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Rallye: Bilanz

Rang zwei im M1-Masters für Knobloch

Zwei Siege und Rang zwei in der Rallye-Masters-Gesamtwertung 2016 für Knobloch/Rausch; zwei Veranstaltungen stehen heuer noch bevor.

Fotos: Harald Illmer; Martin Butschell

Die Rallyesaison 2016 begann für Günther Knobloch hinter dem Lenkrad und Jürgen Rausch auf dem "heißen Sitz" im März im Rahmen der Rebenland-Rallye. Bei dieser konnte das Duo als Vorausfahrzeug bei bestem Wetter gute Werbung für das neue M1 Rallye Masters machen. Als Sicherheitsfahrzeug starteten die beiden außerhalb der Wertung direkt vor den erstmals in Österreich wieder zugelassenen WRCs. Neben der guten Werbung für das Team und die neue Serie war das natürlich auch eine gute Gelegenheit, um den Winterrost abzuschütteln und einen guten Rhythmus aufzubauen.

In der Steiermark verlief alles vielversprechend und problemlos, dementsprechend motiviert startete das Team bei der Heimrallye von Jürgen Rausch im Lavanttal erstmals mit einem M1-Fahrzeug im Wettbewerb. Vielleicht zu motiviert: Nach SP 4 (oder etwas mehr als 60 SP-Kilometern inklusive der Königsprüfung Vorderlimberg) standen bei schwierigsten Bedingungen mit Regen und Nebel bereits zwei Minuten Vorsprung in der Klasse auf der Ergebnisliste, doch leider gab es auch Kontakt mit einer Böschung zu vermelden. Dieser kostet zwar nicht viel Zeit, ein schleichender Ölverlust sorgte auf der längeren Verbindungsetappe aber für einen Pleuellagerschaden. Der Ausfall war die unvermeidliche Folge; kein guter Start in eine Saison ohne Streichresultat.

Beim zweiten Lauf im Rahmen der Kärnten-Rallye lief es dafür umso besser. Das Team erstaunte die Rallyeszene mit der ersten Gesamtbestzeit eines M1-Autos und sogar mit dem Kampf um den Gesamtsieg. Beim Zieleinlauf hatte das ungarische Siegerduo Fischer/Buna letztlich 15,5 Sekunden Vorsprung, somit war die Wiederholung des Vorjahressieges von Günther Knobloch knapp verhindert worden. Das M1 Rallye Masters konnte das steirisch-kärntnerische Duo mit 1:23 min Vorsprung jedoch souverän für sich entscheiden. Gesamt gesehen war das also ein perfektes Wochenende für das Team mit einem überraschend knappen Schlussspurt. Jetzt hatten in der Rallyeszene wirklich alle von der neuen, unglaublich schnell auf zehn Starter angewachsenen Klasse für seriennahe Fahrzeuge Notiz genommen.

Beim Heimspiel im Rahmen der Weiz-Rallye zeigten sich Knobloch und Rausch trotz einiger Probleme zu Beginn über die gesamte Veranstaltung souverän. Mit einer fünften Gesamtzeit in der technisch extrem anspruchsvollen SP Thannhausen, geschlagen nur von zwei WRCs und zwei R5 der Toppiloten, zeigte man im Rahmen der Rallye-ÖM nicht nur das Potential der Serie, sondern auch wie perfekt das Team in Sachen Schrieb mittlerweile harmonierte. Einige weitere Spitzenzeiten und eine fehlerfreie Vorstellung brachten dem Team einen weiteren souveränen Klassensieg und mit Rang 9 das erste Top-10 Ergebnis eines M1-Fahrzeuges bei einem ÖM-Lauf ein.

Mit einem Punkt Vorsprung in der Gesamtwertung des M1 Rallye Masters startete man in die Škoda Rallye Liezen. Das Team zeigte nach einem etwas holprigen Start und einem Dreher auf SP 1 bereits ab SP 3 wieder die Leistung von Weiz – im stark besetzten Feld der Liezen-Rallye musste es nur den sechs Topfahrern in ihren WRC- und R5-Prototypen den Vortritt lassen. Auch mit der M1-Führung schien wieder alles nach Plan zu verlaufen, bis sich auf SP 4 ein kleiner Sicherungsstift im Getriebe verabschiedete, und die Rallye für das Team vorzeitig beendet war. Knobloch begab sich wie einige weitere ausgefallene Toppiloten unter die Zuseher, nahm den Ausfall sportlich und feuerte seinen Freund Reini Sampl auf dessen Weg zum Sieg in der Klasse und somit auch in der Gesamtwertung des M1 Rallye Masters an.

Knobloch: "Wir hatten eine Supersaison, viel Spaß und konnten mit Topzeiten, zwei Klassensiegen und einem zweiten Gesamtrang in Kärnten aufhorchen lassen. Dass am Ende nicht wir, sondern mein Benzinbruder Reini Sampl den Gesamtsieg einfahren konnte, geht absolut in Ordnung. Er ist eine sehr starke Saison gefahren, hat sich keinen Ausfall geleistet und ist somit verdient Meister. Heuer gab es nur vier Läufe im Rahmen der Masters und nicht wie in der ORM ein Streichresultat, da darf man sich natürlich keine zwei Ausfälle erlauben."

Für 2017 ist alles angerichtet: Die Serie erfreut sich weiter regen Interesses und Zulaufs, auch der frisch gebackene Ford-Racing-Rookie Michael Röck wird 2017 im Rahmen des Rallye Masters am Start sein. Weitere Informationen über das Format des Rallye Masters 2017 werden am 6. November 2016 im Rahmen des "Race of Austrian Champions" in Greinbach bekanntgegeben.

Günther Knobloch freut sich bereits auf seinen Auftritt in Greinbach in etwas mehr als zwei Wochen. Weitere zwei Wochen später ist das Team zudem bei der Rallyeshow "Racemasters of Austria" im VAZ St. Pölten (NÖ) am 18. November im Rahmen des Rallye-ÖM-Finales am Start. Neuigkeiten für Aktive und Fans zum Thema M1 Rallye Masters 2017 gibt es bei beiden Veranstaltungen.

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