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WRC Estland: K4 holt Maximum Sami Pajari war bei der Rallye Estland 2026 nicht zu schlagen
Toyota Racing

Sami Pajari gelingt erster WRC-Sieg

Nach einer überzeugenden Vorstellung feiert Toyota-Pilot Sami Pajari bei der Rallye Estland 2026 seinen ersten WRC-Sieg - Elfyn Evans baut WM-Führung aus. Auch Keferböck/Minor bauen mit dem Masters-Sieg ihren Vorsprung gehörig aus.

Toyota-Pilot Sami Pajari hat sich bei der Rallye Estland seinen ersten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) gesichert. Der Finne setzte sich in einem dominanten Auftritt gegen seinen Teamkollegen Oliver Solberg durch, der am Sonntag die maximale Punktzahl einfuhr. Dritter wurde Adrien Fourmaux (Hyundai).

Genau wie Solberg ein Jahr zuvor feierte Pajari seinen ersten WRC-Erfolg auf den schnellen Schotterpisten in Estland, nachdem er die Veranstaltung von Beginn an anführte. Der Finne ging mit einem soliden Vorsprung in den Sonntag und ließ sich von Solberg nicht mehr in Bedrängnis bringen, obwohl der Schwede bis zum Schluss voll auf Angriff setzte.

Pajari hatte bereits ab dem Start am Freitag das Tempo diktiert und gewann zwölf von 18 Wertungsprüfungen (WP). Nach und nach baute der Finne seinen Vorsprung so weit aus, dass er von der Konkurrenz nicht mehr gefährdet werden konnte.

Nun alle fünf Toyota-Fahrer mit Siegen in der WRC-Saison 2026

Für den 24-jährigen Pajari ist es der erste WRC-Sieg in seiner Debütsaison im Toyota. Er war der einzige der fünf Fahrer der Marke, der in diesem Jahr noch nicht gewonnen hatte. Dieser Erfolg belohnt eine starke erste Saisonhälfte: Nach seinem Ausfall in Monaco beendete er sieben der folgenden acht Rallyes unter den ersten vier und stand dabei sechsmal auf dem Podium.

Solberg musste sich trotz aller Bemühungen mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Mit den zehn Punkten vom Sonntag sammelte er jedoch insgesamt 27 Zähler und damit nur einen weniger als Pajari, der am Sonntag lediglich drei Punkte und in der Powerstage keine Zähler verbuchen konnte.

Fourmaux komplettierte das Podium. Der Franzose hatte sich zu Beginn der Rallye einen Kampf mit Solberg geliefert, verlor am Samstag jedoch den Anschluss und geriet unter Druck seines Teamkollegen Thierry Neuville, der bis auf zwei Sekunden herangekommen war. Mit einer starken Leistung in der ersten Prüfung am Sonntag verschaffte sich Fourmaux wieder Luft. Neuville erreichte das Ziel schließlich auf dem vierten Platz.

Schwierige Rallye für Ogier, Evans und Katsuta

Nach seinem Sieg bei der Akropolis-Rallye fand Sebastien Ogier (Toyota) an diesem Wochenende nie den richtigen Rhythmus, obwohl sich sein Fahrgefühl am Samstag verbesserte. Der neunmalige Weltmeister musste sich mit dem fünften Rang begnügen.

Noch schwieriger gestaltete sich der Auftakt für Elfyn Evans (Toyota). In seiner Rolle als WM-Spitzenreiter musste er die Strecke eröffnen und verlor schnell den Anschluss zur Spitze. Nach Platz neun am Freitagabend kämpfte er sich am Samstag auf den sechsten Rang nach vorne und behauptete diese Position bis ins Ziel.

Takamoto Katsuta (Toyota), der Zweitplatzierte in der Weltmeisterschaft, erlebte hingegen einen herben Rückschlag. Nach einem Reifenschaden musste er die Rallye vorzeitig aufgeben. Er trat am Samstag zwar wieder an, hatte im Gesamtklassement jedoch keine Chancen mehr. Der Japaner rettete am Sonntag lediglich einen Punkt in der Powerstage.

Platz sieben ging an Martins Sesks. Der M-Sport-Ford-Pilot hatte im Shakedown ein Rad verloren. Aufgrund der anschließenden Reparaturen stempelte er am Start der Rallye mit zwei Minuten Verspätung ein, was ihm eine Zeitstrafe von 20 Sekunden einbrachte. Diese hatte letztlich jedoch keinen Einfluss auf sein Endergebnis. Er platzierte sich vor Esapekka Lappi (Hyundai) und Jon Armstrong (M-Sport-Ford).

Der letzte verbliebene Weltmeisterschaftspunkt ging an den Lokalmatadoren Robert Virves (Skoda), der gleichzeitig die WRC2-Wertung gewann.

In der Fahrerwertung führt nach neun von 14 Läufen Evans mit 177 Punkten und hat nun 25 Punkte Vorsprung auf Katsuta (152). Pajari schob sich dank des Sieges in Estland auf WM-Rang drei (144).

Keferböck holt Masters-Maximalpunkte, baut Tabellenvorsprung aus

Johannes Keferböck und Ilka Minor konnten sich in ihrem K4 Toyota GR Yaris Rally2 vor ihrem einzigen Gegner im WRC Masters Cup, Ugur Soylu platzieren und mit diesem Sieg im WRC Masters Cup abermals die vollen 25 Punkte abstauben.

Somit führt in der Fahrerwertung Keferböck mit 102 Punkten vor Miguel Granados mit 62, Andrea Lafarja mit 60, Soylu mit 55 sowie Georgios Vasilakis mit 35 Punkten. Bei den CopilotInnen führt Ilka Minor mit 107 Punkten vor Marc Marti mit 65 sowie Allan Harryman mit 40 Zählern auf dem Konto. In beiden Wertungen konnte das K4 Rally Team den Punktevorsprung also erheblich ausbauen.

Allerdings kommen nach der Finnland Rallye (dort starten wieder Keferböck und Soylu) einige Rallyes, wo Johannes Keferböck und Ilka Minor nicht starten werden und ihre direkten Konkurrenten dann ihrerseits Punkte anschreiben können. Keferböck/Minor können jedenfalls zufrieden die Heimreise antreten: Mehr konnten sie von ihrer Seite aus nicht tun - der WRC Masters Cup Weltmeistertitel ist weiterhin möglich....

Weiter geht es in der Rallye-WM schon in zwei Wochen (30. Juli bis 2. August). Dann steht mit der Rallye Finnland der nächste schnelle Schotterlauf auf dem Programm.

Motorsport-Total.com

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