RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Angst vor steigenden Kosten Martin Sesks könnte in Chile einen Ford ohne Hybrid bekommen
Motorsport Images

Angst vor steigenden Kosten: Neue Sicherheitsrichtlinien für den Hybrid

WRC führt bei der Griechenland-Rallye neue Sensoren an der Hybrideinheit ein - Bei Crashs kann es für die Rally1-Teams teuer werden

Die Verantwortlichen der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) haben bei der Rallye Griechenland neue Sensoren an der Hybrid-Einheit der Rally1-Autos angebracht, die die Stärke von Crashs messen sollen. Da es klare Richtwerte gibt, wann eine Hybrideinheit nach einem Unfall repariert oder ausgetauscht werden muss, könnte es für die Teams nun teuer werden, denn bisher konnten die Ingenieure die Fehlermeldungen selbst zurücksetzen.

Das ist nun nicht mehr möglich, wenn die Sensoren Werte messen, die bestimmte Grenzwerte überschreiten. Ein Hybridaggregat darf nur dreimal mehr als 15 G und nur einmal mehr als 25 G aushalten. Werden diese Werte überschritten, muss der Hybrid zu Compact Dynamics geschickt werden. Dort wird er repariert, was Monate dauern kann.

Diese Regel gibt es schon seit der Einführung der Hybridantriebe im Jahr 2022, aber bisher wurden keine Messungen durchgeführt. Jetzt wird die Sicherheitsrichtlinie durchgesetzt, weil viele Einheiten Fehlermeldungen wegen der Krafteinwirkung ausgaben. Das sagt zumindest FIA-Straßensport-Direktor Andrew Wheatley.

Die Teams sehen sich nun gezwungen, eine teure Hybrideinheit als Ersatz zu kaufen, wenn die eingesetzte monatelang wegen Reparaturen ausfällt. In Finnland, so Wheatley, sei der Fehlercode einfach zurückgesetzt worden, egal was passiert sei. Dieses Verhalten der Ingenieure will der FIA-Direktor eindämmen. Deshalb gibt es jetzt klare Grenzen.

Wheatley weiß, wie aufwendig es ist, ein Hybridaggregat auf Schäden zu überprüfen. Das ist ein komplizierter Prozess und dauert entsprechend lange. Die Teams, so der FIA-Direktor, müssten nun entscheiden, welches Risiko sie eingehen wollen.

Laut Wheatley liegen aber viele Fehlermeldungen unter den Grenzwerten, sodass es kein Problem sei, den Hybrid weiter einzusetzen. Häufig sind Reifenschäden oder Schäden am Stoßdämpfer der Grund für die Meldungen.

Dennoch könnte es Konsequenzen geben: M-Sport soll sich aufgrund des Reglements entschieden haben, bei der Rallye Chile für Martin Sesks einen Ford Puma ohne Elektromotor einzusetzen. Allerdings könnte es noch weitere Änderungen an den Richtlinien geben, denn Wheatley spricht von einem Entwicklungsprozess. Die Entscheidung liegt jedoch auch beim Hersteller, der die Zuverlässigkeit seiner Teile kennt.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Tänak und Rovanperä zurück

Toyota enthüllt sein WRC-Aufgebot 2027

Toyota hat sein WRC-Aufgebot für 2027 vorgestellt: Ott Tänak und Kalle Rovanperä kehren zurück, während Sebastien Ogier zunächst nicht zum Kader gehört

ARC, Herbstrallye: Bericht Baumschlager

Sieg! Baumschlager / Zeltner triumphieren

Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager und Co-Pilot Thomas Zeltner krönten ihre Saison mit dem vielumjubelten Gesamtsieg bei der 29. Herbst Rallye!

Peter Klein Kolumne

Je größer die Schwierigkeit…

...die man überwindet, desto größer ist der Sieg! - motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erzählt von seinem neuerlichen Besuch bei Marcel Neulinger - sein Bericht klingt zuversichtlich...

Dieses Land könnte übernehmen

Rallye Dakar 2027 nicht in Saudi-Arabien

Die Rallye Dakar 2027 findet nicht wie geplant in Saudi-Arabien statt - Wegen der Sicherheitslage muss ein neuer Austragungsort her - Marokko gilt als Favorit

ARC, Herbstrallye: Bericht ZM Racing

Solide Leistung von ZM-Racing

Christoph Zellhofer auf Podium Dritter, Vater Max wurde Sechster. Damit beendete das Rallye Team seine bisher erfolgreichste Saison

MRC, Rallye du Valais: Bericht

Starker Sieg von Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain gewinnen bei der Rallye Internationale du Valais das Saisonfinale des Mitropa Rally Cup. Manuel Kößler verteidigt mit Copilot Benedikt Hofmann seine Meisterschaftsführung und gewinnt den Mitropa Rally Cup in seiner 61. Saison.