RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Rallye Chile 2023: Nach SP12 Ott Tänak steuert dem zweiten Saisonsieg entgegen
Motorsport Images

WRC Rallye Chile 2023: Ott Tänak nach Samstag auf Siegkurs

M-Sport-Pilot Ott Tänak baut seine Führung bei der Rallye Chile deutlich aus und liegt vor dem Schlusstag klar auf Kurs zu seinem zweiten Saisonsieg in der Rallye-WM

Ott Tänak (Ford) hat sich am Samstag bei der Rallye Chile, dem elften Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), von seinen Verfolgern abgesetzt und fährt souverän dem Sieg entgegen. Der Este gewann am Samstag vier der sechs Wertungsprüfungen und baute seinen Vorsprung auf Verfolger Teemu Suninen (Hyundai) von 4,2 auf 58,3 Kilometer aus.

Dritter ist Suninens Teamkollege Thierry Neuville, der 1.12,2 Minuten hinter Tänak liegt. Vierter ist Elfyn Evans (Toyota), der mit nur 10,7 Sekunden Rückstand auf Neuville am Schlusstag noch Chancen auf den letzten Podiumsplatz hat. WM-Spitzenreiter Kalle Rovanperä (Toyota) hat als Fünfter 39,3 Sekunden Rückstand auf seinen Titelrivalen Evans.

Sechster ist Takamoto Katsuta (Toyota), mit Oliver Solberg, Gus Greensmith, Sami Pajari (alle Skoda) und Yohan Rossel (Citroen) komplettieren vier Piloten aus der WRC2-Klasse die Top 10.

Reifenmanagement auch am Nachmittag entscheidend

Nachdem der Reifenpoker von Toyota am Samstagvormittag mit der weichen Mischung gescheitert war, wählten alle Piloten am Nachmittag eine konservativere Herangehensweise und setzten durchweg auf harte Reifen. Dennoch war der Verschleiß der Pneus auf den 77 Wertungsprüfungskilometern am Nachmittag ein Thema.

"Es ist so schwer zu sagen, ob es zu viel oder zu wenig ist, es fühlt sich so, so schlecht an", sagte Tänak nach der ersten Wertungsprüfung des Nachmittags. "Wir müssen immer noch sicherstellen, dass wir durch die Schleife kommen."

Tänak büßte auf dieser Prüfung 14,5 Sekunden auf Suninen ein, doch der Este erstickte die aufkeimende Hoffnung seiner Verfolger mit Bestzeiten auf den beiden folgenden Prüfungen und setzte sich weiter von der Spitze ab.

Rovanperä hängt hinter Munster fest

"Das war ein extrem guter Tag. Alles lief in unsere Richtung", sagte Tänak. "Auf den schlechten Prüfungen konnten wir es ruhig angehen lassen und angreifen, wenn es nötig war. Aber es ist noch nicht vorbei, morgen müssen wir so weitermachen."

Während Suninen bei seinem dritten Saisoneinsatz für Hyundai souverän dem zweiten Platz entgegenfährt, musste Neuville auf der elften Wertungsprüfung eine Schrecksekunde überstehen. Nach einem Ausrutscher in den Straßengraben zog sich der Belgier einen Reifenschaden vorne links zu, verlor aber nur elf Sekunden auf Tänak.

Ganze 41,3 Sekunden büßte Rovanperä auf der letzten Prüfung des Tages ein, als er hinter Gregoire Munster (Ford) festhing. Der Luxemburger, der bis dahin bei seinem ersten Start in der Top-Klasse der Rallye-WM eine solide Leistung gezeigt hatte und Siebter geworden war, hatte zuvor nach Ausrutschern zwei Reifenschäden erlitten.

Dadurch verlor er mehr als sieben Minuten und fiel aus den Top 10. Rovanperä erhielt wegen der Behinderung eine Zeitgutschrift von 21,8 Sekunden.

Am Schlusstag der Rallye Chile stehen noch vier Wertungsprüfungen über insgesamt 54,12 Kilometer auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger