WRC, Chile: Nach Tag 2 (SP6) | 12.09.2026
Enges Klassement nach der Freitagsetappe
Schwierige Bedingungen auf Etappe 1 der Rallye Chile nach nächtlichem Regen: Oliver Solberg führt - Top 6 innerhalb von 28 Sekunden - Crash von Takamoto Katsuta
Drittletzter Saisonlauf 2026 der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC): Die Rallye Chile, nur zwei Wochen nach der Rallye Paraguay die zweite Schotterrallye in Südamerika, ist von den WRC-Stars am Freitag mit den ersten sechs von insgesamt 16 Wertungsprüfungen (WPs) in Angriff genommen worden.
Die Gesamtdistanz der sechs WPs am ersten Tag lag bei genau 100 Kilometern. Nachdem der Shakedown am Donnerstag bei optimalen Bedingungen stattgefunden hatte, sorgten Regenschauer in der Nacht dafür, dass die Schotterpisten am Freitagvormittag überwiegend schlammig waren.
Die drei Prüfungen, die am Vormittag befahren wurden, wurden am Nachmittag bei besseren Streckenbedingungen noch einmal befahren. Vormittags gingen die drei WP-Bestzeiten nacheinander an Oliver Solberg (Toyota), Elfyn Evans (Toyota) und Thierry Neuville (Hyundai). Nachmittags waren Sami Pajari (Toyota), Sebastien Ogier (Toyota) und Solberg nacheinander die Schnellsten.
An der Spitze des Klassements nach der Freitagsetappe liegt Oliver Solberg. Teamkollege und WM-Spitzenreiter Elfyn Evans ist mit 10,1 Sekunden Rückstand Zweiter. Als Dritter übernachtet Adrien Fourmaux (Hyundai).
Fourmaux kämpfte am Vormittag mit einem technischen Problem, das er sich nicht erklären konnte. Mit lediglich 18,8 Sekunden Rückstand nach der Freitagsetappe ist für ihn aber noch alles drin. Mit weiteren 1,7 Sekunden Rückstand sitzt ihm Sebastien Ogier (Toyota) im Nacken.
Sami Pajari, der die drei zurückliegenden Rallyes (Estland, Finnland, Paraguay) allesamt gewonnen hat, ist aktuell Fünfter im Klassement. Thierry Neuville, dem am Nachmittag ein Dämpferproblem zu schaffen machte, übernachtet als Sechster. Nach 100 Kilometern auf Zeit liegen die Top 6 innerhalb von 28 Sekunden(!).
Esapekka Lappi (Hyundai) rangiert hinter den M-Sport-Ford-Teamkollegen Joshua McErlean und Jon Armstrong an neunter Stelle. Lappi touchierte auf WP2 eine Böschung, hatte aber Glück, die Rallye fortsetzen zu können. Zehnter ist derzeit der Spitzenreiter in der WRC2-Wertung, nämlich Nikolay Gryazin (Lancia).
Weniger Glück als Lappi hatte Takamoto Katsuta (Toyota). Der Japaner verschätzte sich direkt auf WP1, setzte seinen Toyota GR Yaris Rally1 ins Unterholz und musste den Tag frühzeitig aufgeben. Katsuta selbst und James Fulton, der diesmal sein Beifahrer ist, blieben unverletzt.
Am Samstag sind von den WRC-Piloten in Chile knapp 140 Kilometer auf Zeit zurückzulegen, abermals verteilt auf sechs Wertungsprüfungen (WP7 bis WP12).


















