RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Simon Wagner als neuer Hoosier-Testpilot im Rallyeeinsatz

Es ging recht schnell: Simon Wagner wurde von der Reifenfirma Hoosier als Entwicklungspilot an Bord geholt, schon am Wochenende wird er bei der Rally Velenje sein Feedback geben...

Noir Trawniczek

Im Prinzip würde kein Tag vergehen, an dem er nicht mindestens zwei Stunden lang an einem Rallyeprojekt arbeiten würde, erwähnt Simon Wagner in einem Nebensatz -einer Randbemerkung, die jedoch deutlich macht, dass neben Grundspeed, Mut und DIsziplin im Leben eines jungen Rallyepiloten vor allem eines nötig ist: der stete Wille, die unbändige Liebe zum Rallyesport als Motor, um auch an dunklen Wintertagen mögliche und auch unmögliche Projekte zu bearbeiten, auf ihre Umsetzungschance zu prüfen, sie in eine Form zu gießen, und wieder zu verwerfen bis irgendwann schlussendlich das real verwirklichte Projekt als Lohn für all die Mühen fungieert...

Bei seinem jüngsten Projekt jedoch kam ein weiteres ganz und gar nicht unwichtiges Element hinzu: Das „Glück“ oder sagen wir das Karma des Fleißigen. Denn für die schon am Wochenende beginnende Kooperation mit der zum US-Konzern Continental gehörenden Reifenfirma Hoosier musste Simon nur eines tun: den Anruf entgegennehmen. Wagner erzählt: „Dass mich eine solche Firma fragt, ob ich als Entwicklungspilot im Rahmen von Rallyeeinsätzen mein Feedback geben möchte, freut mich naturgemäß gewaltig und daher war ich natürlich sofort dabei.“ Wagner war im Rallyesport bislang nicht als Entwicklungspilot tätig, wohl aber in seinem „Vorleben“ als Rundstreckenfahrer, wo er quasi Werks-Testpilot war. „Durchaus möglich, das dies einer der Gründe war, warum sie mich für diese Aufgabe ausgewählt haben“, sinniert der Oberösterreicher..

Bei der Rally Velenje zündet Simon Wagner gemeinsam mit Copilotin Anne Katharina Stein einen Ford Fiesta rally4, der vom Team Lence eingesetzt wird. Dass er für seine Rolle als Entwicklungspilot zurück in ein Rally4-Auto wechseln muss, sieht Wagner nicht als Nachteil, ganz im Gegenteil: „Ich komme auf diese Art viel zum Fahren und im Rally4 musst du möglichst sauber und rund fahren, was mir auch im Rally2-Auto nicht schadet. Außerdem lerne ich so neue Rallyes kennen, die ich bislang noch nicht gefahren bin.“ Im Optimalfall ist der kommende Einsatz der Beginn einer längerfristigen Kooperation, die Simon genau jene Rallyekilometer einbringen, die er zuletzt aus Budgetgründen eher knapp halten musste...

Win/win also im Hause Simon Wagner, der sich mit seiner neuen Aufgabe auf den Spuren von Manfrd Stohl bewegt, der mit Stohl Racing einst für Yokohama in der Production ERC Reifen getestet hat und mit dem an Bord geholten Piloten Andi Aigner 2013 Produktions-Europameister wurde...

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Österreicher @ Veszprem & Ciocco

Stohl nach starkem ersten Tag out

Manfred Stohl und Peter Müller lagen nach Tag 1 der Veszprem Rallye in Führung - am verregneten zweiten Tag blieb man auf Platz zwei stromlos liegen. Lichtenegger/Ettel in Ciocco auf Rang 22.

Lavanttal Rallye: Erster Nennschluss

Erster Nennschluss verspricht tolles Starterfeld

Sicher dabei sind Simon Wagner (Hyundai i20N) u. Michael Lengauer (Skoda Fabia). Von der Streckenführung her wird es heuer zwei neue Sonderprüfungen geben

EHRC Historic Rally Fafe: Vorschau Rosenberger

Als Kris Rosenberger auf den Hund kam...

Kris Rosenberger und Co Sigi Schwarz starten mit vielen Erinnerungen in Portugal. Mit dem Subaru Impreza GT Turbo Gr. A von Autosportif ist man bestens gerüstet. Schotter-Action auf den legendären, spektakulären WM-Sonderprüfungen von eins

Die WRC kehrt 2027 nach Großbritannien zurück - allerdings nicht nach Wales: Eine neue Rallye in Schottland soll nach sieben Jahren Pause das Comeback bringen

Lavanttal Rallye ist bereit

Lavanttal Rallye in den Startlöchern

Österreichs älteste und nach wie vor aktive Rallye findet vom 9. bis 11. April 2026 im Lavanttal mit dem Mittelpunkt in Wolfsberg statt.

Unwetterfolgen treffen WRC

Route der Rallye auf Gran Canaria umgebaut

Nach heftigen Unwettern wird die Strecke der Kanaren-Rallye angepasst: Überschwemmungen und Erdrutsche machen Änderungen am Ablauf notwendig