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50 Jahre Fuglau
Foto: Archiv Walter Handl

Feier zum 50. Geburtstag

Am 1. und 2. Juni feiert die MJP-Arena Fuglau (vormals Nordring) ihr 50-jähriges Bestehen. Grund genug, um die Rennstrecke mit einem Lauf zur Rallycross-Staatsmeisterschaft und zur Zentraleuropa-Meisterschaft hochleben zu lassen.

„Es hat sich Stück für Stück entwickelt, zu Beginn war nichts befestigt, wenn’s geregnet hat´, sind wir im Gatsch gestanden“, erzählt Franz Wurz von den Anfängen der Rennstrecke in Fuglau. Der Kartoffelacker musste Anfang der 1970er-Jahre erst einer Schottergrube und dann einer Rennstrecke weichen. „Ich habe mit dem Traktor eine Bahn ausgeschoben, darauf sind wir mit Autos herumgefahren. Irgendwann ist dann der Franz Wurz vorbeigekommen, der meinte: ‚Jetzt bringen wir Rallycross ins Waldviertel‘“, führt der ehemalige Betreiber und Gastwirt Franz Eisenhauer aus. Sein Vater war damals Bürgermeister von Fuglau – gemeinsam mit seinem Onkel stellte er das Grundstück zur Verfügung. Nach einigen Autocross-Rennen auf dem sogenannten „Muckgrubenring“ wurde für das erste Rallycross eine komplett neue Strecke entworfen – hier gab Franz Wurz den Streckenverlauf vor. Sein Freund und Rallye-Beifahrer Franz Zögl war der erste Vorsitzende vom neu gegründeten Motorsportclub Waldviertel, der als Bauherr auftrat.

Jungfernfahrt

Am 1. Mai 1974 folgte dann das erste Rallycross-Rennen – Sieger war Franz Wurz im VW Käfer. Sicherheitsgurte-Hersteller Britax gab in den ersten Jahren der Rennstrecke den Namen – danach folgte die Umbenennung in Nordring als Anlehnung an die nördlichste Strecke von Österreich. Bei insgesamt zwölf Europameisterschaftsläufen kamen bis zu 10.000 Zuseher ins Waldviertel. Nach seiner Pensionierung verkaufte Eisenhauer die Rennstrecke 2016 an den Unternehmer und drei-fachen Rallycross-Staatsmeister Max Pucher, der die Piste bis heute betreibt. Neben Rallycross-Rennen finden aktuell noch Läufe zur Supermoto-Staatsmeisterschaft sowie Trackdays, Slaloms und auch der beliebte 3-Stunden-Cup statt. „Ich wollte immer, dass auf dem Gelände Motorsport betrieben wird, heute ist mehr los als vor 30 Jahren“, bemerkt Franz Eisenhauer zufrieden.

Ab in die Moderne

Mit dem Lauf zur FIA Zentraleuropa-Meisterschaft kommt eine international etablierte Serie zu den Rennen am 1. und 2. Juni. In der Königsklasse bei den Supercars gilt der vier-fache Zentraleuropa-Meister Zbigniew Staniszewski (Ford Fiesta) als absoluter Top-Favorit. Am Samstag und am Sonntag wird je ein eigens gewerteter Lauf zur Staatsmeisterschaft gefahren – am Samstag finden zudem erstmalig in Österreich gleich vier Qualifikationsläufe statt. In den Pausen werden die Zuseher auch einige legendäre Hundeknochen-Escorts bewundern können. Ex-Rallycross-Staatsmeister Peter Ramler bringt außerdem einen pfeilschnellen Audi A1 für einige heiße Demo-Runden in die MJP-Arena. Nennschluss für die Teilnehmer ist am 25. Mai 2024.

Tickets vergünstigt im Vorverkauf

Eintrittskarten können online unter freies-fahren.at erstanden werden. Das Wochenend-Ticket kostet im Vorverkauf 25 Euro, an der Tageskasse 30 Euro. Für Samstag kostet das Vorverkaufsticket 15 statt 20 Euro, für Sonntag 20 statt 25 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Der Zutritt zum Fahrerlager ist im Ticketpreis inkludiert, hier haben alle Besucher die Möglichkeit, direkt mit ihren Idolen in den Austausch zu treten und Fotos sowie Selfies zu machen – an der Rennstrecke selbst können sich die Besucher an allen gekennzeichneten Stellen um den Kurs frei bewegen.

Ganztagsprogramm und Taxifahrten

Die Freien Trainings beginnen Samstag (1. Juni) um 8:30 Uhr. Die ersten Rennen mit den Vorläufen starten noch am Vormittag um ca. 11 Uhr. Nach der Mittagspause gehen die Vorläufe weiter – und gipfeln mit dem Semifinalis und Finalläufen. Am Sonntag startet der nächste komplette Renntag – diesmal sind auch alle Boliden der Zentraleuropa-Meisterschaft am Start. Der Renntag geht ebenfalls um 8:30 Uhr mit dem Freien Training los – wie am Samstag startet der erste Vorlauf um ca. 11 Uhr. In der Mittagspause werden zudem historische Rennwagen aus den verschiedensten Epochen des Motorsports zu bewundern sein, zusätzlich werden auch Taxifahrten angeboten.

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