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Blaufränkischland-Rallye: Nachbericht ZM Racing
Harald Illmer

Starke Leistungen mit emotionalem Comeback

Während beim ersten Wettbewerb seit Corona das Duo Hermann Neubauer/Bernhard Ettel den Gesamtsieg einfuhr, freuten sich Christoph Zellhofer & Christina Ettel im SUZUKI SWIFT ZMX über den Klassensieg und einen Top-Ten-Platz bei der ARC Blaufränkischland Rallye.

Das Wetter passte praktisch zum Anlass, als heute, nach mehr als einem Jahr Rallye-Stillstand in Österreich wieder die Motoren aufheulten. Unter strahlendem Sonnenschein und blitzblauem Himmel war die Freude der Teilnehmer nahezu greifbar, als in der Früh die zur Austrian Rallye Challenge zählende Blaufränkischland Rallye im Raum Deutschkreutz gestartet wurde. Mitten im starken Feld der besten Piloten des Landes nutzte auch Christoph Zellhofer die Gunst der Stunde, um im hauseigenen SUZUKI SWIFT ZMX von ZM Racing wieder die Reflexe und Antizipationen anzuheizen. Im Cockpit unterstützt wurde der junge Niederösterreicher dabei von Christina Ettel, die als Copilotin ein emotionales Comeback in der Rallyeszene feierte. Vor einem Jahr mit einem schweren gesundheitlichen Problem noch auf dem OP-Tisch der Neurochirurgie im AKH gelegen, hatte die 34-jährige in der Hinterbrühl lebende Deutsche einen steinigen Weg hinter sich. Umso größer die allgemeine Freude, dass sie wieder dabei sein kann.

Das Rallye-Comeback des dynamischen Duos begann freilich mit einer Schrecksekunde. Unmittelbar vor dem Start löste sich ein Schlauch von der Servolenkung, sodass Christoph Zellhofer den SUZUKI SWIFT ZMX mit erhöhter Muskelkraft durch die ersten zwei Prüfungen bringen musste. Was zur Folge hatte, dass Zellhofer/Ettel als Dritte in der Gruppe 8 ins Service zurückkamen, der Rückstand zur Spitze aber dank ambitionierter Leistung mit 12 Sekunden Rückstand überraschend gering gehalten werden konnte. Mit tipptopp überarbeitetem Arbeitsgerät war nach vier Prüfungen jedoch der Wunschzustand gegeben. Christoph Zellhofer/Christina Ettel hatten sich in die Rallye gefightet und die Klassen-Führung übernommen Nach der Mittagspause ließen die beiden nichts mehr anbrennen und sicherten sich dank einem starken Arbeitstag nicht nur den angepeilten Sieg in der Klasse 8, sondern auch einen bravourösen 6. Platz in der Gesamtwertung hinter dem Sieger Hermann Neubauer.

Christoph Zellhofer im Ziel: „Bis auf das Hoppala mit der Servolenkung in der Früh war das heute ein sehr guter Tag für uns. In einem stark besetzten Feld bin ich mit dem Top-ten-Platz in der Gesamtwertung wirklich sehr happy. Vor allem die viertbeste Gesamtzeit auf der abschließenden SP 8 freut mich ungemein. Ich habe mit richtig guten Gegnern auch abseits meines Klassensieges gut mithalten können. Immerhin war unsere Klasse 8 mit 11 Startern quantitativ am stärksten besetzt. Zudem habe ich auch sehr gute weitere Erkenntnisse über das Auto sammeln können.“

Gut gelaunt war selbstredend auch Christina Ettel: „Vor einem Jahr stand meine Beifahrer-Karriere noch an der Kippe. Bei der Rallye Monte Carlo im Februar bin ich schon im Eisspion-Fahrzeug gesessen. Aber dass ich heute die erste komplette Rallye ohne Komplikationen wettbewerbsmäßig beenden konnte, ist ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich habe darum sehr hart gekämpft, und heute bin ich belohnt worden.“

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