RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC-Reglement Die Rally1-Boliden werden 2025 wohl ohne Hybridantrieb fahren
Motorsport Images

WRC-Reglement: Hybrid-Abschaffung ab 2025 offenbar beschlossen

Die WRC-Kommission hat sich offenbar darauf geeinigt, ab 2025 in der Rallye-Weltmeisterschaft auf den Hybridantrieb in den Rally1-Autos zu verzichten

Die Hybrid-Ära in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) geht offenbar nach nur drei Jahren mit dem Ende der Saison 2024 zu Ende. Nach Informationen von Autosport, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, hat sich die WRC-Kommission des Automobil-Weltverbandes FIA am Dienstag (5. November 2024) darauf geeinigt, ab 2025 in den Rally1-Autos auf die Hybrideinheit zu verzichten.

Vorausgegangen war eine elektronische Abstimmung im Oktober 2024 im Vorfeld der Rallye Zentraleuropa. Eine offizielle Bestätigung der Entscheidung steht noch aus. Diese erfolgt voraussichtlich erst, wenn sie bei der nächsten Sitzung des Motorsport-Weltrats der FIA am 11. Dezember 2024 in Kigali formell abgesegnet wird.

Mit der Entscheidung geht eine monatelange Hängepartie in dieser Frage zu Ende. Im Februar 2024 hatte eine FIA-Arbeitsgruppe zunächst weitreichende Änderungen am Rally1-Reglement für die Saison 2025 vorgeschlagen, unter anderem den Verzicht auf Mildhybrid-Antriebe.

Doppelte Kehrtwende in Sachen Hybrid

Dies stieß jedoch auf deutlichen Widerstand der in der Rallye-WM engagierten Hersteller. Im Sommer 2024 wurde daher beschlossen, das aktuelle Rally1-Reglement inklusive Hybridantrieb bis einschließlich der Saison 2026 beizubehalten.

Die erneute Kehrtwende hängt nun vor allem mit einer neuen Wartungsvorschrift des Herstellers der Hybridantriebe zusammen, die seit der Akropolis-Rallye im September 2024 gilt. Dort hat der Hersteller Compact Dynamics festgelegt, dass die Hybrideinheit zur Überprüfung und Reparatur an den Hersteller geschickt werden muss, wenn sie entweder dreimal einer Aufprallkraft von mehr als 15g oder einmal einer Aufprallkraft von mehr als 25g ausgesetzt war.

Dieser erhöhte Wartungsaufwand ist für die Teams mit erheblichen Mehrkosten verbunden. M-Sport hatte argumentiert, dass mit diesem Mehraufwand ein wirtschaftlicher Betrieb der Rally1-Boliden nicht mehr möglich sei.

Alle Hersteller mit der Abschaffung einverstanden

"Wir würden sie [die Hybridantriebe] am liebsten abschaffen, weil wir sie nicht zu einem für M-Sport wirtschaftlichen Preis reparieren und betreiben können - wir reden hier von einigen Millionen Euro zusätzlich, und das ist etwas, womit wir nicht umgehen können", hatte Teamchef Richard Millener gegenüber Autosport erklärt.

Auch Toyota und Hyundai hatten sich in der Folge bereit erklärt, zum Wohle der Meisterschaft auf die ab der Saison 2022 eingeführten Hybridantriebe zu verzichten.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Mühlstein Rallye: Kurzbericht

Adam Brezik siegt beim Mühlviertler Rallye-Sommerfest

Der Tscheche Adam Brezik konnte erwartungsgemäß den Sieg bei der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor einfahren - doch dahinter kam es zu einem elektrisierenden Showdown im Kampf um das Podium. Platz zwei ging an Peter Hopf, Platz drei holte sich Lokalmatador Martin Rossgatterer.

ARC, Mühlstein Rallye: Obmann-Brief

Brief von ARC-Obmann Georg Gschwandner

ARC-Obmann Georg Gschwandner wendet sich in einem persönlichen Brief direkt an die Gemeinde der Austrian Rallye Challenge

ARC, Grasl Rallye Horn: PK

Pressekonferenz Grasl Rallye Horn

„Sei dabei, wenn Motorsport Geschichte schreibt!“ Unter diesem Motto steht ein Event, das tatsächlich das Zeug dazu hat, geschichtsträchtig zu werden.

Ogier kehrt nach Finnland-Crash zurück

"Bin bereit für Paraguay"

Sebastien Ogier hat sich von seinem schweren Unfall in Finnland erholt und bestätigt seinen Start bei der Rallye Paraguay: Kampf um Herstellertitel für ihn im Fokus

ARC, Mühlstein Rallye: Bericht Friesenecker

"Können auf Ergebnis stolz sein!"

Mario Friesenecker und Manuel Otter, erstmals gemeinsam im Ford Fiesta ST des Kellner und Maier Racing Teams am Start, blicken zurück auf die Mühlstein Rallye 2026.

ARC, Mühlstein Rallye: Bericht Friedl

„Jump und Flow"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 haben mit dem Autofun - Ford Fiesta Proto mit ambitionierter Fahrweise das beste Gesamtergebnis heuer eingefahren.