RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye Monza: Evans crasht – Ogier hat Hand am Titel Elfyn Evans rutschte bei der elften Wertungsprüfung von der Straße
Motorsport Images

WRC Rallye Monza 2020: Evans crasht - Sebastien Ogier hat Hand am Titel

WM-Spitzenreiter Elfyn Evans ist bei der Rallye Monza nach einem Unfall ausgeschieden: Damit kann Sebastien Ogier WRC-Titel Nummer sieben gewinnen

Der Kampf um den Fahrertitel in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2020 hat am Samstagnachmittag bei der Rallye Monza eine dramatische Wendung genommen. WM-Spitzenreiter Elfyn Evans schied nach einem Unfall bei der elften Wertungsprüfung aus.

Damit hat sein Toyota-Markenkollege Sebastien Ogier, der in der Gesamtwertung 14 Punkte Rückstand auf Evans hat, die große Chance, sich seinen siebten WM-Titel zu sichern. Der Franzose führt die Rallye nach elf von 16 Wertungsprüfungen mit einem Vorsprung von 20,4 Sekunden vor Dani Sordo (Hyundai) an. Bleibt es bei dieser Reihenfolge, wäre Ogier Weltmeister.

Nachdem die Straßen im Voralpenland nördlich von Bergamo am Samstagvormittag lediglich nass waren, erwarteten die Crews am Nachmittag bei Schneefall die vorhergesagten winterlichen Bedingungen. Und die wurden Evans zum Verhängnis.

Ogier warnt: Kann mir auch passieren"

In einer Rechtskurve verlor der Waliser die Kontrolle über sein Fahrzeug, schlug mit der Front in eine Böschung ein und konnte seine Fahrt nicht mehr fortsetzen. Ogier, der hinter Evans auf die Straße gegangen war, fuhr kurz darauf an der Unfallstelle seines Teamkollegen vorbei, war nach der Wertungsprüfung aber keineswegs in Jubelstimmung.

"Dasselbe kann mir auch passieren. Die Meisterschaft ist noch nicht vorbei", so Ogiers erste Reaktion bei 'WRC all live'. "Es ist unglaublich, Elfyn konnte nichts tun. Es tut mir so leid für ihn."

Da Evans am Sonntag voraussichtlich wieder starten und somit in der Powerstage punkten kann, würde Ogier nur ein Sieg in jedem Fall den WM-Titel sicher. Der Franzose wäre in diesem Fall nach Juha Kankkunen der zweite Fahrer in der WRC-Geschichte, der mit drei verschiedenen Herstellern Weltmeister wird.

Zwölfte WP wegen zu viel Schnee abgesagt

Die winterlichen Bedingungen wurden nicht nur Evans zum Verhängnis. Die zehnte Wertungsprüfung musste am Samstag abgebrochen werden, nachdem Gus Greensmith (Ford) und Ole Christian Veiby (Huyndai) an derselben Stelle verunfallt waren. Anschließend hatte Veibys Auto die Straße blockiert.

Die zwölfte Wertungsprüfung musste wegen zu großer Schneemassen komplett abgesagt werden. Damit steht am Samstag nur noch eine Prüfung auf dem Grand-Prix-Kurs von Monza auf dem Programm, wo auch die drei Wertungsprüfungen am Sonntag ausgetragen werden.

Gesamtwertung Rallye Monza 2020 nach WP 11 (Top 5):
01. Sebastien Ogier (Toyota) - 1:41:56.8 Minuten
02. Dani Sordo (Hyundai) +20,4 Sekunden
03. Ott Tänak (Hyundai) +22,3
04. Esapekka Lappi (Ford) +38,0
05. Kalle Rovanperä (Toyota) +1:04,7 Minuten

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht

Gerolf Schuller ist der neue ARC-Leader!

Bei der selektiven, turbulenten Lavanttal Rallye konnte der 53-jährige Quereinsteiger Gerolf Schuller die ARC-Führung übernehmen. Dahinter lauern Jungpilot Jan Dolzer und Christian Rosner im historischen Porsche.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.