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Fast 5.000km, zwei Marathons Die Rallye Dakar: Es gibt es Änderungen für die 2026er-Ausgabe
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Fast 5.000 Kilometer, zwei Marathons: So hart wird die Rallye Dakar 2026

Eine Rekord-Distanz von fast 5000 Kilometern und zwei Marathon-Etappen sollen die Dakar 2026 härter als je zuvor machen - Das ändert sich komplett

Die Rallye Dakar 2026 wird ein radikal anderes Gesicht als die Vorjahre haben. Die Organisatoren (ASO) haben die umstrittene 48-Stunden-Etappe und die massive Durchquerung des Empty Quarter, zwei Schlüsselelemente der letzten Ausgaben, für die kommende Edition gestrichen.

Die siebte Ausgabe in Saudi-Arabien, die vom 3. bis 17. Januar stattfindet, soll laut Dakar-Direktor David Castera dennoch eine der härtesten der modernen Ära werden, unter anderem durch eine Rekord-Distanz an Wertungskilometern und zwei Marathon-Etappen.

Castera zieht den Stecker: Fairness statt Strategie

Der Hauptgrund für die Abschaffung der zermürbenden 48-Stunden-Etappe sind die strategischen Spielchen, die sie ausgelöst hat. Castera erklärte, dass das Format zu Problemen bei der Startreihenfolge führte, insbesondere in der Auto-Kategorie.

"Wir hatten ein kleines Problem, hauptsächlich bei den Autos", so Castera. "Es geht um Strategie, Startreihenfolgen und so weiter. Eine 48-Stunden-Etappe hilft mir in dieser Hinsicht nicht viel."

Das Problem: Viele Top-Fahrer ließen sich absichtlich zurückfallen oder hielten gegen Ende der Etappen an, um am nächsten Tag eine bessere Startposition zu ergattern. "Also habe ich sie entfernt", so Castera. "Wir werden sehen, ob wir später eine andere Lösung finden."

Auch das Fehlen des Empty Quarter, das bereits im Juni angedeutet wurde, sieht Castera gelassen. Obwohl dies "etwas weniger Dünen" bedeutet - konkret eine Dünenetappe weniger als im Vorjahr - habe dies die Teilnehmer nicht abgeschreckt. Im Gegenteil: "Jeder wusste es vor der Anmeldung, und wir haben tatsächlich mehr Teilnehmer. Die Dakar ist groß und stark, mit oder ohne Empty Quarter."

Härter als je zuvor? Rekord-Kilometer und zwei Marathons

Wer nun eine leichtere Dakar erwartet, irrt sich. Die Ausgabe 2026 soll die Schwierigkeit über die reine Distanz definieren. "Hier liegt die Schwierigkeit anders als in den vergangenen Jahren, denn hier ist der Schlüsselfaktor die Anzahl der Kilometer", betont Castera.

Mit fast 5.000 Kilometern an Wertungsprüfungen (WP) erreicht die Dakar 2026 einen neuen Höchstwert in der Saudi-Arabien-Ära. Konkret sind es 4.480 WP-Kilometer für die Autos (Gesamt: 7.994 km) und 4.748 WP-Kilometer für die Motorräder (Gesamt: 7.906 km).

Als Ersatz für die 48-Stunden-Prüfung kehren zwei vollwertige Marathon-Etappen in den Routenplan zurück:
- Erste Marathon-Etappe (7. & 8. Januar): Diese findet bereits in der ersten Woche statt und führt von AlUla nach Hail.
- Zweite Marathon-Etappe (13. & 14. Januar): In der Schlussphase der Rallye müssen die Teilnehmer von Wadi Ad-Dawasir nach Bisha ohne fremde Hilfe auskommen.

Die Route der Dakar 2026

Die Rallye beginnt am 3. Januar mit dem Prolog in Yanbu und endet am 17. Januar ebenfalls in dieser Region. Der Ruhetag ist für den 10. Januar in Riad angesetzt.

Interessanterweise finden die längsten Etappen nach dem Ruhetag statt. Am 11. Januar (Etappe 7) müssen die Teilnehmer 462 WP-Kilometer auf dem Weg nach Wadi Ad-Dawasir bewältigen (Gesamtstrecke: 876 km). Nur einen Tag später folgt eine weitere Prüfung über 481 Kilometer in derselben Region.

Motorsport-Total.com

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