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Ausfallsreiche Rallye - Rudolf Leitner bester RRA-Pilot

Von den sechs betreuten Race Rent Austria-Teams kamen drei ins Ziel - Andreas Schart fiel in der Proto-Klasse überlegen in Führung liegend aus, Rudolf Leitner sprang mit Klassenrang zwei in die Presche...

Der Einsatz von Jan Cerny auf einem Opel Corsa Proto, den Race Rent Austria betreut hatte, war nicht von langer Dauer. Teamchef Wolfgang Schmollngruber berichtet: „Nach einem Sprung hat es den Hauptantrieb vom Getriebe abgerissen, das bedeutete das frühe Aus....“

Alles in allem war die Rebenland Rallye 2023 ziemlich anspruchsvoll für das Material, was sich auch an der Ausfallsquote ablesen lässt: Von den sechs von RRA betreuten Teams sahen nur drei die Zielflagge.

Ins Ziel kamen Rudolf Leitner/Roland Matusch als bestplatziertes RRA-Team - auf Gesamtrang 30 und Platz zwei der Proto-Klasse. In der ORM Trophy für Piloten über 50 führt Rudolf Leitner nun die Tabelle an.??Ebenfalls ins Ziel kamen Michael Hübler und Thomas Kienzer, die Gesamtrang 40 belegten und in der Klasse Platz vier. Schmollngruber: „Michael fuhr besonnen und kam mit dem Auto gut zurecht.“

Und auch Stefan Lampl, der mit Copilot Thomas Litschauer einen Mitsubishi Lancer Evo VI als Vorausfahrzeug pilotierte, sah freilich das Ziel. „Schmolli“ dazu: „Stefan fuhr zum ersten Mal mit einem Mitsubishi als Vorausauto, insgesamt fuhr er schon viele Vorausautoeinsätze - jetzt wäre es schön, wenn er auch einmal im Bewerb starten würde.“

Schart/Otti: „Eine Tragödie“

„Es wäre exzellent geworden“, sagt Andreas Schart. „Das Aurto war top, der Beifahrer Ingo Otti war top, die Strecken waren selektiv, das Starterfeld war eine absolute Herausforderung - und bis zur SP 14 hat das Auto weltklasse funktioniert.“

Tatsächlichen konnten Schart/Otti mit ihrer „Prinzessin“ als Gesamt-20. die Proto-Klasse überlegen anführen - doch dann passierte etwas Unvorhersehbares: „Dass uns der nagelneue Turbolader verlässt - damit hat wirklich niemand gerechnet. Das ist eine Tragödie - denn wir hätten wirklich die Chance gehabt, wir hatten bis dahin massiven Spaß und sind immer schneller geworden.“

Zuhause wurde sofort Hand angelegt: „Wir haben alles zerlegt - es hat sich die Abgasseite des Turboladers verabschiedet. Wir werden alles untersuchen lassen. Schmolli unterstützt uns da gewaltig und hilft mit, dass unser Auto wieder beständiger wird. Im Lavanttal, bei meiner Heimrallye, wollen wir sehr sehr stark zurückkommen...“

Leitner/Matusch: „Ängste überwunden“

„Die Rallye war sehr erlebnisreich, sehr lehrreich. Es war meine zweite Rebenland Rallye und ich dachte, dass man da einen gewissen Erfahrungswert hat - doch der Split war da und Split heißt Abflug. Daher fuhr ich mit großem Respekt und wir hatten auch kaum Aha-Erlebnisse“, berichtet Rudolf Leitner.

Am zweiten Tag war Leitner bereits mit mehr Selbstbewusstsein gesegnet: „Ich konnte gewisse Ängste und den großen Respekt überwinden und es lief dann schon viel besser.“

Das Duo Rudolf Leitner und Roland Matusch lag vor der letzten Prüfung auf dem guten 30. Gesamtrang und auf Platz zwei der Proto-Klasse. Leitner erzählt: „Vor der Schluss-SP war Platz zwei in der Klasse bereits abgesichert, wir haben daher nichts mehr riskiert - doch dann hatten wir trotzdem einen Reifenschaden, konnten uns aber ins Ziel retten...“

Dass Rudolf Leitner nun in der ORM Trophy für Piloten über 50 die Tabellenführung innehat - die Freude darüber sei „bei der Nennung an Fahrern nicht überragend großartig“, gibt Rudolf gerne zu. Nächste Station: Lavanttal Rallye.

Müller/Wögerer: Schmerzhaftes Out

Stefan Müller blickt auf eine für ihn durchwachsene Rebenland Rallye zurück: „Auf der ersten Prüfung erlaubte ich mir eine Steilwandkurveneinlage - wir kippten nach außen, doch zum Glück sind wir dann doch nicht auf dem Dach gelandet. Auf der zweiten Prüfung ist das Schaltgestänge abgerissen und ich musste die halbe Prüfung nur mit dem dritten Gang auskommen...“

Für die dritte Prüfung wurde der Ford Fiesta Proto Evo X von den Race Rent Austria-Mechanikern wieder auf Vordermann gebracht: „SP3 war die einzige normale Prüfung für uns, denn auf SP4 hat sich dann das Getriebe komplett verabschiedet. Da hat die Schaltung zu ‚hüpfen‘ begonnen. Diesmal hat mich der Ausfall ganz besonders geschmerzt, denn das Wetter war schön, die Stimmung war gut und ich hatte richtig Bock auf Rallye...“

Trotz dieser Umstände kann Stefan Müller auch Positives berichten: „Die Zusammenarbeit mit Cheesy (Christoph Wögerer) war sehr wertvoll - ich habe da weitere Einblicke in die Welt des Aufschriebs erhalten und ich werde bei der Lavanttal Rallye versuchen, die neuen Erkenntnisse dann auch umzusetzen.“

Lampl/Litschauer: „Schalter wurde angeklickt“

Stefan Lampl fuhr bislang ausschließlich Vorausautoeinsätze - zunächst mit alten Audi-Modellen, danach ein gemeinsam mit Race Rent Austria aufgebauter S1 E2, den Lampl bei den Austrian Rallye Legends 2022 pilotiert hatte, ihn aber sogleich weiterverkaufte...

Lampl nickt: „Danach hatte ich die Gelegenheit, den Evo VI von Christian Kornherr zu erwerben und mit dem fuhr ich am ersten Tag sauber meine SP-Kilometer, am zweiten Tag hat es dann einen Schalter in mir angeklickt und gegen Ende hätte ich bereits gerne meine gefahrenen Zeiten gewusst, denn ich fühlte mich sichtlich immer wohler...“

Copilot Thomas Litschauer habe „einen guten Job erledigt“, sagt Lampl - und auch Race Rent Austria erhält Lob: „Ich bin diesmal zum ersten Mal bei Schmolli im Zelt gestanden und wenn man von Race Rent Austria betreut wird, nimmt das sehr viel Stress aus dem Spiel, das hat wirklich super funktioniert.“

Ob Stefan Lampl nun bereit ist für einen Bewerb? Lampl lacht: „Ich hätte schon wieder ein Kaufangebot, aber ich werde den Evo wohl behalten und ihn künftig weiterhin bewegen. Wann und wie das sein wird, kann ich aber jetzt aufgrund hoher beruflicher Auslastung noch nicht sagen...“

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