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Bucklige Welt Rallye: Bericht Pröglhöf
Foto: Daniel Fessl

Meistertitel adieu – Pröglhöf nur auf Platz 3 der JuniorORM

Hochmotiviert startete das RayBAT Racing Team vergangenes Wochenende in das Saisonfinale bei der OBM Bucklige Welt Rallye. Dass das Team, oder eigentlich der eingesetzte Ford Fiesta überhaupt am Start war, ließ das Publikum staunen.

Noch vor 3 Wochen war das Fahrzeug nach einem heftigen Crash stark demoliert und die Mechaniker haben Tag und Nacht das Fahrzeug im Hause Abocar GmbH wieder instandgesetzt. Knapp 100 Testkilometer stimmte das Team positiv, trotz zwei verpassten Läufen aufgrund von Terminüberschneidungen den Junioren-Meistertitel hier an sich zu reißen.

Doch bereits auf der ersten Sonderprüfung die Ernüchterung. Eine gebrochene Antriebswelle machten jegliche Hoffnung auf den Titel und einen Sekundenkampf zunichte. „Wir haben beim Wiederaufbau des Fahrzeugs sämtliche Teile erneuert. Auch beim Test lief das Auto tadellos und machte keine Probleme. Das nach 7 km die Antriebswelle bricht ist äußerst ärgerlich, kann aber in einem technischen Sport durchaus vorkommen.“, so Pröglhöf der am Streckenrand noch probierte das Fahrzeug wieder in Gang zu bringen.

Das Team, bestehend aus zwei erfahrenen Mechanikern und einer Vielzahl an Schülern der HTL Mödling, Abteilung Fahrzeugtechnik, zögerten nicht lange und begannen umgehend mit der Reparatur, um einen Restart am darauffolgenden Tag zu ermöglichen. Getriebe und Differenzial mussten ausgebaut und zerlegt werden, um die gebrochene Achse zu entfernen. „Die Räder müssen sich weiterdrehen, auch nach so einem Rückschlag. Klar sind wir enttäuscht, dennoch werden wir morgen wieder starten. Die Schüler leisten großartige Arbeit und das Auto wird morgen wieder einsatzbereit sein.“, so Car-Chief David Tomaszewski.

Am Sonntag war das Fahrzeug wieder startklar, aber mit einem Rückstand von über einer Stunde war der Titel Geschichte. Luca Pröglhöf, mit seiner Copilotin Christina Ettel fuhren somit ohne jegliches Risiko nur noch ins Ziel. Mit dem 3. Platz in der Jahreswertung ist das Team nicht zufrieden, dennoch können sie mit dem Gesamtprojekt in Österreich viel Aufsehen erregen. Eine noch nie dagewesene Kooperation mit der größten Schule Europas (HTL Mödling), machte es möglich einer Vielzahl zukünftigen Ingenieuren ein Einblick in den Rallyesport zu verschaffen. Ebenfalls hervorzuheben ist, dass das RayBAT Racing Team die meisten Siege in dieser Meisterschaft verbuchen konnte.

„Ich hätte gerne um den Titel gefightet. Vor allem das Team hätte sich das verdient. Wirklich ernüchternd, dass nach der harten Arbeit in den vorigen Wochen, es so rasch vorbei war. Dennoch war es eine grenzgeniale Saison. Die Zusammenarbeit mit den Schülern hat mir eine große Freude bereitet und sie konnten viel Erfahrung sammeln. Ich hoffe, wir können im nächsten Jahr wieder mit der HTL zusammenarbeiten. Wir gratulieren Raphael Dirnberger zum Titel!“, so Pröglhöf abschließend.

Für den Sittendorfer und seine Copilotin stehen dieses Jahr noch zwei Läufe im internationalen Opel e-Rallye Cup an. Eine davon nächste Woche bei der Rallye Stemweder Berg und Ende Oktober im Zuge der Rallye-Weltmeisterschaft bei der Central European Rallye. Hier kämpfen sie ebenfalls um den Podestplatz.

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