er auf Rang zehn. Vor ihm ist der nach wie vor toll fahrende Reini Sampl (Audi TTS) ein sensationeller Neunter der Gesamtwertung.

Im Opel Corsa OPC Cup konnte Christoph Leitgeb bis zur SP8 seine Führung behaupten, doch am Rundkurs in Weißenbach kam es zum Umsturz: Leitgeb verlor 38 Sekunden und fiel so hinter Heimo Hinterhofer zurück, der damit die Führung im Cup übernehmen konnte. Dennoch liegt Leitgeb unverändert auf Titelkurs. Die beiden Ausgefallenen von gestern, Andreas Kainer und Luca Waldherr, sind heute wieder dabei, haben aber klarerweise großen Rückstand in der Gesamtwertung.

Aktuelle Zeiten, die Resultate für alle Klassen und die Startliste für die zweite Etappe finden Sie unter:

www.delta-timing.hr/results/skoda_rallye_liezen15

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