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Dakar-Neuling Kris Meeke: "Der Speed ist der größte Unterschied" 2019 hat Kris Meeke seine letzte WRC-Saison bestritten
Motorsport Images

Dakar-Neuling Kris Meeke: "Der Speed ist der größte Unterschied"

Von der WRC zur Dakar: Kris Meeke tritt erstmals mit einem SSV-Fahrzeug in der T3-Klasse an - Was für ihn der größte Unterschied und Herausforderung sein wird

Kris Meeke nimmt im Januar 2021 erstmals das Abenteuer Rallye Dakar in Angriff. Der ehemalige WRC-Fahrer tritt in einem Side-by-Side in der T3-Klasse für leichte Prototypen an. Beim Fahrzeug handelt es sich um einen Zephyr, der vom Team PH-Sport eingesetzt wird. Beifahrer ist der Niederländer Wouter Rosegaar.

Meeke besuchte bereits im vergangenen Januar die Dakar in Saudi-Arabien und war vom ersten Moment an fasziniert. Deshalb wurden Pläne geschmiedet, dass er selbst als Fahrer teilnehmen kann. Allerdings fielen alle Rallyes zur Vorbereitung der Coronavirus-Pandemie zum Opfer.

"Ehrlich gesagt, ich hatte schon immer eine Faszination für die Dakar", sagt Meeke. "Ich bin schon immer Enduro-Bikes gefahren. 2012 habe ich die Baja 1000 mit einem Motorrad gewonnen. Nach dem Bullshit mit Mini hatte ich mich dazu entschieden, ein paar Motorradrennen zu fahren."

"Ich war nicht schnell, ich bin mit dem Motorrad nicht talentiert. Aber ich habe die physische und mentale Herausforderung genossen. In Wales habe ich ein 24 Stunden Enduro-Event bestritten. Ich bin auch einige Enduro-Rennen in Irland gefahren."

Keine Rallye zur Vorbereitung

2019 bestritt Meeke seine bisher letzte WRC-Saison für Toyota. Insgesamt konnte er in seiner Rallye-Karriere fünf Siege feiern. Nach seinem Besuch bei der Dakar 2020 wurden die Pläne für sein Debüt immer konkreter.

Ursprünglich hätte er die Abi Dhabi Desert Challenge im März und die Dubai Baja im April fahren sollen. Beide Rallyes wurden aufgrund der Pandemie zunächst verschoben und dann endgültig abgesagt.

Meeke konnte mit dem Zephyr zunächst in Südfrankreich testen. "Dass ich jetzt die Dakar bestreite ohne im Vorfeld Rallyes gefahren zu haben, ist eine große Herausforderung", weiß der Nordire. Bei der Baja Hail konnte er nicht teilnehmen. Anfang Dezember gab es noch Tests in Dubai.

Warum tritt Meeke eigentlich in der T3-Klasse mit einem SSV an? "Ich habe natürlich nach Möglichkeiten in der T1-Klasse gesucht - eventuell einen Toyota oder Mini. Aber in diesem Jahr war es mit dem Budget und allem etwas knapp. Es war sehr schwierig."

"Im Herzen wäre es sehr schön gewesen, mit einem T1 zu fahren, aber die Geschichte hat gezeigt, dass WRC-Fahrer nur Kontrolle über ein Auto zur Dakar mitbringen", sagt der 41-Jährige. "Der Speed ist nicht so wichtig und kann das größte Problem für einen WRC-Fahrer sein."

"Wir haben bei Loeb und Sainz gesehen, dass sie zu Beginn Mühe hatten. Ich glaube, ein Rallye-Fahrer hat das Problem, den Rhythmus zu finden. Die Dakar in einem langsameren Auto zu bestreiten, ist vielleicht der bessere Weg, um zu lernen."

Denn die Herangehensweise an die Dakar ist anders. Der Speed alleine ist nicht ausschlaggebend. "In der Rallye-WM war ich immer bekannt dafür, dass ich immer attackiert habe", sagt Meeke. Er hatte auch zahlreiche spektakuläre Unfälle.

"Meinen ersten WRC-Vertrag habe ich mit 35 bekommen. Die Zeit ist begrenzt. Deshalb musste ich etwas tun und musste attackieren. Vielleicht hätte ich das nicht so sehr tun sollen, aber zu diesem Zeitpunkt war es, wie es war."

"Wenn man sich die Geschichte der Dakar ansieht, dann haben die Rallye-Fahrer die Kontrolle über das Auto, aber das Problem ist der Speed, den wir gewohnt sind. Bei der Dakar geht es um die Augen. Manchmal muss man die Situation im ersten Gang mit 10 km/h managen."

"Das ist für Rallye-Fahrer ungewohnt. Aber Vatanen war ein Fahrer, der im Rallye-Sport immer maximal attackiert hat und dann die Dakar mehrmals gewonnen hat, weil er sich anpassen konnte. Carlos Sainz ist jetzt ein Meister der Dakar so wie Peterhansel."

"Die größte Herausforderung für jeden Rallye-Fahrer bei der Dakar ist, dass man den Speed reduzieren muss", sagt Meeke. Sein regulärer Beifahrer Sebastian Marshall hat sich gegen die Dakar entschieden. Meeke setzt auf die Erfahrung von Rosegaar, der seit 2006 als Co-Pilot und als Navigator die Dakar bestritten hat.

Motorsport-Total.com

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