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Mühlsteinrallye: Bericht Wagner/Schwarz
Fotos: Angelo Poletto/motorsportpics.at

Simon Wagner hat Sigi Schwarz „kaiserlich zum Sieg kutschiert“

Simon Wagner und Sigi Schwarz konnten ihren Sieg aus dem Jahr 2019 wiederholen - das Comeback der Perger Mühlsteinrallye war ein voller Erfolg.

„Es hat alles gepasst - es gab kein einziges Problem, auch technisch nicht. Simon hat mich quasi kaiserlich durch die Gegend kutschiert und so konnten wir unseren Titel verteidigen“, erzählt der legendäre Copilot Sigi Schwarz, nachdem er gemeinsam mit Staatsmeister Simon Wagner auf einem vom ungarischen Eurosol Racing Team eingesetzten Skoda Fabia rally2 evo erneut die Perger Mühlsteinrallye gewinnen konnte.

Das Duo Wagner/Schwarz gewann die letzte abgehaltene Mühlsteinrallye im Jahr 2019 und konnte diesen Titel damit erfolgreich verteidigen, für Wagner ist es gar ein Hattrick, der dritte Mühlstein-Sieg in Folge.

Simon Wagner blickt zurück auf eine problemlose Rallye: „Das Team hat einen Superjob erledigt, das Auto hat funktioniert wie ein Uhrwerk und die Zusammenarbeit mit Sigi hat von Anfang an gut funktioniert - aber das wusste ich ja schon von unserem gemeinsamen Sieg im Jahr 2019.

Staatsmeister servierte Sachertorte

„S wie Simon, S wie Sigi, S wie Stimmung, S wie Sieg“ - einmal mehr lässt Sigi Schwarz seiner Kreativität freien Lauf. Die Sachertorte servierte diesmal Simon Wagner höchstpersönlich, sie wurde im Regrouping stilgerecht kredenzt.

S wie Staatsmeister - Simon Wagner, Staatsmeister 2021 ist seit einer Entscheidung der AMF-Rallyekommission, wonach kein Ersatz für die abgesagte Aspang-Rallye nominiert wird, nun offiziell erneut Staatsmeister, „frisch gebacken“ sozusagen. Sigi Schwarz lacht: „Und ich durfte die erste Ausfahrt mit dem Champion 2022 genießen...“

Simon Wagner sagt: „Schade, dass wir auf diese Weise Staatsmeister wurden - ich hätt es gerne gesehen, wenn man die 3 Städte-Rallye als Ersatz für die Aspang-Rallye in den Kalender genommen hätte. Aber natürlich freue ich mich über den zweiten Staatsmeistertitel - wobei mir der Weg dorthin, unsere Siege mehr Selbstbewusstsein geben als der Titel an sich.“

„Mühlsteinrallye bürgt für Qualität“

Das Comeback der Perger Mühlsteinrallye verlief prächtig, wie der Edel-Gastronom aus Steyrling versichert: „Es gab einen tollen Zuschauerreigen im Mühlviertel - die Mühlsteinrallye bürgt für Qualität. Die Stimmung war großartig, es waren tolle Fans an den Strecken.“

Auch Simon lobt die Veranstaltung („Das Format dieser Rallye ist sehr geil, der Rundkurs Schwertberg ist sensationell“), bringt aber auch einen Vorschlag zur Verbesserung ein: „Auf der ersten Prüfung sollte man auf der langen Geraden vielleicht ein paar Schikanen einbauen - es bringt doch nichts, 800 Meter Vollgas zu fahren, das bringt auch die Autos an ihre Grenzen. Selbst ich musste mehrmals vom Gas gehen, weil diese Autos nicht dafür gebaut sind, so lange im Begrenzer zu fahren.“

„Haben nicht verwaltet“

Was Simon freut: „Ich wollte am letzten Rundkurs nochmal voll attackieren , um die Minute an Vorsprung voll zu machen. Doch dann liefen wir auf ein anderes Fahrzeug auf, dabei wurde auch durch einen hochgeschleuderten Stein unsere Windschutzscheibe zerstört - zunächst hat uns der Fahrer nicht gesehen, doch dann hat er Platz gemacht, wofür ich mich sehr bedanken möchte. Ich habe dann überlegt, ob es sich auszahlt, doch noch voll zu attackieren, habe zwei Kurven lang überlegt und beschlossen, es zu tun! Und wir konnten tatsächlich mit 1:10 Minuten Vorsprung den Sieg erringen - und was besonders schön war: Nachher haben uns Fans gesagt, dass sie es mit freiem Auge gesehen haben, dass wir nicht verwaltet, sondern voll attackiert haben.“

Was Sigi zudem freut: „Es standen am Ende drei Mühlviertler Teams auf dem Podium. Gratulation an die zweitplatzierten Johannes Keferböck und Markus Zemanek sowie Martin Rossgatterer und Andreas Thauerböck.“

Simon fügt hinzu, dass er es schade findet, dass sein Bruder Julian bei dessen Ausfahrt mit dem Audi A1 rally2Kit von Enrico Windisch so früh wegen einer gerissenen Antriebswelle ausgefallen ist: „Die Vormittagsprüfungen waren für den Audi ja noch nachteiliger, weil der noch kürzer übersetzt ist. Wir waren alle neugierig auf den Rundkurs - dort hätte Julian sicher einiges zeigen können...“

Für Simon Wagner steht als nächstes die kultige Barum-Rallye auf dem Programm - dort fährt er wieder mit Stammcopilot Gerry Winter.

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