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WRC Finnland: Nach SP14 Elfyn Evans ist nach dem Überschlag ohne Siegchance in Finnland
Toyota Racing

Überschlag wirft WM-Spitzenreiter zurück

Drama bei der Rallye Finnland: WM-Spitzenreiter Elfyn Evans wirft den Sieg mit einem Überschlag weg - Sebastien Ogier liegt nun wieder deutlich vorne. Keferböck/Minor weiter auf P2 der Masters.

Die Titel-Hoffnungen von Elfyn Evans in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026 haben einen Dämpfer erlitten, nachdem er im Kampf um den Sieg bei der Rallye Finnland mit Sebastien Ogier von der Strecke flog.

Der WM-Spitzenreiter war dem führenden Ogier auf den Fersen und hatte den Rückstand vor der letzten Prüfung der morgendlichen Schleife (WP14 Leustu) von 16,3 auf 11,6 Sekunden verkürzt, als das Drama seinen Lauf nahm.

Evans schätzte kurz vor dem Ende der Prüfung eine Linkskurve falsch ein, wodurch sich der GR Yaris überschlug. Das Auto landete zwar auf den Rädern, doch beim Versuch, wieder auf die Strecke zu gelangen, geriet Evans in einen Graben. Dutzende Zuschauer, darunter auch Evans' Vater Gwyndaf, eilten zur Hilfe. Dennoch verlor er 1:49,0 Minuten auf die Spitze.

Toyota bangt: Kann Evans weiterfahrenS

Evans schaffte es, das beschädigte Auto zurück in den Service-Park zu fahren, wo Toyota nun gegen die Zeit kämpft, um den Yaris vor den Nachmittagsprüfungen wieder instand zu setzen.

"Nahe dem Ende der Prüfung, wo die Veranstalter einen dieser Anti-Cut-Blöcke aufgestellt hatten, gab es außen einen Graben. Wir hatten ihn auf dem Aufschrieb, aber ich glaube, ich war zu optimistisch. Bei einem so tiefen Graben hat sich das Auto überschlagen und dann sind wir steckengeblieben", erklärte Evans.

"An die Weltmeisterschaft habe ich in dem Moment gar nicht gedacht. Der einzige Fokus liegt jetzt darauf, zu sehen, ob wir nach dem Service weitermachen können. Der Schaden am Auto ist geringer als ich erwartet hatte. Warten wir ab."

Durch den Überschlag fiel der Waliser auf den fünften Gesamtrang zurück, mit zwei Minuten Rückstand auf die Spitze. Ogier hat dadurch nun eine Führung von 22,7 Sekunden auf Toyota-Teamkollege Sami Pajari. Oliver Solberg (Toyota, +1:01,5 Minuten) kletterte auf den dritten Platz.

Auch Sesks fliegt ab: Aus für den M-Sport-Piloten

Evans war nicht der einzige Fahrer, der sich auf der 14. Prüfung überschlug. M-Sport-Ford-Pilot Martins Sesks, der auf einem starken fünften Platz lag, verlor die Kontrolle über seinen Ford Puma, der sich mehrfach überschlug und in den Bäumen landete. Sesks und sein Beifahrer Renars Francis blieben unverletzt, doch der Unfall dürfte das Ende ihrer Rallye bedeuten.

"Ich denke, den beiden geht es gut, aber das Auto sieht nicht mehr so gut aus", sagte M-Sport-Ford-Teamchef Rich Millener gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com. "Ich kann fast garantieren, dass die Rallye für ihn vorbei ist, da es keinen echten Vorteil bringt, den Schaden für die zwei Prüfungen morgen zu reparieren."

Der Ausfall von Sesks bescherte Hyundai-Pilot Adrien Fourmaux den vierten Platz, nachdem er dem M-Sport-Fahrer stetig näher gekommen war. Fourmaux erreichte den Service allerdings mit leichten Rückenschmerzen, die durch die harten Landungen nach den Sprüngen verursacht wurden.

Die weiteren Positionen: Neuville kämpft sich heran

Toyota-Pilot Takamoto Katsuta startete als Achter in den Tag, nachdem eine beschlagene Windschutzscheibe den Japaner im starken Regen am Freitag zwei Minuten gekostet hatte. Als dritter Starter hinter Thierry Neuville (Hyundai) und dem zurückgekehrten Jon Armstrong (M-Sport-Ford) schob sich Katsuta bereits auf der ersten Tagesprüfung an M-Sport-Pilot Josh McErlean vorbei auf Rang sieben, ehe er den Service als Sechster erreichte.

Neuville hielt Rang acht. Der Weltmeister von 2024 hat sich zum Ziel gesetzt, im Klassement weiter nach vorne zu klettern, nachdem ein Fehler auf der fünften Prüfung am Freitag die linke Aufhängung beschädigt und mehr als zwei Minuten gekostet hatte. Der Belgier schaffte es, den Rückstand auf den Siebtplatzierten McErlean auf 9,3 Sekunden zu verkürzen.

Die Top 10 komplettierten WRC2-Spitzenreiter Robert Virves (Skoda) und Jari-Matti Latvala (Toyota), der einmal mehr bei seiner Heimrallye im Rally2-Auto antritt.

Im WRC Masters Cup führt weiter der Türke Ugur Soylu - Johannes Keferböck und Ilka Minor liegen auf Platz zwei und dürften bei dieser doch brutalen Ausgabe der Finnland Rallye rein auf Ankunft fahren - es gilt, die Punkte für den Cup heimzufahren und damit den Vorsprung in der Tabelle weiter auszubauen.

Motorsport-Total.com

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