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Rallysprint Kopna: Landa-Nachbericht
rallyservice.cz

Regenrallye erzwingt neue Lernkurve

Bevor es für das Landa Racing Project Mitte Juni in Polen mit dem ersten ERC Junior Bewerb losgeht, nutzte man die Rallye Kopna in Tschechien für einen Test zum Wechsel von 16 auf 17-Zoll Bereifung samt größerer Bremserei. Der Test verlief lehrreich, doch sowohl das Endergebnis als freilich auch die Neuigkeit über den schweren Unfall von Niki & Poldi in Portugal trübten den Tag noch mehr als es der Regen schon tat.

Die Rallye Kopna, zählend zur tschechischen Sprintmeisterschaft, wurde als Test für den Wechsel von 16 auf 17 Zoll Bereifung und größerer Bremsanlage ausgewählt. Man zog auch Lehren vom letzten Jahr und legte diesen Testlauf nicht zu knapp zum ersten ERC Junior Bewerb, der Mitte Juni in Polen auf Schotter abgehalten wird. Mit allen möglichen Reifenmischungen von Pirelli machte sich das Landa Racing Project Team unter der Betreuung der DriftCompany auf den Weg nach Zlin.

Die Besichtigung ließ das Rallyeherz gleich höherschlagen: Eine Prüfung war ein Teilstück der ERC Barum Rallye, die zwei anderen Prüfungen waren typisch selektive Prüfungen, wie man sie kaum woanders als in Tschechien findet.

Die Wettervorhersage kündigte Regen an. Zwei Stunden vor dem Start grübelte man noch über die Reifenwahl, da es im Wald sicher noch feucht vom Vorabend wäre, aber SP2 offenes Terrain und besseren Asphalt bietet. Die Grübelei hatte mit einsetzendem Regen ein Ende; eindeutig Regenreifen.

Landa betrat nun Neuland und fand sich nach SP1 auf Platz 50 wieder. Bei manchen Rallyes gibt es nicht einmal so viele Starter, aber hier lag man im Mittelfeld von knapp 120 Teilnehmern. Im Laufe des Tages konnte man sich steigern und landete schlussendlich auf Platz 40. Auf die 2WD-Elite fehlten ca. 2,5 Sekunden am Kilometer. Verkraftbar für diese Umstände. Nikolai Landa blieb stets auf der Straße, der Fiesta also unversehrt und kann nach Revision sofort für Polen vorbereitet werden.

Das Resümee von Nikolai Landa: „Die Rallye war als Test ausgelegt und natürlich sollte das Auto auch keine Kratzer abbekommen. Wir waren auch recht froh darüber, dass es eine Regenrallye geworden ist. Somit hatten wir alles auf einmal ausgefasst: Regen, neue Radgröße, neue Straßenverhältnisse. Ich tat mir echt schwer, den Grip der Reifen bei diesen ständig wechselnden Bedingungen richtig einzuschätzen. Beim Shakedown im Trockenen konnte ich schon merken, dass das 17 Zoll Rad exakter einlenkt und direkter zu fahren ist, aber im Regen selbst fehlte mir noch die Erfahrung und das Vertrauen. Leider hatte ich im Hinterkopf auch noch unseren Fahrfehler der Blaufränkischen und dass noch beide Spiegel dran sind, beweist, dass wir nicht an das Limit gehen konnten. Es war meine bis dato härteste Rallye-Erfahrung.“

Copilot und Vater: „Unter diesen Bedingungen hat sich Nikolai sehr tapfer geschlagen. Auch nahm er es mit Demut entgegen, nicht unter den schnellsten 2WD-Piloten platziert zu sein und zollte ihnen wirklich Respekt. Diese Burschen kennen dort jeden Meter und sind Top-Fahrer, das muss man anerkennen. Ich denke, wir können viel Positives von dieser Rallye mitnehmen und es hat den Erfahrungsschatz von Nikolai erweitert. Ich habe nachgerechnet, zählt man die Rallyes zusammen, dann ist er 23 Stunden hinterm Lenkrad auf Sonderprüfungen gesessen. Das ist nicht einmal ein Tag, da darf man mit der Entwicklung schon zufrieden und stolz sein.“

Nikolai Landa abschließend: „Ich bedanke mich auch dieses Mal herzlich bei unseren Sponsoren und meiner Familie sowie bei der DriftCompany für ihre Unterstützung. Vor allem aber möchte ich an unsere verunfallten Team-Mates Niki und Poldi die besten Genesungswünsche senden!“

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