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Rallye-WM: Interview

Hyundai fordert bessere WRC-Vermarktung

Hyundai-Motorsportchef Michel Nandan sieht die WRC-Szene auf dem Vormarsch, erkennt aber auch noch einige Potenziale für künftige Verbesserungen.

Nach dem Abschied von Volkswagen und der Marke VW aus der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) hat die Szene an Vielfalt gewonnen - zumindest in der Siegerliste. In der laufenden Saison 2017 haben sich Piloten der Marken Ford, Citroen, Hyundai und Toyota bereits Siege holen können. Die neuen Autos sehen spektakulär aus und bringen den zahlreichen Fans tollen Sport. Alles gut? Noch nicht, meint Hyundai-Rennleiter Michel Nandan.

"Der Promoter hat schon eine Menge bewegt, seit er diese Position übernommen hat, aber in diesem Bereich müssen wir noch eine Menge unternehmen. Aber es ist schon viel besser als vor einigen Jahren", sagt der erfahrene Motorsportchef aus Monaco. Die Promoter von Red Bull und der sportsman media holding (WRC Promoter GmbH mit Sitz in München) hatten die Vermarktung der WRC zur Saison 2013 übernommen.

Grundlage für eine verbesserte Vermarktung der Serie soll der Sport sein. Sind die Rallyes gut und abwechslungsreich, dann steigt das Interesse an TV-Präsenz und weiterer Berichterstattung ganz automatisch, so die Idee. "In diesem Jahr sind die Autos viel enger beieinander", freut sich Nandan über die Hackordnung in der WRC seit Einführung des veränderten Regelwerks.

"Da spielen eine Menge Faktoren eine Rolle. Schon in der Vergangenheit waren die Unterschiede zwischen den Auto nicht so gewaltig. Durch die neuen Regeln mussten alle mehr oder weniger vom gleichen Startpunkt aus anfangen", erklärt der Hyundai-Rennchef. "Der Hauptgrund ist aber, dass es in jedem Team einen guten Fahrer gibt. Es ist vielleicht die interessanteste Meisterschaft seit vielen Jahren."

"Es ist zwar schade, dass VW nicht hier ist, aber aus sportlicher Sicht entwickelt sich alles in die richtige Richtung", meint Nandan. "Die Autos sind recht ausgeglichen, wir haben überall gute Fahrer, und dadurch ist die Meisterschaft interessant. Wenn es so weitergeht, ist das für die Fans und für den Sport insgesamt gut. Und für Hyundai ist es immer besser, wenn um die Meisterschaft gekämpft wird. Sonst sinkt das Interesse."

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