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Motorräder: Irres Dakar-Finale Ricky Brabec vergab seinen dritten Gesamtsieg noch auf den letzten Metern
Honda

Irres Dakar-Finale: Brabec verliert Sieg um 2 Sekunden - Benavides triumphiert

Dakar-Thriller bis zur Ziellinie - Ricky Brabec verliert nach einem Navigationsfehler den sicher geglaubten Sieg - Luciano Benavides jubelt mit minimalem Vorsprung

Die Rallye Dakar 2026 in Saudi-Arabien ist bei den Motorrädern mit einem wahren Krimi zu Ende gegangen. Auf den letzten Kilometern unterlief Ricky Brabec (Honda) der entscheidende Fehler. Luciano Benavides (KTM) fuhr vorbei und eroberte seinen ersten Gesamtsieg.

Doch der Reihe nach: Nach seinem gestrigen Tagessieg hatte Brabec in der Gesamtwertung 3:20 Minuten Vorsprung auf Benavides. Brabec eröffnete die finalen 105 Kilometer bei Yanbu und hatte damit die Möglichkeit, Zeitboni zu sammeln.

Benavides stand drei Minuten später als Zweiter an der Startlinie. Zunächst lief für Brabec alles nach Plan. Obwohl Benavides auf der Strecke etwas näher kam, baute Brabec inklusive der Zeitboni seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus.

Doch es blieb knapp. Nach 43 Kilometern hatte Brabec in der virtuellen Zwischenwertung 28 Sekunden Vorsprung, aber nach 65 Kilometern waren es nur noch 13. Bei Kilometer 86 waren es wieder 22 Sekunden.

Dann aber verspielte der US-Amerikaner doch noch seinen dritten Gesamtsieg. "Zwei Kilometer vor dem Ziel", ärgert sich Brabec und berichtet: "Ich weiß nicht - ich habe die falsche Linkskurve genommen. Das hat mich in eine üble Situation gebracht."

Als Brabec und Benavides das Ziel erreichten, zeigte sich der Ausmaß. Benavides gewann die Rallye mit zwei Sekunden Vorsprung. "Ich fühle mich schrecklich", ärgert sich Brabec. "Wir haben die ganze Woche hart gekämpft, und um zwei Sekunden - das ist knapp. Es ist Motorsport."

Inklusive des Prologs und der 13 Etappen kam Benavides auf eine Gesamtzeit von 49 Stunden und 41 Sekunden. Sein Vorsprung von zwei Sekunden ist der knappste in der Geschichte der Rallye Dakar, die seit 1979 ausgetragen wird.

"Kämpft immer für eure Träume und gebt nie auf", jubelt der Argentinier. "Ich habe nie aufgegeben, und heute - obwohl ich Zeit verlor und sah, dass Ricky pushte - dachte ich: Okay, es ist nicht vorbei, bis zum letzten Kilometer."

"Und im letzten Kilometer hat er einen Fehler gemacht, und ich habe es richtig gemacht. Das ist unglaublich. Ich verstehe nicht, was gerade passiert ist. Ich habe meiner Navigation vertraut, und ich sah die Lichter des Biwaks genau dort, wo Ricky sich verfahren hatte."

"Am Anfang dachte ich noch, es wäre nur ein Touristenfahrer, weil ich nur ein Licht sah, das näherkam. Er war noch weit weg. Aber dann sagte ich mir: Das ist eine knifflige Marke im Roadbook. Ich habe etwas gebremst, und dann sah ich ihn."

"Er konnte nicht mehr zu mir aufschließen, weil wir am See waren - er musste ganz zurück und wieder auf die Piste. Da habe ich dann bis zum Ziel Vollgas gegeben. Ich habe fast die letzte Kurve verpasst, es war wirklich riskant, aber ich habe es geschafft und mit zwei Sekunden gewonnen!"

Für Luciano Benavides war es der erste Dakar-Sieg. Sein älterer Bruder Kevin Benavides hat 2021 mit Honda und 2023 mit KTM gewonnen. Für die österreichische Marke war es der 21. Gesamtsieg. Dazu kam ein Sieg mit der Marke GasGas.

Die 13. und finale Etappe gewann Edgar Canet (KTM). Im Endergebnis belegte Tosha Schareina (Honda) hinter Benavides und Brabec den dritten Platz. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Skyler Howes (Honda) und Daniel Sanders (KTM).

Motorsport-Total.com

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