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Monza Rally Show 2017

Führung für Paarung Mikkelsen/Neuville

Andreas Mikkelsen und Thierry Neuville, die sich in einem Hyundai i20 WRC als Fahrer und Co-Pilot abwechseln, führen nach Tag eins.

Zum bereits 38. Mal findet an diesem Wochenende die Monza Rally Show statt. Klarer Liebling der heimischen Fans ist der neunfache Motorradweltmeister Valentino Rossi, der die Veranstaltung schon fünf Mal gewonnen hat und auch in einem Ford Fiesta WRC am Start steht. Heuer sieht er sich allerdings mit einem mächtigen Gegner konfrontiert: Die Hyundai-Werksfahrer Andreas Mikkelsen und Thierry Neuville teilen sich einen i20 WRC und wechseln sich dabei als Fahrer und Co-Pilot ab.

Zu den übrigen Teilnehmern in WRCs zählen unter anderem Citroën-Werkspilot Craig Breen, der (mit Tamara Molinaro auf dem heißen Sitz) einen DS3 WRC steuert, und Ex-Tourenwagen-WM-Fahrer Stefano D´Aste (mit Ehefrau Linda) in einem weiteren Fiesta WRC. Motocrossweltmeister Tony Cairoli tritt ebenfalls in einem Hyundai i20 WRC an. Die Zweiradfraktion ist außerdem durch Mattia Pasini (Ford Fiesta WRC) aus der Moto2-WM vertreten.

Neben vielen verschiedenen R5-Fahrzeugen, unter anderem für Pasinis Moto2-Kollegen Luca Marini und Andrea Locatelli, lassen auch zahlreiche historische Fahrzeuge die Herzen mancher Rallyefans höherschlagen: Alte Abarth 124, Porsche 911, verschiedene Lancias, BMW M3 und etliche weitere Raritäten lassen die Motorsporthistorie im Autodromo Nazionale Revue passieren.

Rossi mit starken Zeiten, aber ...

Nach der Besichtigung und dem zeremoniellen Start im Zentrum der Stadt fanden die beiden ersten Sonderprüfungen statt. Auf der SP Autodromo 1 über 8,5 km stellte Mikkelsen bei einbrechender Dunkelheit die Bestzeit auf und nahm Rossi 1,6 Sekunden ab. Cairoli reihte sich nur zwei Zehntelsekunden dahinter an der dritten Stelle ein. Breen hingegen verlor fast fünf Sekunden und wurde nur Fünfter.

Im Anschluss wurde die 9,7 km lange SP Parabolica 1 gefahren. Mit Scheinwerfern tasteten sich die Fahrer über den Parcours, der zum Teil aus künstlichen Schikanen bestand. Diesmal wendete sich das Blatt: Rossi stellte zeitgleich mit Marco Bonanomi (Citroën DS3 WRC) die Bestzeit auf und war um 2,2 Sekunden schneller als Mikkelsen/Neuville; allerdings kassierte Rossi anschließend eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, weshalb er die Gesamtwertung nicht anführt.

"Auf der zweiten Prüfung bin ich eine gute Zeit gefahren, aber ich habe leider eine Pylone berührt und durch diesen Fehler fünf Sekunden verloren", seufzte Rossi. Deswegen übernachtet er nur an der vierten Stelle der Gesamtwertung. "Der Kampf ist sehr eng, mit Mikkelsen, Neuville, Cairoli und Bonanomi", freute sich Rossi über den engen Wettbewerb. "Es wird ein guter Kampf, wir sind stark. Ich fühle mich gut und bin recht zufrieden, weil meine Zeiten gut sind. Ich war schnell."

WRC-Fahrer von Hyundai liegen vorne

An der Spitze der Gesamtwertung liegt nach zwei Sonderprüfungen das Duo Mikkelsen/Neuville. Mit 1,6 Sekunden Rückstand folgt Cairoli als Zweiter. Bonanomi schob sich durch seine Topzeit auf SP 2 an die dritte Stelle. Durch die Strafe beträgt der Rückstand von Rossi 4,4 Sekunden. An der fünften Stelle übernachtet Breen, dem aber schon 6,9 Sekunden auf die Spitze fehlen.

Insgesamt umfasst die Rallye bis Sonntag neun Sonderprüfungen. Unterschiedliche Streckenführungen auf der gesamten Monza-Anlage, inklusive vieler Abschnitte auf dem alten Kurs, werden dafür genutzt, auch die berühmten Steilwandkurven. Ein Höhepunkt ist der "Maxi Grand Prix" (SP 4/7) mit einer Länge von stolzen 45 Kilometern. Im Anschluss findet Am Sonntag Nachmittag auf der Zielgeraden noch eine Showveranstaltung statt, bei der unabhängig vom Rallyeausgang ein weiterer Sieger gekürt wird.

Top 8 nach zwei von neun Prüfungen:

 1. Mikkelsen/Neuville   Hyundai i20 WRC  10:18,0 Minuten
2. Cairoli/Fappani Hyundai i20 WRC + 1,6 Sekunden
3. Bonanomi/Pirollo Citroën DS3 WRC + 2,2
4. Rossi/Cassina Ford Fiesta WRC + 4,4
5. Breen/Molinaro Citroën DS3 WRC + 6,9
6. Crugnola/Lucca Škoda Fabia R5 + 8,8
7. D'Aste/D'Aste Ford Fiesta WRC + 9,7
8. Tosini/Peroglio Škoda Fabia R5 + 15,4

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