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Guter Einstand mit bösem Ende

Das Team von Proglhöf Racing warf sich vergangenes Wochenende bei der Rallye Železniki in gleich zwei Premieren: Ein neues Auto kam zum Einsatz und man ging erstmals gemeinsam mit dem Team von Waldherr Motorsport (WMS) an den Start. Eine Kombination, die sich erst als sehr verheißungsvoll herausstellte, dann aber doch vom Pech verfolgt war. Der Rückblick des Teams, nachfolgend im O-Ton, gibt Einblick.

Redaktion

Vergangenes Wochenende feierten der Sittendorfer Luca Pröglhöf und sein Copilot Peter Medinger gleich zweifachen Einstand. Erst vor kurzem ergab sich eine Kooperation mit dem Team von Waldherr Motorsport (WMS), mit dem Pröglhöf vergangenes Wochenende bei der Rallye Železniki (Slowenien) erstmals gemeinsam an den Start ging. Dabei setzte Pröglhöf zum ersten Mal einen Ford Fiesta Rallye4 ein. Dieser zählt zu den modernsten Fahrzeugen der 2WD Klasse und wird auch in der Junioren-Weltmeisterschaft gefahren. Wir sind froh über diese Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und auch einen Blick in die Zukunft zu machen.

Bereits bei der Streckenbesichtigung stellten Pröglhöf und sein Co fest, dass diese Rallye es in sich hat. Speziell die Sonderprüfung 1/3/5 wartete mit unzähligen engen Kurven, teils verwinkelt durch Häuser und einigen Kehren auf die Teilnehmer. Ein perfekter Aufschrieb ist hier das A und O. Auch die zweite Strecke, die auch jeweils 3 Mal befahren wurde, hatte ihre Tücken, unterschieden sich in der Charakteristik aber grundsätzlich.

Vor dem Start zur ersten Sonderprüfung machte sich noch etwas Nervosität breit, als die Ampel auf Grün ging, gab es aber nur noch volle Konzentration. Nach einer fehlerfreien Fahrt sorgte der Blick auf die Ergebnisliste für viele überraschte Gesichter. Die 12. Zeit im Gesamtklassement, sowie die 5. Zeit bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen hätte beim ersten Einsatz niemand erwartet.

Jedoch stellten sich schon auf dieser SP Probleme mit der Verständigung im Cockpit ein - immer wieder fiel die Gegensprecheinrichtung aus. Noch intensiver wurde das auf der zweiten Sonderprüfung, wo dennoch eine 17. Gesamt-Zeit und erneut die 5. Zeit in der 2WD Wertung erreicht werden konnte.

Im Service wurde vom Team von WMS ein Wackelkontakt am Mikrofon im Helm des Beifahrers als Ursache lokalisiert. Glücklicherweise hatte der Teamkollege Enrico Windisch einen Ersatzhelm dabei, welchen er uns zur Verfügung stellte.
Mit einer problemlosen Kommunikation ging es in die zweite Schleife, wo auf der 3. Sonderprüfung etwas zu motiviert gecuttet wurde und dabei ein Stein den rechten Vorderreifen aufschlitzte. Glücklicherweise passierte das gegen Ende der SP und der Zeitverlust war überschaubar. Der folgende Rundkurs lief dann wieder sehr gut und nach zwei Drittel der Rallye fanden sich Pröglhöf/Medinger am 6. Platz 2WD, sowie Platz 15 Gesamt wieder. Grundsätzlich in Schlagdistanz zum nächstbesseren Platz, jedoch wollte man nichts riskieren. Dennoch passierte ein kleiner Fehler mit großer Auswirkung. In einer Linkskehre kam Pröglhöf etwas von der Spur ab auf den Splitt und rutschte dadurch seitlich gegen eine Felswand. Beim Anprall wurde die Hinterachse verbogen, was zur Folge hatte, dass das Rad schief stand und das Auto nur noch schwer fahrbar war. Die Sonderprüfung wurde zwar noch zu Ende gefahren, nach einer Begutachtung des Schadens musste der Rennleitung jedoch die Aufgabe gemeldet werden.

Insgesamt kann man trotz Ausfall sehr zufrieden mit der Premiere im Rally4 Fiesta sein. Luca Pröglhöf und Peter Medinger konnten viel Erfahrung sammeln und dabei von Beginn an gut mit der schon routinierten Konkurrenz mithalten.
„Was für eine Rallye. So viele Kurven auf der einen, so welliger und unterschiedlicher Untergrund auf der anderen Sonderprüfung. Wir sind mit dem Auto trotz eines nur kurzen Tests sehr gut zurechtgekommen, wissen aber auch, dass wir speziell beim Bremsen noch sehr viel herausholen können.

Schade um das gute Ergebnis – damit hätte ich, wie viele andere nicht gerechnet, so wurde es leider mein erster Ausfall.

Nach der Rallye ist vor der nächsten Rallye und wir hoffen, dass trotz Corona die W4 Rallye im November über die Bühne gehen kann. Dazu drücken wir den Organisatoren die Daumen!

Vielen Dank ans Team von WMS für die perfekte Betreuung und die Möglichkeit, dieses Auto einsetzen zu können. Danke auch an Enrico für den Helm! Das ist gelebtes Teamwork“, berichtet Pröglhöf.

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