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WRC Rallye Mexiko 2023: Zwischenbericht Hyundai-Pilot Esapekka Lappi crashte am Samstag in Mexiko in Führung liegend
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WRC Rallye Mexiko 2023: Sebastien Ogier führt nach Lappi-Crash

Nachdem Hyundai-Pilot Esapekka Lappi in Führung liegend crashte, hat Toyota-Pilot Sebastien Ogier bei der Mexiko-Rallye die Spitze übernommen

Sebastien Ogier (Toyota) ist der neue Spitzenreiter der Rallye Mexiko 2023. Die Führung erbte der achtmalige Weltmeister und seit 2022 "nur" noch Teilzeitstarter in der Rallye-WM am Samstag direkt auf der ersten Wertungsprüfung des Tages.

Denn genau wie am Freitag, so kam auch am Samstag der als Spitzenreiter in den Tag gestartete Fahrer nur wenige Kilometer weit. Diesmal war es Esapekka Lappi (Hyundai). Auf der ersten Überfahrt der "Ibarrilla"-Prüfung am Morgen (WP11) erwischte es ihn in Führung liegend mit einem Crash.

Lappi, der Neuzugang im Hyundai-Team, kam in einer Linkskurve von der Piste ab. An einer Böschung wurde das Auto um die eigene Achse gedreht und traf einen Telegrafenmast, der direkt auf dem Auto landete. Daraufhin gab es auch noch Flammenentwicklung. Lappi und Beifahrer Janne Ferm blieben unverletzt.

Dass ihr Hyundai nach dem Crash nicht komplett ausbrannte, das hatten Lappi/Fern auch dem Eingreifen von WRC2-Spitzenreiter Gus Greensmith zu verdanken. Er kam mit seinem Skoda Fabia als Erster an der Unfallstelle vorbei und war mit einem zusätzlichen Feuerlöscher behilflich.

Zur Unfallursache sagte Lappi: "Es mag sich vielleicht verrückt anhören, aber ich glaube, ich war einfach zu langsam. Ich hatte nicht den richtigen Rhythmus, den es braucht, wenn man voll attackiert. Ich war am Eingang der Kurve einfach ein bisschen zu spät dran."

Lappis Crash auf WP11 hat Absage von WP15 zur Folge

Infolge des Unfalls wurde WP11 unterbrochen und die darauffolgende WP12 ("El Mosquito") verspätet gestartet. Doch damit nicht genug: Nicht zuletzt aufgrund des umgefahrenen Telegrafenmasten blieb es nicht nur bei Verzögerung. Die am Nachmittag als WP15 geplant gewesene zweite Überfahrt von "Ibarrilla" fand gar nicht statt. Sie wurde für das gesamte Feld abgesagt.

Sebastien Ogier, der sich noch am Freitag ein enges Duell mit Lappi um die Führung geliefert hatte, war nicht erfreut als sein größter Gegner direkt am Morgen aufgeben musste. "Gestern war er unglaublich schnell. Deshalb ist es schade. Ich mag es zu kämpfen", so der achtmalige Weltmeister, nachdem er in Mexiko die Führung übernommen hatte.

Sollte Lappi am Sonntag in die Rallye zurückkehren, wird er maximal auf der abschließenden Powerstage ein paar WM-Punkte einfahren können. Das gilt auch für Ott Tänak (M-Sport-Ford), den es direkt auf der ersten WP der Freitagsetappe in Führung liegend erwischt hatte. In seinem Fall war es kein Unfall, sondern ein technisches Problem am Turbolader, das letztlich fast 15 Minuten kostete. Auch nach der Samstagsetappe liegt Tänak noch außerhalb der Top 10.

Kampf um Platz zwei: Neuville jagt Evans

Nach dem Crash von Lappi gingen die vier WP-Bestzeiten am Samstagvormittag an Ogier und anschließend dreimal an Thierry Neuville (Hyundai). Die Nachmittagsschleife umfasste nach Absage von WP15 ebenfalls nur vier Prüfungen. Die dabei erzielten Bestzeiten gingen an Ogier, an Neuville und zweimal an Tänak.

Im Klassement der Rallye hat Ogier vor der Schlussetappe am Sonntag nun einen vergleichsweise bequemen Vorsprung von 35,8 Sekunden auf Toyota-Teamkollege Elfyn Evans. Der aber steht unter Druck. Denn Neuville hat sich mit seinen vier WP-Bestzeiten bis auf 4,3 Sekunden an Evans herangefahren.

Mit großem Abstand an vierter Stelle liegt Kalle Rovanperä in einem weiteren Toyota GR Yaris Rally1. Fünfter ist Dani Sordo (Hyundai). Rovanperä leistete sich auf WP16 einen Dreher, konnte eine Beschädigung seines Toyota aber vermeiden.

WRC2: Greensmith führt vor Fourmaux, der für Action sorgt

In der WRC2-Wertung geht Gus Greensmith (Skoda) als Spitzenreiter in den letzten Tag. In dieser Klasse wurden am Samstag nicht sieben, sondern gar nur vier WPs gefahren. Grund: Der Rest der Vormittagsschleife (WP12-14) wurde infolge des Crashs von Esapekka Lappi und der daraus resultierenden Verzögerung für die WRC2-Autos gestrichen.

Zweiter im WRC2-Klassement ist Adrien Fourmaux (Ford) mit 31,6 Sekunden Rückstand auf Greensmith. Der Rückstand hätte geringer sein können. Denn auf der ersten WP des Tages (WP11) fing sich Fourmaux direkt eine Zehn-Sekunden-Strafe ein, weil er zu spät eingecheckt hatte.

Allerdings hätte der Rückstand auch deutlich größer sein können. Denn auf WP18 hatte Fourmaux Riesenglück, einen Überschlag mit seinem Fiesta gerade so vermeiden zu können. Er verlor auf dieser vorletzten WP des Tages zwar einiges an Zeit, liegt aber noch knapp vor Emil Lindholm (Skoda), der aktuell Dritter ist.

Mit vier Wertungsprüfungen auf Schotter, darunter die 35 Kilometer lange "Otates", geht die Rallye Mexiko am Sonntag zu Ende.

Motorsport-Total.com

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