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Lavanttal-Rallye: Vorschau Schart
Foto: PAL Istvan Bence

Angelegenheit des Herzens

Nach dem frühen Ausfall bei der Rebenland-Rallye ist es der besondere Wunsch von Andreas Schart, die in Kürze stattfindende Lavanttal-Rallye stilgerecht und ergebnismäßig erfolgreich zu beenden. Denn gerade die Traditionsveranstaltung im Umland von Wolfsberg genießt bei dem Local Hero einen Sonderstatus der Extraklasse. Was vor Allem von den Fans mental eifrig unterstützt wird, die im gleichen Gebiet ihren Wohnort haben. Von denen wiederum Stefan Freidl eine Sonderstellung inne hat: Er gibt sich als Copilot die Ehre.

Der Start in die Rebenland-Rallye während der März-Mitte dieses Jahres begann zwar hoffnungsvoll (viertbeste Zeit in der Kategorie 8), ein abrupt einsetzender Motoren-Stillstand auf der dritten Prüfung und ein daraufhin erfolgter Ausritt störten das Programm jedoch massiv. Zwar hatte der Wagen keinen Schaden als Folge des Zwischenfalls genommen, und es ließ sich der Motor auch wieder starten. Der Öl- und Kühlwasserkreislauf zeigten sich jedoch so stark überhitzt, daß beim nächstfolgenden Service Schluß gemacht wurde, um ein weiteres Risiko zu vermeiden.

Damit hatte sich gezeigt, daß die Bemühungen, eine Motor-Revision in Eigenregie vorzunehmen, die bisher auch immer klaglos funktioniert hatten, an diesem Mal nicht die beabsichtigte Wirkung gezeigt hatten. Ein Kapital-Schaden am Triebwerk, das war keinesfalls geplant. Nach eigener Einschätzung war es im Nachhinein betrachtet ein Axiallager der Kurbelwelle, das falsch eingebaut worden war und den Ausfall im Rebenland verursacht hatte. Fortan kümmerte sich auch hier das Race Rent Austria-Team von Wolfgang Schmollngruber um eine professionelle Instandsetzung, wobei gleich ein taufrisches Triebwerk inklusive aller nunmehr zugelassener Updates transplantiert wurde. Ein erstes kurzes Einfahren brachte Andreas Schart die Bestätigung, daß das altbekannte Fahrgefühl und Ansprechverhalten wieder gegeben ist. Samt der plangemäßen Leistungssteigerung. Fazit: „Die Prinzessin läuft perfekt!“

Unter diesen Voraussetzungen kann davon ausgegangen werden, daß Andreas Schart die diesjährige Lavanttal-Rallye mit einer Extra-Portion Ehrgeiz begehen wird. Schließlich will er nicht nur sich selbst und seinem Partner-Team, sondern auch seinen eifrigen Gönnern etwas beweisen, die ihm in der hektischen technischen Umbau-Phase unterstützend zur Seite gestanden sind. Es ist zudem der erste gemeinsame Auftritt mit Stefan Freidl, und es ist keinesfalls nur der beinahe identische Jahrgang und die örtliche Nähe (Stefan ist Landwirt im ebenfalls im Lavanttal gelegenen St. Michael), die die beiden miteinander verbindet. Auch was die Einstellung zum Sport betrifft, so sprechen sie eine gemeinsame Sprache. Zwei kurze, aber ausgesprochen erlebnisreiche Jahre im Cockpit des BMW von Günther Joham waren eine sehr aussagekräftige „Testphase“. Nun schließt Stefan sich [ANDA]STEER-RACING als Copilot an – die perfekte Krönung einer langjährigen innigen Freundschaft.

Die erneute Chance, gegen die bekannten starken Konkurrenten der Kategorie 8 anzutreten, wird Andreas Schart sicher sehr energisch nützen, einen Podestplatz will er in jedem Fall anstreben. Ein trockenes Wetter mit guten Anreizen für die Rallyefans, zahlreich an den sportlichen Schauplätzen zu erscheinen, würde die gute Stimmung sicher begünstigen. Und Andreas zusätzlich zur erhöhten Highspeed-Performance antreiben. Überhaupt spricht seine Einstellung für seine Gastfreundschaft und mentale Nähe zu seinen Anhängern. „Unser Service ist für Jeden geöffnet, kommt uns besuchen!“

Nicht nur die sportliche Zielstrebigkeit ist den schnellen Lavanttalern eine Herzensangelegenheit, wie man erkennen kann.

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