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ORM: Jännerrallye 2019

Nach SP3: Blitzstart der Wagner-Brothers

Nach bislang drei Sonderprüfungen führt Julian Wagner die Jännerrallye relativ klar vor Simon Wagner an. Topfavorit Neubauer ist bereits ausgeschieden.

Fotos: Daniel Fessl

Startnummer 1 pünktlich gestartet“, funkte der Streckenposten in Richtung Einsatzzentrale. Exakt um 7.53 Uhr wurde heute in der Früh der Salzburger Hermann Neubauer mit seinem Ford Fiesta R5 in die tief verschneite Sonderprüfung Pierbach entlassen und somit die 34. Internationale. Jännerrallye auch wettkampfmäßig für eröffnet erklärt. Schon gestern war das Vorprogramm mit der Autosegnung durch Pfarrassistentin Dipl.-Pass. Irmgard Sternbauer auf dem Hauptplatz in Freistadt sowie dem Zeremonienstart mit Untermalung der Sängerin Ariana Schirasi-Fard in der Messehalle ein wahrer Publikumsmagnet.

Schon der erste Wertungsabschnitt hatte es freilich in sich und wurde gleich zum Fiasko für den Favoriten. Neubauer kämpfte während der Prüfung mit einem Bruch der Antriebswelle, schleppte sich als Zehnter ins Ziel. Doch auf der Verbindungsetappe zur SP 2 in Liebenau war dann endgültig und viel zu früh Schluss. Ein ohne Blinkzeichen nach links abbiegender Privat-Pkw übersah den Boliden von Neubauer, touchierte diesen mit der Folge, dass am Ford Fiesta des Ex-Staatsmeisters ein Rad wegbrach. „Die Jännerrallye und ich sind offensichtlich keine wirklich guten Freunde“, war Neubauer über seinen wiederholten Ausfall bei der Freistädter Wintershow enttäuscht. Über einen möglichen Restart des Salzburgers am morgigen Tag wird erst heute Abend entschieden.

Weit besser lief es für den Mauthausener Julian Wagner bei seinem allerersten Einsatz in einem Skoda Fabia R5. Der zwei Jahre jüngere Bruder des ebenfalls zum engsten Favoritenkreis zählenden Simon Wagner (ebenfalls Skoda Fabia R5) erwischte einen Traumstart, lag am Ende 40 Sekunden vor seinem Bruder in Führung. Dem Gesamtdritten, immerhin Vorjahrssieger Johannes Keferböck, nahm Julian Wagner gleich einmal über eine Minute ab.

Das enorme Tempo nahmen die Spitzenpiloten in Folge mit in die nächsten Aufgaben. Nach nunmehr drei Prüfungen liegt noch immer Julian Wagner in Führung und hat den Polster sogar auf 50 Sekunden gegenüber Simon Wagner ausgebaut. „Das ist natürlich eine freudige Überraschung und war so nicht zu erwarten“, war der Spitzenreiter naturgemäß zufrieden. „Aber ich schaue gar nicht auf die anderen, sondern versuche, meine Linie zu halten und so wenig Fehler wie möglich zu machen. Das ist mir bis jetzt gut gelungen.“

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