RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Position gehalten

Zugegeben: Der Einstieg war etwas ernüchternd. Am Ende der ersten Prüfung des BRK-Rallyesprints am frühen Freitagabend fanden sich Wilfried Ohrfandl und Manuel Schalko an der 48. Stelle in der Gesamtwertung wieder.

Die seit dem Finale der Mühlviertel-Rallye aufgetretene Motorschwäche des Opel Astra GSi machte sich erneut extrem störend bemerkbar. Da nützte dem zur Zeit wohl erfolgreichsten Waldviertler Rallyeteam auch aller Einsatz nichts. Immerhin war man nicht wesentlich langsamer als der einzige Gegner in der Klasse, Erwin Hosner mit dem SEAT Ibiza.

Auf jeden Fall war es ein Thema, zumindest die Pflicht mit den maximal möglichen Challenge-Punkten erfüllen zu können, wenn schon die Kür nicht gelingen würde, die etwa bei der Mühlviertel-Rallye oder gar bei der Judenburg-Rallye das fahrerische Format von Wilfried Ohrfandl recht gut sichtbar gemacht hatte. Aber sich mit einem kraftlosen Motor über die Runden zu quälen macht eben keine Freude, und ankommen muß man ja auch erst einmal.

Die ersten Prüfungen des zweiten Tages ging es nicht viel besser, zwischendurch wurde so gut als möglich repariert. So konnte der Motor schließlich doch noch dazu gebracht werden, wieder sein ursprüngliches Leistungsvermögen zu entfalten: Schmutz vom Benzinfilter hatte sich in den Einspritzdüsen angesammelt, was von den Zylindern alles andere als wohlwollend aufgenommen wurde. Als sie von den Ablagerungen befreit worden waren, lief der Motor wieder rund. Hochachtung vor den Mechanikern.

Trotzdem ist es verständlich, daß Wilfried Ohrfandl nach so vielen Kilometern auf Halbgas etwas „aus dem Tritt“ war und auch nicht mehr allzu viel riskieren wollte, bloß um ein paar Plätze zu gewinnen, zumal sich an der Anzahl der möglichen Punkte dadurch sowieso nichts geändert hätte. Und wie sich herausstellte, war ab der fünften Prüfung nur mehr Durchrollen angesagt: Erst der Unfall von Alexander Mayer, danach der Regen, Zeitplan und Strecke der Rallye an der absoluten Grenze – an ein planmäßiges Ende des 22. BRK-Rallyesprint war nicht zu denken. Also nun endgültig sichere Punkte.

Damit ist zwar trotz dessen Pech der Abstand zum in der Austrian Rallye Challenge führenden Wolfgang Schmollngruber nicht kleiner, sondern größer geworden, denn in seiner Fahrzeugklasse (vierradgetriebene Wagen) gibt es aufgrund der größeren Anzahl an eingeschriebenen Teilnehmern für den dritten Platz mehr Punkte, als Wilfried Ohrfandl für den Sieg bekommt, dafür aber ist der zweite Platz in der Jahreswertung recht gut gesichert.

An der dritten Stelle liegt nun Josef Schrott mit dem Lancia Delta Integrale, der aber nicht alle restlichen Challenge-Läufe fährt und zugleich fast 30 Punkte hinter Wilfried Ohrfandl zurückliegt. Noch ein klein wenig größer ist nun der Vorsprung auf Philipp Manhart, bei dem auch nicht sicher ist, ob er bei der Niederbayern-Rallye schon wieder angreifen wird können.

Wilfried Ohrfandl und Manuel Schalko werden dort angreifen können, das ist schon so gut wie sicher, und den zweiten Platz in der ARC-Jahreswertung muß ihnen erst einmal jemand nehmen. Gute Voraussetzungen, um sich unbelastet der Kür zu widmen: Die ADAC-Niederbayern-Rallye könnte im Zeichen eines entfesselt fahrenden Wilfried Ohrfandl stehen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallyesprint: Bericht Ohrfandl

Weitere Artikel:

Simon Wagner und Hana Ostlender gewinnen die Jännerrallye vor Michael Lengauer und Mads Östberg. Martin Roßgatterer siegt auf Gesamtrang sieben in der ORM2, die ORM3 gewinnt Marcel Neulinger.

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.

Mit sechs Teams am Start und ebenso vielen im Ziel verlief der Grosseinsatz des BRR-Teams bei der Jännerrallye im Mühlviertel mit Platz 2 und Platz 3 in der Gesamtwertung und dem Sieg in der 2WD-Klasse äußerst erfolgreich!

Rallye Dakar 2026: Etappe 6

Al-Attiyah übernimmt Führung

Dacia-Fahrer Nasser Al-Attiyah setzt sich mit Sieg auf Etappe 6 an die Spitze der Gesamtwertung - Daniel Sanders dominiert Motorrad-Etappe, kassiert aber Zeitstrafe

Jännerrallye: Bericht Roßgatterer & Wurm

ORM2-Sieg für Roßgatterer

Martin Roßgatterer hat die Jännerrallye in der ORM2 gewonnen. Der Lokalmatador feiert damit gemeinsam mit Andreas Thauerböck seinen größten Karriereerfolg. Teamkollege Manuel Wurm erreichte bei seiner Rally3-Premiere den achten Rang.