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ORM/ARC, OBM Rallye: Vorschau ARC
Foto: Harald Illmer

Gerolf Schuller will die Führung zurückerobern

In Abwesenheit des ARC-Leaders Johann Georg Lindner möchte Gerolf Schuller bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye die Führung in der Clubmeisterschaft zurückerobern. Von den 43 Startern bei der letzten ORM/ARC-Kombi-Rallye sind 26 ARC-Teams am Start.

Am kommenden Wochenende (28. & 29. August) steigt die OBM Land der 1.000 Hügel Rallye - es ist die letzte kombinierte ORM/ARC-Rallye dieser Saison. Während die TEC7 ORM auf den Sonderprüfungen rund um das niederösterreichische Krumbach ihr Grande Finale begeht, ist es für die Austrian Rallye Challenge die siebte von insgesamt neun Rallyes im Kalender.

In den bisherigen sechs Rallyes hat sich im Kampf um die Clubmeisterschaft (Gruppe ARC, Klassen C1 bis C4) ein spannendes Duell ergeben zwischen Johann Georg Lindner, der mit Gina Schütter einen historischen Ford Escort RS1600 pilotiert und Gerolf Schuller, der späte Quereinsteiger, der 2023 seine erste Rallye fuhr und mit Kathrin Redlingshofer-Milev einen Mitsubishi Lancer Evo V steuert.

In der ARC-Tabelle führt Lindner mit 170,5 vor Schuller mit 145,5 Punkten. Für die Clubmeisterschaft werden die sechs besten Ergebnisse herangezogen - ab jetzt spielen also auch Streichresultate eine Rolle. Und: Lindner wird die OBM Land der 1.000 Hügel Rallye nicht absolvieren - für Gerolf Schuller also die beste Chance, den Punkterückstand von 25 Zählern zu reduzieren oder gar die Führung zurückzuerobern…

Doch dazu muss Schuller nicht nur in der ARC-Gruppe sondern vor allem auch in seiner Klasse C1 einige sehr starke Konkurrenten bezwingen. Gleich sechs Teams starten neben Schuller/Redlingshofer-Milev in dieser Klasse. Wie ordnet Schuller seine Mitbewerber ein?

Da wäre etwa der junge Jan Dolzer, der mit 107,5 Punkten auf Platz drei der ARC liegt und mit Victoria Praschinger einen von Magnus Racing eingesetzten Subaru Impreza WRX STI R4 pilotiert. Gerolf Schuller sagt: „Wir sind in etwa gleich schnell - das müsste passen.“ Auch Robert Zitta, der einen weiteren Magnus Racing Subaru steuert, gehört zu den Konkurrenten.

Eine „harte Nuss“ wird Rene Kiehtreiber - Kiehtreiber, der mit Christian Eisenmagen wie Schuller einen Mitsubishi Lancer Evo V pilotiert, spielt in der Clubmeisterschaft keine Rolle mehr, doch im Normalfall wird er wohl vor Schuller liegen: „Rene ist extrem schnell und verfügt über eine unglaubliche Fahrzeugbeherrschung. Vom Speed her ist er sicher vorne.“

Als „absolute Gefahr“ bezeichnet Schuller auch Alexander Strobl, der mit Edel-Copilotin Cathy Schmidt sein Ford Escort Cosworth WRC pilotieren wird. Strobl liegt in der ARC mit 99 Punkten auf Platz vier und in der Auszugswertung der Historischen mit Allradantrieb, der ARCH 4WD, führt er mit 47 Punkten vor dem Ehepaar Patrik und Verena Gaubinger (Audi quattro Gr.4) mit 20,5 Punkten. Die Gaubingers schätzt Schuller ebenfalls „um eine Spur schneller“ ein…

Dazu kommt noch Günther Königseder, der nach einer Pause nun wieder seinen schwarz-goldenen Lancia Delta Integrale 16V zünden wird. Schuller: „Ein extrem starker Fahrer - und sein Auto ist voll cool.“

Und so bilanziert Gerolf Schuller: „Es sind lauter verschiedene Fahrer, die alle ihre Qualitäten haben. Ich darf jedenfalls ganz sicher nicht bummeln - ich kann mich auf keinen Fall zurücklehnen. Im Vorjahr ist es uns bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye recht gut ergangen, wir konnten sogar den 13. Gesamtrang belegen. Im besten Fall könnten wir 38 Punkte gutschreiben - aber auch ein zweiter oder dritter Platz in unserer Klasse sollte reichen. Ganz sicher aber müssen wir ins Ziel kommen.“

Wenn Gerolf Schuller die Zielankunft gelingt, steht die Austrian Rallye Challenge vor einem spannenden Duell bei den noch offenen reinen ARC-Rallyes. der ARC Grasl Rallye Horn (18. & 19. September) und beim Grande Finale im Rahmen der Herbstrallye am 23. und 24. Oktober.

Die weiteren Klassen

Ebenfalls in der ARC-Gruppe natürlich die Klasse C2, in der Christian Rosner und Martin Rigl im historischen Porsche Carrera RS antreten. Rosner/Rigl belegen auch in der ARCH 2WD für Historische mit Zweiradantrieb hinter dem überlegen führenden Johann Georg Lindner den zweiten Platz, gefolgt von Volvo 940-Pilot Tobias Reischer und Tina Garherr, die wie auch deren Teamchef und ARC-Obmann Georg Gschwandner ebenfalls an den Start gehen, Gschwandner pilotiert mit Ulrike Kornek einen M1 Volvo 945.

Auch die Klassen C3 und C4 sind vertreten: In der C3 ist der prominenteste Starter wohl Raphael Dirnberger, der einen jener Serien Ford Fiesta pilotieren wird, mit dem er seine Karriere begonnen hatte. In der C4 ist es wieder der VW Pilot Franz Zack, der die Fahnen hochhält.

ARCP: „Proto-Dominator“ Christoph Zellhofer wieder am Start

In der ARCP für Proto- und Produktionsfahrzeuge sind diesmal zwar nur drei Teams am Start - doch die beiden Duellanten um den ARCP-Jahressieg sind beide am Start: Christoph Zellhofer und seine deutsche Copilotin Anna Maria Seidl, die im ZM Racing Suzuki Swift ZMX Proto 134 Punkte auf dem Konto haben sowie der Deutsche Hermann Gassner und seine österreichische Copilotin Natascha Vrga, die wieder im Toyota Yaris GR an den Start gehen und bei 112 Punkten halten.

Dazu kommen noch der Tiroler Alfons Nothdurfter und sein steirischer Copilot Christian Roschker auf einem Ford Fiesta Proto.

ART1: Baumschlager Top-Favorit

In der Austrian Rallye Trophy ART1 für moderne Allradfahrzeuge sind diesmal drei Teams dabei: Allen voran der 14-fache Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager, der mit Thomas Zeltner einen Skoda Fabia RS Rally2 pilotieren wird.

Baumschlager könnte mit einem Sieg sich bis auf Rang zwei hinter den überlegenen Tabellenleader Peter Hopf vor katapultieren. Hopf zündet wieder mit Stefan Heiland einen Ford Fiesta Rally2.

Dazu kommt Bernhard Stitz, der bei seinem ersten Antritt in einem modernen Rally2-Auto auf den Geschmack gekommen ist und mit Angelika Letz erneut einen Citroen C3 Rally2 pilotieren wird.

ART2: Comeback von Wilfried Ohrfandl - nach 14 Jahren

In der ART2 für moderne Fahrzeuge mit Zweiradantrieb startet der neue Tabellenleader Lukas Dirnberger wieder mit Lukas Martinelli im Opel Corsa Rally4. Dazu kommen die Gebrüder Maier, die einen Peugeot 208 Rally4 pilotieren und die 21,5 Punkte Rückstand auf Dirnberger aufweisen.

Hinzu kommt ein erstaunliches Comeback von Wilfried Ohrfandl. Er fuhr 1996 seine erste Rallye und bei seinem laut ewrc-results.com vorerst letzten Rallye-Einsatz konnte er bei der Thayaland Rallye 2012 den dritten Gesamtrang erringen. Bei seinem Comeback nach 14 Jahren wird er mit Benjamin Manz einen Opel Corsa Rally4 pilotieren.

Aktuelle ARC Wertung 2026:
www.rallye-challenge.at/site/DOK/Wertungen_ARC-2026-06.pdf

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