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Rallye W4 2020 abgesagt
Christian Schuberth-Mrlik

"Das macht so keinen Sinn!“

Nach reiflicher Überlegung und bedingt durch den neuerlichen landesweiten Lockdown hat sich Rallye-W4-Organisator Christian Schuberth-Mrlik schweren Herzens entschlossen, die Veranstaltung für heuer endgültig abzusagen.

Leicht hat es sich Christian Schuberth-Mrlik wahrlich nicht gemacht; im Gegenteil. Er hat lang gekämpft: Präventionskonzepte ausgearbeitet, Sponsoren umworben, ein Konzept für eine Abhaltung ohne Zuschauer erarbeitet und zuletzt auch noch an eine Verschiebung in den Dezember geglaubt. Nun aber weiß auch er nicht mehr weiter: der neuerliche Lockdown wurde für ihn zum "Schockdown", wie in der Pressemeldung zu lesen ist. Somit muss der 45-jährige Unternehmer nun eingestehen: „Das macht so keinen Sinn!“

Hier die weitere Meldung im O-Ton:
Keine Gastronomie, keine Hotellerie, Ausgangssperre ab 20 Uhr. Unter diesen Umständen wäre eine Rallye W4, die am 13./14. November in den Bezirken Horn, Krems und Hollabrunn hätte stattfinden sollen, einfach undurchführbar gewesen. Schuberth-Mrlik: „Die Teams hätten keine Nächtigungsmöglichkeiten gehabt, Verpflegung wäre nur aus dem Supermarkt oder in Eigenregie möglich gewesen. Abgesehen davon, dass eine Rallye in einer Zeit, wo fast das ganze Land stillsteht, aus ethischen Gründen mehr als kontraproduktiv gewesen wäre.“

Kurz stand eine Verlegung in den Dezember im Raum, eine solche war für Schuberth-Mrlik letztendlich aber auch vom Tisch. „Die COVID-19-Situation ist so unsicher, dass leider nichts dafür spricht, die Veranstaltung mit allen Mitteln durchzuboxen. Es sind in nächster Zeit trotz Lockdown auch keine gravierenden Verbesserungen in Sicht. Behördenaussagen zufolge werden Veranstaltungen weiterhin hintan gestellt. Und ich gebe auch aufrichtig zu, dass mich der schreckliche Anschlag in Wien durchaus etwas beeinflusst hat. Auch wenn das mit der Rallye gar nichts zu tun hat. Aber wir haben momentan offensichtlich eine so schwierige Zeit, dass man sich dann irgendwann auch einmal fragen muss, ob eine Rallye gerade jetzt wirklich so wichtig ist.“

Was Christian Schuberth-Mrlik noch sehr bedeutsam ist zu erwähnen:

• „Danke an das komplette Organisations-Team, das viele schlaflose Nächte hinter sich gebracht hat, für den unermüdlichen Einsatz.“
• „Danke an alle Medienvertreter und die vielen TV-Stationen, die uns eine Kooperation angeboten haben. Wir würden sie gerne im nächsten Jahr fortführen.“
• „Danke an die zuständigen Behörden und involvierten Gemeinden. Uns ist es sehr wichtig, bei dieser Großraumveranstaltung geschlossen aufzutreten.“
• „Danke an die Sponsoren, die uns auch in einem ganz besonderen Jahr ihr Vertrauen geschenkt haben und uns finanziell zur Seite gestanden sind.“
• „Danke für den großen Zuspruch der Teams. Der Andrang war wirklich sehr, sehr
groß. Das Nenngeld wird rasch und unbürokratisch retourniert.“
• „Bitte um Verständnis. Um dem Ruf des Rallyesports in unserem Land nicht zu schaden, ist eine Absage zum gegebenen Zeitpunkt sinnvoll. Wir freuen uns, die Teams nächstes Jahr unter hoffentlich wieder normalen Verhältnissen bei uns im Waldviertel begrüßen zu dürfen.“

Und als Trost schon heute ein kleiner Vorgeschmack darauf: „Was als Semperit-Rallye begann und heute Rallye W4 heißt, ist hier im hohen Norden schon seit 39 Jahren ein Fixpunkt. Im nächsten Jahr zum 40-jährigen Jubiläum sind wir sehr zuversichtlich, die Rallye W4 mit Zuschauern abhalten zu dürfen. Da freue ich mich dann auch schon auf die neue Errungenschaft der e-Mobilität im Rallyesport, die, soviel sei verraten, mittels einem Skoda Fabia am Start sein wird.“

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