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"Das war eine geile Zeit!"

Achim Mörtl holte 1998 mit einem Subaru Impreza das erste WRC nach Österreich, vor 21 Jahren krönte sich der Kärntner gemeinsam mit Jörg Pattermann zum Rallye-Staatsmeister. Ein Rückblick.

Stefan Schmudermaier

Heute, vor 21 Jahren – am 4. September 1999 – holten sich Achim Mörtl und Jörg Pattermann den österreichischen Rallye-Staatsmeistertitel in einem Subaru Impreza WRC. Grund genug, mit Achim zurückzublicken und den Erfolg Revue passieren zu lassen. „Ein Wahnsinn, dass das schon 21 Jahre zurückliegt, meine Emotionen sind so als wäre es erst gestern gewesen“, so der Kärntner.

Das WRC-Projekt war eine mutige Entscheidung. „Wir haben 1998 das erste WRC nach Österreich geholt, im Nachhinein ein echter finanzieller Drahtseilakt. Das Auto war privat finanziert und ich habe einen Kredit in der Höhe von mehreren Millionen Schilling dafür aufgenommen. Glücklicherweise konnten wir das Auto 1998 und 1999 auch über Rolf Schmidt nach Ungarn vermieten, wo es zwei Meistertitel einfahren konnte. Ohne die Mieteinnahmen wäre es schnell eng geworden.“

1998 fuhr Mörtl nicht die volle Saison, an die ersten Einsätze erinnert er sich aber noch genau: „Die Pyhrn-Rallye bin ich noch mit großer Ehrfurcht gefahren, bei der Saturnus-Rallye war ich dann gleich auf der ersten SP 20 Sekunden schneller als der Rest und beim dritten Einsatz, der Sebring-Rallye, hat es dann mit dem ersten Sieg geklappt, eine geile Zeit.“ Besondere Worte findet der heute 49jährige für seinen damaligen Co-Piloten Jörg Pattermann: „Ich hatte zu Jörg ein sehr enges Verhältnis, ein toller Mensch, von dem ich auch viel für mein weiteres Leben gelernt habe. Und natürlich einer der besten Co-Piloten!“

1993 stieg Mörtl mit einem Toyota Celica in die heimische Meisterschaft ein, nur ein Jahr später wurde er bereits Vizestaatsmeister in der Gruppe N. 1996 holte er auf einem Subaru den Titel in der seriennahen Klasse und erfüllte sich ein Jahr später einen großen Kindheitstraum: „Henri Toivonen war mein ganz großes Idol, er kam bekanntlich bei der Korsika-Rallye ums Leben. Und diese Rallye wollte ich ihm zu Ehren unbedingt fahren.“ 1997 ging er dort an den Start und holte mit Platz drei gleich einen Stockerlplatz in der Gruppe N. 1998 kam es dann zur Mitte der Saison zum erwähnten ersten WRC-Einsatz, am 4. September 1999 wurde bei der OMV-Rallye der Titel fixiert.

Wie geht es Achim Mörtl heute, wenn er einen Blick auf die durch die Corona-Krise arg gebeutelte heimische Rallye-Szene blickt? „Ich bin der Szene nach wie vor mit dem Herzen verbunden und unendlich traurig, dass nun auch die Meisterschaft endgültig abgesagt werden musste. Das war zuletzt glaube ich 1973 bei der Benzinkrise der Fall. Leider hat die heimische Motorsport-Szene generell keine gute Lobby, die in dieser schwierigen Zeit sicher helfen würde. So aber fürchte ich, dass noch weitere schwere Zeiten bevorstehen...“

Untenstehend findet ihr das ORF-Video der OMV-Rallye-Zusammenfassung

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