RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rally Weiz 2023: Vorschau Schindelegger
Claudio Pocar

Fünfter Staatsmeisterschaftslauf in der Steiermark

Nach einer perfekten RallyeW4 steht das Waldviertler Rallyteam Schindelegger bei der Rallye Weiz vor einer internationalen Herausforderung

Am 14.- 15. Juli findet der fünfte Lauf der Rallye- Staatsmeisterschaft in Weiz statt. Auf 150km High Speed Action werden die Teams um die besten Zeiten und weitere Punkte im Kampf um die Meisterschaft fahren. Doch nicht nur die österreichische Rallye Elite wird in der Steiermark ein weiteres Mal ihr Können unter Beweis stellen, sondern auch die historische Europameisterschaft mischt sich mit in die Zeitenjagd.

Damit wird im Vergleich zu den anderen österreichischen Läufen ein komplett anderes Teilnehmerfeld am Start der Rallye stehen. Mit über 25 historischen Teams stellt sich die komplette Elite des Kontinents zum Vergleich und bietet damit auch für das Rallyeteam Schindelegger eine einzigartige Standortbestimmung im internationalen historischen Rallyesport.

Auch für die österreichischen Piloten gelten in den historischen Klassen die Regeln der Europameisterschaft. Also Reifenlimitierung, andere Servicemöglichkeiten und auch ein Startplatz vor dem modernen Starterfeld. Der wohl größte Vorteil dieser Regelung ist der Straßenzustand beim ersten Befahren der Strecken. Dadurch, dass die historischen Boliden in Weiz Zuschauer wirksam als Erste starten dürfen, werden die Strecken unverschmutzt sein. Eine wohltuende Abwechslung zu den restlichen österreichischen Asphalt Rallyes, bei denen sonst die modernen 4WD Autos durch Cuten schon beim ersten Durchgang für extreme Straßenverhältnisse für die nachfolgenden Autos sorgen.

Auch die Zuschauer kommen durch das Starterfeld und die Startreihenfolge voll auf ihre Kosten. Nirgendwo sonst kann man in Österreich Boliden wie Audi Quattro, Lancia Stratos, Ford Escort und Porsches im direkten Zeitvergleich sehen. Und mittendrin wird das Rallyeteam Schindelegger als amtierende historische Staatsmeister um die Titelverteidigung kämpfen.

Für das Rallyeteam Schindelegger war die Vorbereitung für die Rallye Weiz fast schon wie gewohnt perfekt. Nach der Rallye W4, welche das Material extrem belastet hat, mussten einige dringend nötige Wartungsarbeiten am Ford Escort RS2000 des Teams durchgeführt werden. Neben neuen Antriebswellen, Radlagern und Getriebe fand auch das Schweißgerät wieder Anwendung, um die Schäden, die die riesigen Steine der Waldviertler Schotterwege angerichtet haben, wieder zu beseitigen. Dank des Einsatzes von Mike Schwingenschlögl und Helmut konnten die nötigen Arbeiten aber wieder in Rekordzeit erledigt werden und so steht der Escort des Teams nun wieder in Top-Zustand bereit. Das solche Investitionen nicht ohne die unermüdliche Unterstützung der Sponsoren Eschelmüller Holz, SanLucar und Metalltechnik Kainz möglich wären, ist wohl schon bei der Aufzählung der Arbeiten glasklar.

Die Rallye Weiz ist, neben dem einzigartigen Starterfeld und den High Speed Strecken, für die schnellen Wetterumschwünge bekannt. Diese erfordern von allen Teams ein scharfes Auge auf das Wetter und die Prognosen, denn schon mehrmals wurden in den vergangenen Jahren Teams mit "herunter gelassenen Hosen" oder eben Trockenreifen im Regenschauer erwischt und verloren damit nicht nur Sekunden, sondern Minuten.

Lukas und Helmut "durften" diese Erfahrung auch schon 2019 machen, doch seitdem haben beide viel gelernt und konnten einiges an Speed drauflegen. Bei der letzten Teilnahme der beiden in 2020, erreichten die Waldviertler einen zehnten Platz in der historischen Gesamtwertung, doch dieses Jahr sind die Ziele etwas höher angesetzt. Auch wenn die internationale Konkurrenz sicherlich wieder äußerst stark sein wird, wollen die beiden herausfinden, wo man sich im internationalen Vergleich einreihen kann. Der Fokus wird trotzdem wieder auf einem sicheren Ankommen liegen. Denn in der Meisterschaft haben die Beiden einen guten Vorsprung und auch nur wenige Punkte könnten im Kampf um die Titelverteidigung entscheidend sein.

Mit all diesen Vorzeichen wird die Rallye Weiz auch dieses Jahr wieder Top Rallye Sport und Hochspannung für Tausende Zuschauer bieten. Für alle, die es nicht in die Steiermark an die Strecken schaffen, wird es wie immer ein Live-Timing geben. Der Link dazu findet man unter https://www.rallye-weiz.at/results/ 

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

AARC, Mühlstein Rallye: Vorschau

AARC erwartet 16 Teams

16 Teams, davon 8 Teams aus dem Ausland werden bei der Mühlstein Rallye erwartet, daher sind Spannung und ein AARC-Führungswechsel möglich.

ARC, Mühlstein Rallye: Rallye Radio

Mühlstein Rallye Radio - Sendezeiten

Noir Trawniczek ist auch bei der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor wieder auf Stimmenfang unterwegs.

Mühlstein Rallye: Bericht ARC

ARC vor spannendem Duell um die Clubmeisterschaft

Bei der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor konnte Gerolf Schuller mit dem Sieg seinen Rückstand auf Hans Georg Lindner verringern. Die Austrian Rallye Challenge spitzt sich zu: Ein knappes Duell um die Clubmeisterschaft bahnt sich an.

Als Reaktion auf die Kolumne von Peter Klein hat sich nun auch motorline.cc-Kolumnist und Ex-Staatsmeister Achim Mörtl zu Wort gemeldet: Über die sportliche Entwertung der Stoppuhr und die absurde Vermarktung im WRC Masters Cup

ARC, Mühlstein Rallye: Kurzbericht

Adam Brezik siegt beim Mühlviertler Rallye-Sommerfest

Der Tscheche Adam Brezik konnte erwartungsgemäß den Sieg bei der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor einfahren - doch dahinter kam es zu einem elektrisierenden Showdown im Kampf um das Podium. Platz zwei ging an Peter Hopf, Platz drei holte sich Lokalmatador Martin Rossgatterer.