Sami Pajari schreibt WRC-Geschichte | 03.09.2026
Das schaffte nicht mal Sebastien Loeb
Sami Pajari hat mit seinem dritten Sieg in Folge etwas geschafft, das selbst Loeb und Ogier nie gelungen ist - Der Finne spricht über seinen historischen Erfolg
Toyota-Fahrer Sami Pajari hat im Alter von 24 Jahren Rallye-Geschichte geschrieben. Dem Finnen ist etwas gelungen, das selbst die großen WRC-Legenden nicht geschafft haben: Nach seinem Premierensieg in der WRC gewann er anschließend zwei weitere Rallyes.
Pajari siegte zunächst in Estland, anschließend in Finnland und nun in Paraguay. "Das bedeutet mir sehr viel. Es ist wirklich etwas Besonderes", sagt Pajari im Gespräch mit Motorsport.com, einer Schwesterseite von Motorsport-Total.com.
"Jemand hat mir erzählt, dass das noch niemand zuvor geschafft hat, und das macht es wirklich besonders. Man muss wirklich innehalten und sich das bewusst machen [dass ich das geschafft habe]. Das ist so unglaublich, natürlich bin ich glücklich."
Sebastien Loeb gewann seine erste Rallye in Deutschland 2002 und musste bis zum Saisonauftakt 2003, der Rallye Monte Carlo, auf seinen zweiten Sieg warten. Sebastien Ogier feierte seine ersten Siege im Jahr 2010.
Zum ersten Mal jubelte er in Portugal von der höchsten Stufe des Podiums. Vier Rallyes später feierte er in Japan seinen zweiten Sieg. Mit je neun WM-Titeln sind Loeb und Ogier die erfolgreichsten Fahrer in der WRC-Geschichte.
Pajari bestreitet seine zweite komplette Saison in der Topklasse. Er schied nur beim Saisonauftakt in Monte Carlo aus. Seither war ein siebter Platz in Portugal sein schlechtestes Resultat. Nur noch in Griechenland (Platz vier) war er nicht bei der Siegerehrung dabei.
Viermal stand er als Dritter auf dem Podium, einmal als Zweiter und nun dreimal hintereinander als Sieger. "Ich freue mich über die Punkte, die wir wieder holen konnten. Wir stehen im WM-Kampf gut da. Darüber freue ich mich."
"Aber es war schon am Donnerstag eine wirklich anspruchsvolle Rallye, und am Freitag hatten wir ein kleines Problem [einen Wasserverlust], und es hat eine Weile gedauert, herauszufinden, was nicht stimmte, es zu reparieren und so weiter."
"Aber danach war das Auto wirklich zuverlässig, und die Leistung stimmte hundertprozentig. Trotzdem ging es nicht nur darum, von Anfang bis Ende volles Risiko zu fahren, was sich schon deutlich von Estland und Finnland unterscheidet."
"Hier musste man einfach kontrollieren", sagt Pajari über das anspruchsvolle Terrain in Paraguay. "Ich lag in Führung und musste den Abstand und meine Reifen im Griff behalten, und noch vieles mehr."
"Ich habe versucht, clever zu fahren, und wenn man jetzt zurückblickt, sieht es so aus, als hätten wir genau das getan." Dank seiner jüngsten Erfolge hat Pajari nun realistische Chancen auf den Weltmeistertitel.
Der Rückstand auf seinen Toyota-Teamkollegen Elfyn Evans beträgt nur noch 20 Punkte. Drei Rallyes stehen noch im Kalender: Chile, Sardinien und Saudi-Arabien. Ändert die WM-Chance nun Pajaris HerangehensweiseS
"Der Titelkampf ist im Gange, aber ich werde weiterhin mein Bestes geben. Ich sage nicht, dass es einfach wird oder irgendetwas dergleichen, und ich lege auch nicht zu viel Fokus darauf, [den Titel] zu gewinnen."


















