RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Herbstrallye: 4 Pilotinnen!
Foto: Steffe

Die totale Girl-Power in Dobersberg

Ein Novum im heimischen Rallyesport: Gleich vier Pilotinnen starten bei der Herbstrallye - darunter auch Österreichs Pia Steffe.

Gleich vier Fahrerinnen (davon drei reine Damenteams) starten bei der Herbstrallye Dobersberg - mit dieser geballten Girl-Power liegt das Grande Finale der Austrian Rallye Challenge voll im internationalen Trend. Denn für die Zentraleuropa-Rallye (eine Woche nach der Herbstrallye Dobersberg) wurden vom Promotor der Rallye-WM drei Fahrerinnen ausgesucht, die dort mit Ford Fiesta Rally3-Boliden starten dürfen - bei dem Ausscheidungsverfahren nahmen Pilotinnen aus ganz Europa teil.

Eine der Gewinnerinnen ist die Deutsche Claire Schönborn - sie wird von jener Jara Hain navigiert, die zuletzt unserem Vierfach-Staatsmeister Simon Wagner aus dem „Gebetsbuch“ las. Claire Schönborn ist ganz offensichtlich mit Motorsport aufgewachsen, er ist quasi ihr natürliches Umfeld. Die Eltern der 25-Jährigen sind Bergrennfahrer - bereits im zarten Alter von drei Jahren saß Claire zum ersten Mal im Kart. Zunächst versuchte sie sich im Kart- und Auto-Slalom, avancierte danach zur „großen Hoffnung des deutschen Bergrennsports“ (Zitat berg-meisterschaft.de). Claire Schönborn hat aber auch ein Studium in Fahrzeug-System-Engineering absolviert und arbeitet als selbständige Renningenieurin im Motorsport. Bei der Herbstrallye Dobersberg wird sich Schönborn in jenem Ford Fiesta Rally3 „warmfahren“, mit dem sie eine Woche später ihr Debüt in der Rallye-Weltmeisterschaft gibt…

Die Ungarin Dorka Zagya wird bei der Herbstrallye ebenfalls einen Fiesta Rally3 pilotieren. Suzana Knapek aus der Slowakei ist bislang eher ein unbeschriebenes Blatt, zumindest im Rallyesport. In Dobersberg wird sie ihre erste Rallye fahren - in einem Nissan 350 Z.

Pia Steffe: „Möchte immer schneller werden!“

Inmitten dieser internationalen Girl-Power findet sich die Österreicherin Pia Steffe. Sie debütierte 2021 bei der Herbstrallye - als Copilotin ihres Vaters Günther Steffe. Ein Jahr später, ebenfalls bei der Herbstrallye, saß bereits Pia am Steuer und der Papa auf dem „heißen“ Sitz. Die 26-Jährige erzählt: „Mein Vater und ich kommen eigentlich aus der Drift Challenge, er wurde Allrad Drift Staatsmeister und ich habe ihm nachgeeifert.“

Nach nur einer Rallye als Pilotin wurde der Vater von Nina Spitaler als Copilot abgelöst, Pia lacht: „Der Papa war zu nervös. Und mit Nina hat es von Anfang an super gepasst. Sie ist meine Stammcopilotin.“ Bei ihrer Drift-Vergangenheit verwundert es wenig, dass Schotter der Lieblings-Untergrund von Pia Steffe ist.

Ihre Ziele formuliert Pia recht salopp: „Ich möchte einfach immer schneller werden. Und vielleicht auch international Karriere machen.“ Für internationale Beachtung dürfte bei der Herbstrallye auf jeden Fall gesorgt sein…

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

AARC, Vipavska Dolina: Bericht

Ungarische Festspiele in Slowenien!

24 Teams von AARC & AART waren angesagt, doch leider mussten der AARC-Vorjahrsieger Niki Schelle und auch die Italiener Cepek/Colja aus gesundheitlichen Gründen ihren Start absagen

Klassensiege gehen an Christian Schallenberg, Klaus Stöcker, Franz Zehetner u. Gerhard Mischka - Veranstaltung wurde trotz teilweise schlechtem Wetter am Samstag ein absoluter Publikumserfolg

Claire Schönborn startet in der ERC und im ADAC Opel GSE Rally Cup. Internationales Doppelprogramm: zwölf Rallyes, alle powered by Opel. Einsatzteam ist Stohl Racing aus Österreich.

ORM/ARC: ET König Judenburg Rallye

Judenburg wartet auf Simon Wagner und Co.

Die Arbeiten für den Stadtkurs bei der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau am 12. und 13. Juni sind in Planung / Im Rahmen von insgesamt 15 Sonderprüfungen fahren die Rallyestars heuer gleich drei Mal durch Judenburg

WRC Rallye Portugal: Nach SP14

Solberg stürmt im Regen an die Spitze

Heftiger Regen wirbelt die Rallye Portugal durcheinander: Oliver Solberg stürmt von Rang vier an die Spitze, Sebastien Ogier verliert überraschend Zeit