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Rallye Dakar 2026: Etappe 10 Nasser Al-Attiyah eroberte auf der zehnten Etappe die Gesamtführung zurück
Kin Marcin / Red Bull Content Pool

Al-Attiyah führt wieder - Sanders bei Sturz verletzt

Die Ford-Fahrer verlieren auf der zehnten Etappe viel Zeit - Nasser Al-Attiyah (Dacia) übernimmt wieder die Führung - Bei den Motorrädern stürzt Daniel Sanders (KTM)

Mathieu Serradori sorgte auf der zehnten Etappe der Rallye Dakar 2026 in Saudi-Arabien für den ersten Tagessieg für Century. Die Ford-Fahrer hatten einige Schwierigkeiten und verloren viel Zeit. Nasser Al-Attiyah (Dacia) übernahm wieder die Führung und hat zwölf Minuten Vorsprung auf Henk Lategan (Toyota).

Die zehnte Etappe bildete den zweiten Teil der Marathon-Etappe der zweiten Woche. Vom provisorischen Zeltlager führte die Route weiter nach Osten, in Richtung Bischa. Für Motorräder (368 Kilometer) und Autos (420 km) gab es getrennte gewertete Routen. Sand dominierte das Terrain.

Turbulent begann der Tag für Cristina Gutierrez. Schon nach rund sieben Kilometern überschlug sich die Spanierin, aber sie konnte mit Zeitverlust weiterfahren. Ihrem Dacia-Teamkollegen Sebastien Loeb war es gelungen, gestern Abend die Probleme mit der Servolenkung zu reparieren.

Der schwierige Tag in den Dünen sorgte einmal mehr für eine Überraschung. Serradori, der als 31. gestartet war, nutzte diesen Vorteil optimal und eroberte den Tagessieg. Es war der erste für die südafrikanische Marke Century.

In der Gesamtwertung könnte eine kleine Vorentscheidung gefallen sein. Al-Attiyah, der als 14. unmittelbar nach Lategan losgefahren war, eroberte mit nur sechs Minuten Rückstand den zweiten Platz. Seine unmittelbaren Konkurrenten verloren Zeit.

Lategan hatte heute zwar nur 13 Minuten Rückstand auf die Zeit von Serradori, doch vor allem das Ford-Lager büßte viel ein. Nani Roma verlor 20 Minuten und Carlos Sainz 45, denn Sainz suchte lange nach einem Wegpunkt. "Keine Ahnung, schwierig", kommentiert "El Matador".

Mattias Ekström hatte schon nach 97 Kilometern technische Probleme. Als der Schwede schließlich das Ziel erreichte, zeigte sich das Ausmaß seines Zeitverlusts. Seine Schwierigkeiten kosteten Ekström eine halbe Stunde.

Dieses Ergebnis bedeutet, dass Al-Attiyah die Führung in der Gesamtwertung zurückerobert hat. Sein Vorsprung auf Lategan beträgt exakt zwölf Minuten. Roma fiel auf Platz drei zurück, 12:50 Minuten hinter Al-Attiyah.

Loeb ist neuer Vierter (+23:04 Minuten), gefolgt von Serradori (+33:42). Mit 34 beziehungsweise 39 Minuten Rückstand fielen Ekström und Sainz auf die Plätze sechs und sieben zurück. Drei Etappen vor dem Ziel in Yanbu entwickelt sich das Rennen für Al-Attiyah.

"Es war sehr hart", atmet der fünfmalige Gesamtsieger durch. "Mein Kopf und mein Körper haben ordentlich was abbekommen! Aber wir haben wirklich von Start bis Ziel voll attackiert. Das Auto ist in Ordnung, aber ich bin völlig ausgepowert. Es liegt aber nicht daran, dass ich zu alt wäre."

Motorräder: Daniel Sanders verletzt sich bei Sturz

Tosha Schareina eröffnete den Tag, aber der Honda-Fahrer wurde auf der Strecke bald von den KTM-Fahrern Daniel Sanders und Michael Docherty eingeholt. Bei Kilometer 138 stürzte Sanders. Die Konkurrenten Schareina und Ricky Brabec (Honda) hielten an, um zu helfen.

Es schien zunächst alles in Ordnung zu sein. Alle fuhren weiter. Es zeigte sich jedoch anschließend, dass Sanders das Tempo der anderen Spitzenfahrer nicht mehr halten konnte. In der Folge eröffneten Schareina, Brabec, Adrien van Beveren (ebenfalls Honda) und Docherty die Strecke.

Sanders folgte rund fünf Minuten dahinter, aber sein Rückstand wuchs zusehends. Bei der Neutralisation suchte er die Ärzte auf. Laut ersten Informationen hat sich der Australier Verletzungen in der linken Schulter zugezogen, die er später im Ziel bestätigte.

"Es sieht definitiv nach einem gebrochenen Schlüsselbein aus", berichtet Sanders. "Beim Tanken haben wir es überprüft, aber ja, es ist bei Kilometer 140 passiert. Ich bin über eine Düne gesprungen, und es war ziemlich scary. Ich bin fast auf Tosha gelandet."

"Ich bin aufgestanden und wusste, dass das Schlüsselbein gebrochen ist. Das Brustbein habe ich mir auch gebrochen. Ich gebe nicht auf, also ziehe ich mich jetzt nicht zurück, bis mir jemand sagt, ich soll raus, oder sie mich aus dem Rennen zerren. Ich höre nicht auf!"

Schließlich sicherte sich van Beveren vier Minuten vor Luciano Benavides (KTM) den Tagessieg. Sanders büßte insgesamt fast eine halbe Stunde ein. In der provisorischen Gesamtwertung lag Benavides zunächst als neuer Führender 41 Sekunden vor Brabec.

Doch Brabec und Schareina erhielten nachträglich Zeitgutschriften, weil sie nach Sanders Sturz angehalten und geholfen hatten. Dadurch wechselte die Gesamtführung von Benavides zu Brabec. Der Honda-Fahrer hat 56 Sekunden Vorsprung. Schareina liegt als Dritter 15:43 Minuten zurück.

Am Donnerstag führt die elfte Etappe in nördlicher Richtung nach Al-Henakiyah. Mit insgesamt 882 Kilometern wird es ein langer Tag. Die gewertete Speziale beträgt 347 Kilometer.

Motorsport-Total.com

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