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ARC, Vipavska Dolina: Bericht Nothdurfter
Foto: Wolfgang Schmollngruber

Löwen-Anteil am Spaß

Am zweiten Mai-Wochenende gönnte sich Alfons Nothdurfter einen weiteren vergnüglichen Rallye-Ausflug, der ihn nach Slowenien führte. Die für ihn bis dahin unbekannte Rally Vipavska Dolina endete für ihn und seinen steirischen Copiloten Christian Roschker mit einem vierten Platz in der Prototypen-Kategorie und dem Gewinn von einigen Punkten in der Austrian Rallye Challenge sowie der AARC. Aber am Allerwichtigsten war eigentlich der Gewinn durch die Fahrfreude.

Auch als langjährig praktizierender Rallye-Teilnehmer kann man noch große Lust am kontrolliert schnellen Autofahren haben. Das hat man beim Start von Alfons Nothdurfter bei der Rally Vipavska Dolina LEONE in Slowenien einmal mehr gesehen. Und einmal mehr durfte Christian Roschker die ganze „Hetz“ direkt live miterleben. Die selektiven Wertungsprüfungen kamen der Lust auf Spektakel innerhalb wie außerhalb der Cockpits zusätzlich entgegen.

Daß es bei dem lustvollen, bunten Leben auch zu Mißgeschicken kommen kann, ist zwar nicht Teil des Plans, kann aber immer einmal vorkommen. So wie auf der Eröffnungsprüfung „Klan?ar Žerjavi“, wo mehrere Runden direkt durch eine Kleinstadt zu drehen waren. Als es für Alfons Zeit war, loszufahren, ging der Motor für kurze Zeit aus. Der Zeitverlust hatte keine gravierende Auswirkung auf das Ergebnis – außer auf dieser klassischen Publikumsprüfung. Der ersten und letzten Station der Freitages-Rallye-Etappe.

Die weiteren Prüfungen liefen problemlos, auch das Auto zeigte sich durchgehend sehr standfest. Alfons und Christian fanden großes Gefallen an den Rallyestrecken, die zwar nicht im Untergrund (durchgehend Asphalt), aber in den Grip-Verhältnissen sehr oft wechselten. Man mußte also schon ein wenig auf Zack sein, um im richtigen Moment den passenden Kompromiß zwischen schwungvoller Drift-Akrobatik und maßvoller Zurückhaltung zu finden. Als hilfreiches Positivum war zu erkennen, daß die Fahrbahnen auch beim letzten Befahren noch äußerst frei von Verunreinigungen waren. Auch wenn relativ wenige Streckenbegrenzungs-Barrieren errichtet worden waren, um Bankettschäden vorzubeugen.

So fühlten sich Alfons Nothdurfter und Christian Roschker während des gesamten Rennverlaufs sehr wohl auf der Strecke, auch wenn es platzierungsmäßig noch nicht ganz nach Wunsch lief. Zeitenmäßig war schon während der gesamten Rallye zu beobachten, daß ein Podestplatz aus eigener Kraft nicht zu erreichen wäre. Viel Angriffslust war dennoch dabei, und das Jagen über die fahrerisch sehr spannenden Prüfungen hatte großen Spaß bereitet. Für Alfons selbst war es offensichtlich, daß Zeiten-mäßig noch Luft nach Oben wäre: „Das Auto lief einwandfrei, aber wir waren einfach zu langsam – dieses Wochenende.“ Aber auf der anderen Seite auch: „Kein Kratzer am Auto.“. Und ebenfalls noch wichtig: „Nichtsdestotrotz haben wir gute Punkte gemacht – in der ARC und im AARC.“ Ein Blick auf die aktuelle Punktetabelle verrät: Das Team Nothdurfter/Roschker liegt zur Zeit an der guten vierten Stelle der Wertung ARP der Austrian Rallye Challenge. Zudem gab es den fünften Platz in der Alpe Adria Trophy.

In der nächsten Zeit stehen für Alfons Nothdurfter einige Termine mit unterschiedlichen Aufgaben-Schwerpunkten auf dem Programm: Für das Alpenfahrt-Revival vom 15. bis 17. Mai ist eine Teilnahme mit dem Simca 1000 geplant, die ET König-Rallye im Murtal wird diesmal der zeitgleich stattfindenden Kitzbüheler Alpenrallye Platz machen müssen, wo Alfons mit einigen administrativen Tätigkeiten betraut sein wird. Aber auch sportlich wird er den MSC Kitzbühel recht bald wieder vertreten. Während der Autoslalom-Bewerb bei Steyr bereits so gut wie sicher als nächster Renn-Event feststeht, der am Pfingstsonntag laufen wird, ist die Grabfeld-Rallye aus derzeitiger Sicht eine Option, die noch nicht endgültig getroffen wurde. Ziemlich eindeutig ist schon eine Entscheidung gefallen hinsichtlich der Rallye Weiz, die immer wieder mit einigen Besonderheiten lockt. Für einen langgedienten Fahnenträger des Sports wie Alfons Nothdurfter fast ein Muß, dort im Wettbewerb zu erscheinen.

Langweilen wird er sich auch in den kommenden Wochen und Monaten sicher nicht. So viel steht fest.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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