3 Städte Rallye: Bericht | 10.10.2026
Neubauer deklassiert DRM-Spitze
Beim Comeback der 3 Städte Rallye triumphierte Hermann Neubauer über die versammelte DRM-Spitze. BRR-Pilot Albert von Thurn und Taxis fuhr sensationell.
Noir Trawniczek
Die 3 Städte Rallye ist zurück. Drei Jahre lang wurde unter dem Namen „Central European Rally“ ein WM-Lauf über drei Länder (Deutschland, Tschechien, Österreich) abgehalten - am Wochenende gab die originale ADAC 3 Städte Rallye ein Comeback als Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM), dem Kongenial zur heimischen TEC7 ORM.
Es ist kein großes Geheimnis, dass die 3 Städte Rallye für 2027 als mögliches ORM-Finale gehandelt wird. Während bei der letzten Ausgabe der CER kein einziges Team aus Österreich starten wollte, kamen zum Comeback unter anderen sogar die aktuell Erfolgreichsten: ORM-Staatsmeister Hermann Neubauer und ORM2-Staatsmeister Christoph Zellhofer.
Nach drei Sonderprüfungen führte der aktuelle Tabellenleader der DRM, Marijan Griebel (Co Emma Kremer/Skoda Fabia RS Rally2) 1,1 Sekunden vor Hermann Neubauer und Ursula Gassner im Toyota GR Yaris Rally2. Auf der letzten Freitagsprüfung (SP4) konnte Neubauer mit einer Bestzeit die Führung übernehmen, die er fortan nicht mehr hergab.
Am Ende triumphierten Neubauer/Gassner mit einem Vorsprung von 38,1 Sekunden auf Albert von Thun und Taxis/Jara Hain (BRR Skoda Fabia RS Rally2) sowie 53 Sekunden vor Philip Geipel (Co Jennifer Lerch/Toyota). Marijan Griebel landete auf Platz fünf. Neubauers Triumph gegen die versammelte DRM-Elite zeigt einmal mehr, wie hochwertig die Performance an der Spitze der TEC7 ORM einzuordnen ist.
Sensationell fuhr auch der erwähnte Deutsche Albert von Thun und Taxis, dessen Skoda von Baumschlager Rallye & Racing betreut wurde. Der 43-jährige Fürst verfügt seit seinem Wechsel zu BRR über eine steile Lernkurve, die nicht enden mag. So konnte er bei der 3 Städte Rallye vor allem am Samstag mächtig zulegen, vier Bestzeiten in den Asphalt brennen und letztendlich mit Jara Hain den großartigen zweiten Platz belegen.
Christoph Zellhofer und Anna Maria Seidl belegten im ZM Racing Ford Fiesta Rally2 den etwas farblosen achten Platz. Günther Königseder und Stefanie Stütz kämpften offenbar mit technischen Problemen an ihrem historischen Lancia Delta Integrale, konnten die Rallye jedoch auf Gesamtrang 35 abschließen. Das Waldviertler Wurmbrand Racing Team belegte mit dem Ehepaar Timo und Jasmin Weigert im Renault Clio Rally3 Platz 19.

















