RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Demaison verhinderte den WRC-Beetle Die Wahl fiel letztlich auf den Volkswagen Polo
Volkswagen

Der heutige Williams-Technikchef verhinderte den WRC-Beetle

Williams-Technikchef Francois-Xavier Demaison war lange in der WRC verwurzelt - Er hat damals die Entwicklung eines WRC-Beetles verhindert

Volkswagen hatte im Jahr 2011 eine wichtige Entscheidung vor der Brust: Soll der VW Beetle oder Polo in der Rallye-WM (WRC) zum Einsatz kommen? Damals sicherte sich der Hersteller die Dienste von Technik-Ass Francois-Xavier Demaison, der heute Technikchef beim Formel-1-Team Williams ist. Der Franzose verhinderte, dass die Wahl auf den Beetle fiel.

"Ich habe damals klargestellt, dass ich zuhause bleibe, wenn es der Beetle wird, da es dann keinen Grund gäbe, zu VW zu wechseln", erklärt Demaison im 'WRC-Podcast'. Der Franzose hat dennoch den Job bekommen und das Thema Beetle in der WRC war vom Tisch. Die Entscheidung fiel auf den Polo, obwohl die Marketingabteilung von Volkswagen den Beetle bevorzugt hätte.

"Die Wahl des Autos war einfach", so Demaison. Wenn es der Beetle und nicht der Polo geworden wäre, wäre ich nicht in das Team eingestiegen. Man lernt aus seinen Erfahrungen und der Beetle wäre ein Desaster geworden. Natürlich wäre er mit zwei Streifen und der 53 auf der Tür schön gewesen, aber es hat keinen Sinn, Motorsport zu betreiben, ohne gewinnen zu können."

Die Entscheidung entpuppte sich als goldrichtig: Der Polo war von Beginn an ein voller Erfolg. Im Jahr 2013 debütierte das Auto bei der Rallye Monte Carlo. 43 der 53 Rennen, die mit dem Auto bestritten wurden, hat Volkswagen für sich entschieden. WRC-Legende Sebastien Ogier gewann mit Volkswagen vier Fahrer- und Konstrukteurstitel in Folge. Im Jahr 2016 zog sich VW aus dem Sport zurück.

Vor seinem Einstieg bei Volkswagen war Demaison bereits für andere Hersteller in der WRC tätig gewesen. Er startete bei Peugeot und half dem Team sowie Marcus Grönholm zu den Titeln in den Jahren 2000 und 2002, obwohl er keine Erfahrungen im Rallye-Sport hatte. Außerdem hatte er eine enge Verbindung mit Petter Solberg bei Subaru und Citroen aufgebaut, ehe er zu Volkswagen wechselte.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger jagt vierten Saisonsieg

Nach dem dem erfolgreichen Debüt in der Junior-Rallye-Europameisterschaft peilt Marcel Neulinger beim vierten Lauf zur TEC7 ORM in der Steiermark den vierten Saisonsieg an!

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.