RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Akropolis-Rallye: Thierry Neuville holt ersten Saisonsieg Erster Sieg für Thierry Neuville (Hyundai) in der Rally1-Ära der WRC
Red Bull Content Pool

WRC Akropolis-Rallye 2022: Thierry Neuville holt ersten Saisonsieg

Erster Hyundai-Dreifacherfolg in der Rallye-WM: Neuville siegt vor Tänak und Sordo - Nur ein Toyota in den Top 10 - Tabellenführer Rovanperä rettet noch vier Punkte

Thierry Neuville (Hyundai) hat bei der turbulent verlaufenen Rallye Akropolis in Griechenland, dem zehnten von 13 Läufen der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, den Sieg eingefahren. Für Neuville ist es der erste Saisonsieg und damit auch sein erster Sieg in der Rally1-Ära der Rallye-WM.

Für Hyundai wurde es nach den 16 Wertungsprüfungen (WP) in Griechenland der erste Dreifacherfolg, seitdem der koreanische Hersteller mit Rallye-Basis in Deutschland in der Rallye-WM aktiv ist.

Ex-Weltmeister Ott Tänak, der in der aktuellen WRC-Gesamtwertung 2022 der bestplatzierte Hyundai-Pilot ist, kam mit 15 Sekunden Rückstand auf Neuville als Zweiter ins Ziel.

Hyundai sichert Dreifacherfolg mit Stallorder

Tänaks Chancen auf den Gewinn des Titels in diesem Jahr sind gering. Aus diesem Grund hat man sich bei Hyundai am Sonntag zu einer Stallorder entschieden - nicht, indem man Neuville zurückgepfiffen hätte, sondern indem man die Anweisung herausgab, die Positionen zu halten.

Die Bestzeit auf der ersten Sonntagsprüfung (WP 14) ging holte sich Tänak. Dann gab es die Anweisung, die Positionen zu halten. Neuville war auf WP 15 der Schnellste. Auf der 17 Kilometer langen Powerstage, die als WP 16 den Abschluss der Rallye bildete, holte sich abermals Tänak die Bestzeit und damit noch fünf Bonuspunkte für die WRC-Gesamtwertung.

Neuville, der nach dem Freitag "nur" an vierter Stelle gelegen hatte, übernahm am Samstag allen voran dank des Pechs im Lager von M-Sport die Führung der Rallye. Und die gab der Belgier am Sonntag nicht mehr ab. Einen Dreifacherfolg für Hyundai komplett machte hinter Neuville und Tänak schließlich Dani Sordo auf dem dritten Platz.

M-Sport-Ford und Toyota lassen Federn

Auf der Freitagsetappe hatten sich zunächst zwei Teamkollegen von M-Sport-Ford - Altmeister Sebastien Loeb und Youngster Pierre-Louis Loubet - um die Führung duelliert.

Auf der Samstagsetappe aber gehörten beide zu den Pechvögeln des Tages. Für Loeb war die Rallye am Samstag sogar direkt zu Ende. Aufgrund zweier Toyota-Defekte - bei Esapekka Lappi am Samstag und bei Elfyn Evans am Sonntag - schaffte es Loubet immerhin noch auf P4 im Endergebnis.

Evans hatte nach der Samstagsetappe an vierter Stelle gelegen und sich noch Hoffnungen auf das Podium gemacht. Unmittelbar vor Beginn der ersten Sonntagsprüfung (WP 14) aber blieb sein Toyota GR Yaris Rally1 liegen.

Hinter den Top 3 - Neuville, Tänak, Sordo - sowie Loubet auf P4 sorgte dessen Teamkollege Craig Breen für zwei Ford Puma Rally1 von M-Sport in den Top 5 des Endergebnisses. Derweil hat Takamoto Katsuta auf P6 als einziger einen Toyota in die Top 10 gebracht.

Rovanperä vergibt ersten Matchball zum Titel, aber ...

Zu den Pechvögeln der Rallye Akropolis 2022 zählt neben Rekordweltmeister und Teilzeitstarter Loeb auch der aktuelle WRC-Tabellenführer. Kalle Rovanperä (Toyota) nämlich hatte am Samstag einen Abflug, der ihn aus den Top 10 herausfallen sah.

Im Gegensatz zu Loeb fuhr Rovanperä zwar auch am Sonntag mit. Chance auf WM-Punkte hatte er aber nur noch auf der Powerstage. Die beendete er mit der zweitschnellsten Zeit, was immerhin noch vier Punkte bringt.

Nachdem er in Griechenland seinen ersten Matchball zum Gewinn des WRC-Titels 2022 hatte, den aber nicht verwandelt hat, wird Rovanperä nun frühestens bei der nächsten Rallye (Neuseeland vom 29. September bis 2. Oktober) erstmals Weltmeister werden können. Es wäre ein Geburtstagsgeschenk, denn am Samstag in Neuseeland wird er 22 Jahre jung.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die WRC-Reifen sind "nicht akzeptabel"

Sebastien Ogier kritisiert Pirelli

Nach seinen erneuten Reifenschäden in Japan äußert Sebastien Ogier starke Kritik an Pirelli - Die Reifenprobleme sind "nicht akzeptabel" - Es darf "keine Lotterie" sein.

Zentral-Europa, Mexiko und Chile wieder dabei

WRC-Kalender 2023 steht

Mit der Rallye Zentraleuropa kehren Deutschland, Österreich und Tschechien 2023 in den Kalender der WRC zurück: Rückkehr auch nach Mexiko und Chile.

Naher Osten, Spanien, USA und ihre WRC-Zukunft

WRC: Mehr Bewerber als Kalenderplätze

Eine Wüsten-Rallye im Nahen Osten wird frühestens 2024 Teil des WRC-Kalenders sein: Spanien will seinen Platz zurück - 2023 Test-Event in den USA.

Erinnerungen eines Sportreporters

Wenn der Winter nicht mehr weit ist

Es war wieder einmal Zeit für einen "Achterlabend", gut besucht nicht nur durch Peter Klein, sondern auch so manch "Altspatzen" der österreichischen Rallyeszene. Klar, dass es danach wieder viel zu erzählen gibt ...

Rallyshow Santadomenica: Bericht

Wagner mit Bestzeiten und einem Überschlag

Simon Wagner dominierte bei der Rallyshow Santadomenica - ein Überschlag vereitelte einen sicheren Sieg. Beste Österreicher: Stockinger/Moser.