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Sepp Haider gewinnt zweites Golf- und Rallye-Turnier

Auf dem wunderschönen Platz des Golfclub Schladming versuchten sich Österreichs Rallye-Legenden, trafen dabei auf die aktuelle Rallye-Elite und auf weitere zahlreiche Prominente aus Sport und Wirtschaft.

Unter der Patronanz von Jörg Pattermann, Franz Wittmann junior und Sigi Schwarz wurde am Freitag, den 2. Oktober das 2. Golf- und Rallye-Turnier auf dem Leading Golf Platz des Golfclub Schladming abgehalten. Dort, wo es sonst 18 Löcher zu meistern gilt, waren diesmal 18 „Sonderprüfungen“ zu bewältigen...

„Sigi hat gerufen - und die Rallyegrößen sind gefolgt“, fasste es Sepp Haider zusammen. Der für seinen spektakulären Fahrstil bekannte Salzburger wurde beim Golfturnier in der Gruppe B Rallye Gesamtsieger - mit dem Golf-Virus „infiziert“ wurde er wohl von seinem Freund Franz Wittmann senior - beide konnten als einzige Österreicher bislang einen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft gewinnen. Doch auf dem Grün hatte ein anderer Wittmann das bessere Händchen: Platz zwei belegte nämlich Franz Wittmann junior, der schon als Rallyepilot auf den Spuren seines Vaters unterwegs war, nunmehr waghalsige Flugmanöver unternimmt und wenn gerade auf der Erde anwesend, sich als Top-Manager des´gastgebenden Leading Golf Platz Schladming erwiesen hat.

“Topfen“ versus Torte

Platz drei belegte Christoph Dirtl - der Rallye-Staatsmeister des Jahres 1991 gewann das erste Golf und Rallye-Turnier, ahnte aber bereits vor der Bekanntgabe des Ergebnisses, dass es für eine Titelverteidigung wohl nicht gereicht hat, wenngleich sich seine Einschätzung als ziemlich dunkel und vor allem in punkto Sepp Haider schlicht falsch erwies: „Ich werde den Titel nicht verteidigt haben, weil ich mit Franz Wittmann senior und Sepp Haider den selben Topfen gespielt habe - immerhin sind wir alle unfallfrei ins Ziel gekommen...“

Unfallfrei und natürlich mit dem gebotenen Mindestabstand ging auch die Überreichung einer beeindruckenden Geburtstagstorte über die Bühne: Raphael Sperrer überraschte Franz Wittmann senior mit dem Schmuckstück aus der Backstube Schwarz - der zwölffache Rallye-Staatsmeister musste seinen 70. Geburtstag am 7. April im Lockdown-bedingten kleinen Kreis feiern und zeigte sich mehr als nur erfreut über die Überraschung. Berührender Moment, als Wittmann senior sich bei Sperrer bedankte: „Raphael hat mir, als ich mit dem World Rally Car zurückkehrte sehr wertvolle Tipps gegeben - für dieses sportsmännische Verhalten möchte ich mich sehr bei ihm bedanken.“

Die unglaubliche Karriere des Franz Wittmann senior war auch Gegenstand jenes Portraits, mit dem Reporterlegende Peter Klein die illustren Gäste zu begeistern vermochte (https://www.p3tv.at/webtv/10365-motorsport-legende-franz-wittmann-wird-70). Auf motorline.cc bringt Klein in seiner Kolumne „Erinnerungen eines Sportreporters“ wöchentlich seine Leserschaft mit Anekdoten und Background-Storys aus der guten alten Rallye-Zeit zum Schmunzeln.

Gänsehaut & „Schotterspezialist“

Gänsehaut verspürten die Gäste schließlich, als Copilot Jörg Pattermann einen Aufschrieb aus gemeinsamen Zeiten vorlas und es nunmehr galt, dass Wittmann senior die entsprechende Sonderprüfung erraten sollte. Tatsächlich erkannte Franz senior die Prüfung: „Argentinien 1988, SP1 auf der Pferderennbahn. Da waren 50.000 Fans und wir konnten die Bestzeit fahren - vor allen Werksteams!“

Neben lebenden Legenden wie Gabi Husar, „Rallye-Doc“ Helmuth Czekal, „Mister Pirelli“ Thomas Hummer, Laola1-Boss Peter Rietzler und zahlreichen Größen aus Sport und Wirtschaft wie etwa Claus Retschitschegger (bet at home) gab sich auch die aktuelle Rallye-Elite die Ehre. Der zweifache Rallye-Staatsmeister Hermann Neubauer wurde von Franz Wittmannn junior frecherweise als „Schotterspezialist“ bezeichnet, was im Golfsport wenig Gutes bedeutet. Und auch Simon Wagner schnupperte Golfluft. Die Gesamtwertung gewann der frühere Sporthilfe-Boss Anton Schutti, bei den Damen siegte Karin Tröstl.

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