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ARC, Herbstrallye: Bericht Wanko
Foto: Lisa Lunzer

Glücksfall trotz Ausfalls

Auch wenn es mit einem Ergebnis in Wertung knapp nicht geklappt hat, war der Umstieg von Mario Wanko auf eine stärkere Motorisierung als bisher gewohnt ein Erfolgserlebnis. Die Zeiten, die er gemeinsam mit Eva Kollmann herausfahren konnte, waren ermutigend, auch wenn es durch ein Mißgeschick zu einem herben Platzverlust und später zu einem Ausfall gekommen war. Die Lust auf einen neuerlichen Versuch wurde auf jeden Fall geweckt. Nicht zuletzt aufgrund einiger Klassenbestzeiten bei der Premiere, trotz harter Gegner.

Es war ein spannendes, von viel Vorfreude getragenes Erlebnis für Mario Wanko, zum ersten Mal mit Turbo-Power in einen Rallye-Wettbewerb zu gehen. Noch dazu, wo es zu Hause bekanntermaßen am Schönsten ist und die Herbstrallye seit Jahren als Saisonhöhepunkt im österreichischen Rallye-Kalender gilt. Selbst die Ungewißheit, wie sich die geänderten Anforderungen und Voraussetzungen im Ergebnis erkennbar machen würden, konnte der Motivation keinen Abbruch tun.

Die auf der ersten Wertungsprüfung geschaffte Zeit zeigte bereits, daß man gut im Rennen war: Mario und Eva Kollmann, die das Auto schon von früher kannte, fanden sich auf der 48. Position in der Gesamtwertung wieder, was angesichts der starken sportlichen Beteiligung nicht nur für den Anfang schon recht gut war. Wie hoch die Leistung wirklich einzuschätzen war, zeigte vor Allem das Ergebnis in der Klasse 7.3, wo die Waldviertler immerhin auf zwölf Gegner gestoßen waren. Hier wurde gleich einmal mit einer drittbesten Zeit ein aussagekräftiges Zeichen gesetzt.

Nach Niederedlitz ging es auf Hohenwarth, auch eine Traditionsprüfung, die wie in den alten Tagen der Semperit-Rallye hohe Ansprüche setzte. Hier konnten Mario Wanko und Eva Kollmann mit einer zweitschnellsten Zeit in der Klasse auch in der Zwischenwertung auf den zweiten Platz aufsteigen. Sogar das große Glücksgefühl einer Klassen-Bestmarke blieb nicht aus: Auf der Prüfung Niederedlitz – Münchreith II gelang es sogar, dem in der Kategorie 7.3 dominierenden Mario Friesenecker im Ford Fiesta M1 eine Bestzeit abzujagen. Was zwar dessen Führung nicht gefährdete, aber doch das Bewußtsein gestärkt hatte, daß man eine gute Wettbewerbsqualität zeigt.

Dies bestätigte sich auch dadurch, daß Mario Wanko und Eva Kollmann dem Golf IV TDi auf der Prüfung Lexnitz – Hohenwarth II zu einer weiteren Klassenbestzeit verhelfen konnten. Und den Vorsprung von Mario Friesenecker und Manuel Otter ein weiteres Mal anknabberten. Es gelang hier mit Position 43 auch die beste Zeit in der Gesamtwertung.

Daß die Konkurrenz nicht schläft, zeigte sich ebenso auf der ersten Nachmittagsprüfung: Mario Friesenecker bestätigte auf Brunn – Pfaffenschlag I mit einer weiteren fulminanten Bestzeit seinen Führungsanspruch, während von hinten Harald Ruiner mit dem schwereren, aber kraftstrotzenden Nissan 350Z heranstürmte. Hier konnte sich jedoch das Golf-Team knapp durchsetzen und behielt seinen schon recht komfortablen Vorsprung.

Der bis dahin recht erfrischende Rennverlauf wurde jäh beendet, als es auf der sechsten Prüfung auf einem Abzweig zu einem Ausritt gekommen war. Offenbar als Folge einer nicht ganz glücklich getroffenen Reifenwahl. Es brauchte zwar nur einige wenige Minuten, um von der Ackerfurche loszukommen, aber die waren massiv rennentscheidend. Aus dem zweiten Platz in der Klasse, mit noch theoretischen Chancen auf den Sieg, wurde geradewegs die Position Neun.

Ganz klanglos wollte man die Rallye aber nicht zu Ende führen, und so erlebte die Klasse 7.3 auf dem zweiten Durchlauf der besonders Action-reichen Prüfung Brunn – Pfaffenschlag eine weitere Bestzeit der Waldviertel-Formation Wanko/Kollmann. Der mittlerweile siebente Platz im Zwischenklassement wäre nicht mehr zu verbessern gewesen, dennoch war das Bemühen da, die geleistete Gesamt-Performance beizubehalten. Mit negativen Folgen leider für den Schlauch des Ladeluftkühlers, weil wieder einmal zu einem unrechten Zeitpunkt die Reifen den Halt verloren hatten. Und für das Endergebnis, das sich als Ausfall bemerkbar gemacht hatte.

Der Eindruck einer Vorstellung, die alles Andere als glanzlos war, läßt dennoch große Freude im gesamten Team aufkommen. Das Auto von Hannes Hofstetter hat sich als sehr belastbar erwiesen, die Fahrleistungen hat Mario sehr effizient nützen können, wie die Zeitauswertungen beweisen. Gemeinsam mit Eva Kollmann, als Beifahrerin stets hilfreich zur Seite, hat sich hier ein echtes Winning Team gefunden, das durch helfende Begleiter aus Familie und Freundeskreis perfekt unterstützt wird. Ihnen gilt ebenso ein großer Dank wie den unterstützenden Sponsoren und Gönnern. Die endgültige Bestätigung des Erfolgskurses durch eine Auszeichnung auf dem Podest fehlt zwar noch. Nach Allem, was sich bei der Herbstrallye 2026 gezeigt hat, scheint es jedoch maximal Formsache zu sein, diese auch zu bekommen. Der erste Versuch war sicher nicht der letzte.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

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