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WRC, Sardinien: Nach SP9 Sebastien Ogier hat bei der Sardinien-Rallye wieder die Führung übernommen
Toyota Gazoo Racing

Ogier wieder in Führung: Fourmauxs Siegtraum platzt dramatisch!

Das Drama bei der Rallye Sardinien geht weiter: Adrien Fourmaux muss seinen Kampf um den Sieg nach einem Albtraum-Vormittag aufgeben

Sebastien Ogier führt die Rallye Italien auf Sardinien weiterhin an, nachdem er seinen Vorsprung zwischenzeitlich im Staub von Adrien Fourmaux eingebüßt hatte - dessen Hoffnungen auf den ersten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2025 am Samstagvormittag jäh geplatzt sind.

Ogier hatte seinen Vorsprung von 2,1 Sekunden über Nacht nach dem Gewinn der ersten Samstagsetappe auf 7,4 Sekunden ausgebaut, bevor auf der achten Prüfung (Lerno bis Su Filigosu 1 über 24,34 Kilometer) das Unglück seinen Lauf nahm.

Fourmaux traf auf einen Stein, der in seinen Pacenotes nicht vermerkt war, und zog sich nach fünf Kilometern auf der rauen Schotterprüfung einen Reifenschaden vorne rechts zu. Zunächst fuhr er weiter, entschied sich dann aber bei Kilometer 16 zum Radwechsel an seinem Hyundai i20 N Rally1.

Zwar setzte Fourmaux seine Fahrt nach einem rund zweiminütigen Radwechsel fort, doch befand er sich nur etwa einen Kilometer vor Ogier auf der Strecke. Dessen Sicht war durch den aufgewirbelten Staub stark beeinträchtigt, was ihn daran hinderte, das Tempo hochzuhalten. Infolgedessen verlor Ogier 29,7 Sekunden auf Hyundai-Pilot Ott Tänak, der die Bestzeit fuhr und sich damit von Rang 3 zwischenzeitlich an die Spitze des Gesamtklassements setzte.

Nach einem Protest berechneten die Veranstalter rasch eine Korrekturzeit für Ogier, um dessen Zeitverlust durch den Staub von Fourmaux zu kompensieren. Das brachte den achtmaligen Weltmeister zurück an die Spitze. Ogier gewann anschließend auch die neunte Prüfung - die letzte der Vormittagsschleife - und baute seinen Vorsprung auf Tänak auf 15,0 Sekunden aus.

Tänak war auf dem ruppigen letzten Test des Vormittags um 10,5 Sekunden langsamer als Ogier, nachdem er sich einen Riss im rechten Hinterreifen zugezogen hatte. Glücklicherweise musste er das Rad nicht wechseln und erreichte die Prüfung dennoch.

Toyota-Pilot Kalle Rovanperä rückte nach Fourmauxs Reifenschaden auf Rang drei vor (+37,5 Sekunden]. Der zweimalige Weltmeister fühlte sich nach umfangreichen Set-up-Änderungen über Nacht deutlich wohler am Steuer. Rovanperä war als Fünfter in den Tag gestartet und hatte bereits nach der siebten Prüfung Rang 4 von Teamkollege Sami Pajari übernommen.

Pajari zeigte eine starke Vorstellung auf Sardinien und behauptete trotz einer Berührung mit Bäumen in der neunten Prüfung den vierten Platz. Sein Vorsprung auf den Gesamtführenden der Meisterschaft, Elfyn Evans, betrug 1:05.3 Minuten. Evans arbeitete sich nach seinem Zeitverlust von 1:09.8 Minuten am Freitag, als er die Strecke eröffnen musste, auf Rang 5 vor. Und Toyotas Takamoto Katsuta belegte Rang 7, nachdem er am Freitag Zeit durch einen langsamen Überschlag verloren hatte.

Für Fourmaux nahm das Unheil kein Ende: Er wurde durch eindringenden Staub im Cockpit abgelenkt, kam in der neunten Prüfung von der Strecke ab und landete in den Bäumen. Zwar konnte er weiterfahren, verlor jedoch nach einem weiteren Ausrutscher nochmals Zeit und beendete die Prüfung mit einem Rückstand von 55,1 Sekunden. Damit fiel der Franzose auf Rang 9 im Gesamtklassement zurück, 4:36.6 Minuten hinter Ogier.

Thierry Neuville (Hyundai) sowie die M-Sport-Piloten Josh McErlean und Gregoire Munster kehrten nach ihren Ausfällen am Freitag ins Rennen zurück. Munster hatte am Samstagvormittag allerdings mit Bremsproblemen an seinem Ford Puma zu kämpfen.

Am Nachmittag steht für alle Teams eine Wiederholung der drei Prüfungen auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

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