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AMF: Kommissionssitzung
Foto: Harald Illmer

Rallyekommission: Protos werden aufgewertet

Was bei der Kommissionssitzung besprochen wurde - und: Wie Wolfgang Schmollngruber die Open N-Aufwertung einschätzt.

Noir Trawniczek

Die Rallyekommission der AMF (Austrian Motorsport) traf sich vergangene Woche zu einer Sitzung - dabei wurden vor allem Punkte besprochen, welche dann im Herbst beschlossen werden sollen.

Der Vorsitzende der AMF Kommission Automobil Rallye, Willi Singer, erklärte gegenüber motorline.cc: „Es wurden bei dieser Sitzung keine großen Änderungen besprochen, es ging eher um Detailfragen.“

Eine Neuerung, die ab 1. Jänner 2024 zur Geltung kommt, ist die Aufwertung der Proto-Klasse, der ORM Klasse 8 - hier werden Prototypen- bzw- Silhouetten-Autos wie jene der Firma Dytko (Ford-und Mazda-Silhouetten) oder Zellhofer Motorsport (Suzuki-Silhouette, siehe Foto) mit Mitsubishi-Technik und verbesserte Mitsubishi-Fahrzeuge eingesetzt. Die nationale Open N-Klasse wurde eingeführt, um mit verbesserten Gruppe N-Fahrzeugen (zum Beispiel sequentielles Getriebe) näher an die wesentlich kostspieligere rally2-Klasse heranzukommen. Singer: „Diese Proto- bzw. Open N-Fahrzeuge erhalten ab 2024 einen Millimeter mehr Luftzufuhr.“

Schmollngruber zur Proto-Aufwertung: „Bessere Fahrbarkeit“

Von der Leistung her bringt das lediglich zwischen acht und zwölf PS mehr, wie Wolfgang Schmollngruber erklärt. Der Teamchef von Race Rent Austria setzt vermehrt auf Proto-Boliden und begrüßt die Neuerung: „Es geht dabei nicht vordergründig um mehr Leistung, sondern um eine bessere Fahrbarkeit - die Piloten können nun ein um 300 bis 500 U/min breiteres Drehlzahlband nützen. Der Unterschied zur rally2-Klasse bleibt dennoch groß: Ein rally2-Motor dreht bis zu 7.000 U/min, die Proto-Klasse wird ab 2024 zwischern 4.500 und 5.000 U/min drehen. Was durch die Neuerung dazukommt, ist eine optimierte Geräuschkulisse, sprich ein besserer Motorensound.“

Ebenfalls überarbeitet wird das M1-Reglement für Serienfahrzeuge. Zudem dürfen künftig normale Sonderprüfungen dreimal gefahren werden. Außerdem wurde die Arbeit des gemeinnützigen Promotors gewürdigt. Singer: „Der Promotor leistet gute Arbeit, wie man anhand der TV-Berichte und der Einbringung von Sponsoren sehen kann.“

Singer für offenes Reglement: „Brauchen mehr Teilnehmer“

Eine Sorge der Rallyekommission betrifft die abnehmende Anzahl an Teilnehmern: „Wir müssen irgendwie mit dem Nenngeld runterkommen - dazu brauchen wir aber wieder mehr Teilnehmer. Dabei hilft sicher, wenn wir vom Reglement her dafür sorgen, dass wir mit unseren Nachbarländern noch kompatibler werden. Je offener wir beim Reglement sind, desto mehr Nennungen werden auch aus dem Ausland kommen. Was wiederum für Veranstalter-Sponsoren die Attraktivität erhöht - und so könnten Veranstalter dazu animiert werden, das Nenngeld geringer zu gestalten. Derzeit ist es so, dass die Veranstalter oft mit ihrem privaten Geld für Verluste haften - ich habe großen Respekt vor jedem, der eine Rallye veranstaltet.“

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