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WRC Rallye Japan: Tag 3 Elfyn Evans liegt in Japan weiter auf Siegkurs
Motorsport Images

WRC Rallye Japan 2023: Elfyn Evans trotz Schneeschauer auf Siegkurs

Toyota verteidigt Dreifach-Führung bei der Rallye Japan trotz schwieriger Bedingungen am Nachmittag: Zwischenfall mit Streckenfahrzeug

Toyota-Pilot Elfyn Evans hat seine Führung bei der Rallye Japan, dem Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2023, am Samstag verteidigt. Der Waliser ließ sich auch von einem Schneeschauer am Nachmittag nicht aus der Ruhe bringen und liegt nach 15 von 22 Wertungsprüfungen 1.14,3 Minuten vor seinem Teamkollegen Sebastien Ogier.

Weltmeister Kalle Rovanperä (+1:38,9 Minuten) komplettiert als Dritter die Toyota-Dreifachführung bei der Heimrallye des japanischen Herstellers. Esapekka Lappi (Hyundai) verbesserte sich auf Rang vier, Ott Tänak (Ford) und Takamoto Katsuta (Toyota) folgen auf den Plätzen fünf und sechs. Der Lokalmatador zeigte am Samstag mit vier Bestzeiten eine starke Leistung.

WRC2-Champion Andreas Mikkelsen (Skoda) ist Siebter. Mit Gregoire Munster (Ford), Nikolai Graysin und Kajetan Kajetanowicz (beide Skoda) komplettierten drei weitere Fahrer in Rally2-Autos die Top 10. Der ehemalige Formel-1-Pilot Heikki Kovalainen (Skoda) schied auf Rang zehn liegend auf der 14. Wertungsprüfung mit technischem Defekt aus.

Streckefahrzeug parkt auf der Straße

Für einige Fahrer begann der Tag mit einer Schrecksekunde. Thierry Neuville (Hyundai), der nach seinem Ausfall am Freitag als Erster auf die Strecke ging, sah sich auf der neunten Wertungsprüfung "Nukata Forest" plötzlich einem Hindernis in Form eines am Straßenrand geparkten Streckenfahrzeugs gegenüber. Auch Katsuta musste dem Fahrzeug ausweichen, bevor die Prüfung abgebrochen wurde.

Nach Angaben des Automobil-Weltverbandes FIA hatte die Besatzung das Streckenfahrzeug angehalten, um Zuschauer, die sich an einer gefährlichen Stelle befanden, zu vertreiben. Anschließend wurde der Rennleitung irrtümlich gemeldet, das Fahrzeug habe die Strecke verlassen, woraufhin die Prüfung gestartet wurde. Die FIA hat eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt.

Zum Sportlichen: Bei zunächst trockenen Bedingungen konnte Evans seine klare Führung verteidigen. In beiden Durchgängen der Zuschauerprüfung "Okazaki City" setzte der Waliser sogar die Bestzeiten, ehe Katsuta drei Wertungsprüfungen in Folge gewann.

Überraschender Schneeschauer am Nachmittag

Doch das Wetter hatte für die Fahrer eine weitere Herausforderung auf Lager, als sie auf der 14. Wertungsprüfung plötzlich von einem Schneeschauer überrascht wurden. "Wir dachten schon, wir hätten das Schlimmste hinter uns, aber das Wetter überrascht uns hier immer wieder", sagt Ogier. "Vor dem Start hieß es, es sei trocken, aber der Wind ist hier so stark, dass sich das schnell ändert."

Evans befürchtete aufgrund der Bedingungen sogar, einen Großteil seines Vorsprungs zu verlieren. "Ich dachte, ich würde eine Minute verlieren. Es fing früh in der Prüfung an zu regnen, unglaublich", sagte Evans. Am Ende verlor er nur 11,4 Sekunden auf Ogier und fährt seinem dritten Saisonsieg entgegen.

"Es war ganz okay. Vielleicht waren wir an einigen Stellen zu vorsichtig, aber das ist bei einem solchen Rückstand immer schwierig", fasst Evans seinen Tag zusammen. Verfolger Ogier: "Es war ein guter Tag für uns und wir sind froh, im Ziel zu sein. Wir wissen nicht, welche Überraschungen morgen auf uns warten."

Zum Abschluss des Samstags steht ein weiterer Durchgang der kurzen Zuschauerprüfung im Toyota-Stadion auf dem Programm. Am Sonntag erwarten die Teams bei der Rallye Japan sechs Wertungsprüfungen über insgesamt 84,08 Kilometer.

Motorsport-Total.com

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