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WRC Safari-Rallye Kenia: Nach SP6 Oliver Solberg bei der Safari-Rallye in Kenia 2026
Toyota Gazoo Racing

WRC Safari-Rallye Kenia 2026: Sebastien Ogier bläst zur Jagd auf Solberg

Während Oliver Solberg bei der Safari-Rallye am Freitagmorgen an der Spitze blieb, machte Sebastien Ogier mit einer Aufholjagd wertvolle Zeit gut

Toyota-Pilot Oliver Solberg führt die Safari-Rallye in Kenia, dritter Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026, nach der Vormittagsetappe am Freitag an. Der Schwede startete mit einem Vorsprung von 33,3 Sekunden auf seinen Toyota-Teamkollegen Elfyn Evans in den Tag, während der amtierende Weltmeister Sebastien Ogier (Toyota) bereits über eine Minute zurücklag. Bis zum Mittagsservice verkürzte sich Solbergs Vorsprung auf Evans auf 28,8 Sekunden, während Ogier bis auf 38,2 Sekunden an die Spitze heranrückte.

Starke Regenfälle in der Nacht zwangen die Organisatoren dazu, die erste Prüfung des Tages (Camp Moran) abzusagen. Die Straßenzustände hatten sich so stark verschlechtert, dass Abschnitte der Strecke für technische und medizinische Fahrzeuge nicht mehr passierbar waren. Als der Wettbewerb schließlich fortgesetzt wurde, herrschten jedoch blauer Himmel und trockene Bedingungen auf den verbleibenden Etappen.

Nachdem Ogier am Donnerstag durch einen unglücklich getimten Regenschauer mehr als eine Minute verloren hatte, setzte er am Freitagmorgen alles daran, diesen Rückstand zu verkürzen. Der Franzose dominierte die vierte Prüfung und sicherte sich den Etappensieg mit 2,5 Sekunden Vorsprung vor Sami Pajari (Toyota). Besonders bemerkenswert war dabei, dass Ogier 16,2 Sekunden schneller als der Führende Solberg war. Letzterer verbremste sich in einer Kurve, was ihn nach eigener Einschätzung rund zehn Sekunden kostete.

Probleme bei Evans und starke Pace von Pajari

Auch Evans verlor in dieser Phase 15,4 Sekunden auf Ogier. Der Waliser hatte mit Bremsproblemen an seinem GR Yaris zu kämpfen und zeigte sich im Ziel sichtlich unzufrieden. Die restlichen zwei Prüfungen des Vormittags gingen an den beeindruckenden Pajari. Der Finne entging in der vierten Prüfung nur knapp einem Überschlag, ging aber weiterhin Risiken ein, die mit Bestzeiten belohnt wurden. Trotz eines Reifens, der in Prüfung fünf von der Felge sprang, und eines ambitionierten Sprungs in Prüfung sechs hielt er den Anschluss.

Ogier verkürzte den Abstand zu Evans nach der sechsten Prüfung auf 9,4 Sekunden, obwohl er einen Reifenschaden vorne rechts zu beklagen hatte. "Ich habe versucht, vorsichtig zu sein, aber es ist hier eine reine Lotterie. Wir werden sehen, welche Bedingungen wir heute Nachmittag haben, aber es sieht so aus, als ob der Regen zurückkehrt", erklärte Ogier.

Solberg beendete die letzte Prüfung der Schleife 0,1 Sekunden schneller als Ogier und 1,6 Sekunden schneller als Evans. "Sicherlich war ich heute Morgen wegen der Steine viel zu vorsichtig. Ich will einfach sauber fahren. Solange ich in der Nähe von Evans bleibe, bin ich zufrieden, aber Ogier ist definitiv sehr schnell", so Solberg. "Es wird hinten viel sauberer. Es war ein ordentlicher Vormittag und ich versuche einfach, es zu genießen, zu lernen und keine Reifenschäden zu haben."

Die Verfolger: Hyundai kämpft mit der Leistung

Evans ergänzte zu seinen Schwierigkeiten: "Die erste Prüfung war etwas frustrierend und ich musste ein Problem managen, aber wir konnten es danach beheben. Es geht einfach darum, wie mutig man bei Dingen sein will, die das Auto zerstören."

Hinter dem Toyota-Quintett, das durch Takamoto Katsuta auf Rang vier und Pajari auf Rang fünf komplettiert wurde, führt Thierry Neuville das Hyundai-Aufgebot auf dem sechsten Platz an. Der Belgier liegt 43,4 Sekunden hinter Pajari zurück. Neuville verlor Zeit durch einen abgewürgten Motor in Prüfung vier und einen Reifenschaden hinten links in Prüfung fünf, klagte jedoch vor allem über mangelnde Motorleistung.

"Es fühlt sich sehr langsam an, es gibt keine Leistung und im Vergleich zu den Vorjahren ist es viel schlimmer", berichtete Neuville. "Es ist ein anderer Fahrstil und irgendwie muss ich den Motor anders nutzen. Ich habe wirklich zu kämpfen. Kenia ist eine schöne Rallye und ich möchte sie genießen und mich nicht zu sehr beschweren."

Immerhin gab es keine Anzeichen mehr für die Überhitzungsprobleme, die Hyundai am Donnerstagabend plagten. Adrien Fourmaux kletterte auf den siebten Platz vor Jon Armstrong (M-Sport-Ford), während Esapekka Lappi im dritten Hyundai auf Rang liegt. Gus Greensmith führt weiterhin die WRC2-Wertung an und belegt Gesamtrang zehn.

Motorsport-Total.com

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