RALLYE

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Herbst-Rallye: Vorschau Hulak
Harald Illmer

Comeback – die Zweite

Auch wenn bei der Rückkehr von Andreas Hulak in den aktiven Rallyesport, der nach längerer Abstinenz bei der Blaufränkischland-Rallye 2021 wieder ins Wettbewerbsgeschehen eingegriffen hatte, nicht Alles nach Plan gelaufen ist, ist sein Ehrgeiz ungebrochen. Ob es bei der Herbstrallye im Waldviertel für ihn und seinen Copiloten Thomas Stock zur großen Revanche kommen wird, wird sich zeigen. Fest steht: Die Herausforderung ist eine große.

Im Laufe seiner Motorsportkarriere hat manch Einer – auch wenn die finanziellen Möglichkeiten nie für die absolute Top-Kategorie gereicht haben – eine ansehnliche Zahl an Lorbeeren gesammelt. So auch Andreas Hulak, dessen Erfolgsbilanz vom Rallycross-Divisionserfolg über den Jahressieg in der Fiat Stilo Rallye Trofeo bis hin zu einigen hervorragenden Klassen-Ergebnissen bei verschiedenen Bergrennen und Bergrallyes reicht. Aber auch mit nunmehr 53 Lebensjahren ist für Andreas der schönste Erfolg immer noch der nächste: Er hat unverändert Spaß daran, sich dem Wettbewerb zu stellen, und nach wie vor auch eine gewaltige Portion an Ambitionen. Unterstrichen wird das auch dadurch, daß er vor seinem ersten Rallye-Start nach über zehn Jahren einiges in die Wettbewerbsfähigkeit seines Wagens – wieder einmal ein Ford Escort RS 2000 der zweiten Baureihe – investiert hat. Besonders viel Augenmerk wurde auf eine möglichst hohe Motorleistung gelegt, stets ein wichtiger Faktor, um bei der Jagd nach möglichst guten Zeiten gut aufgestellt zu sein. Nach dem jetzigen Stand werden etwa 200 PS an die Kupplung und das Getriebe des gelben Renners weitergereicht.

Nun steht in Kürze (23. Oktober 2021) die Herbstrallye auf dem Programm, die überwiegend bekannte Strecken der legendären Semperit-Rallye nützt. Für Andy Hulak eine willkommene Gelegenheit, einen weiteren Versuch zu starten, an seine Glanzzeit als Motorsportler anzuschließen. Nach dem etwas missglückten, aber wie eh und je von einem beherzten Fahr-Einsatz gekennzeichneten Comeback bei der Blaufränkischland-Rallye hofft er nun auf einen technisch einwandfreien Lauf, der es ihm ermöglicht, konzentriert auf Angriff zu fahren. Wobei wiederum Ex-Teammechaniker Thomas Stock die ehrenwerte Aufgabe bekommen wird, die Arbeit als Copilot zu übernehmen. Er hat schon bei seiner Premiere im Burgenland durch eine einwandfreie Ansage überzeugt und auch sonst gute Qualitäten bewiesen. Nebenbei ist sein Unternehmen auch einer der wichtigsten Team-Sponsoren.

Ergänzt wird das Team in technischer Hinsicht durch Thomas Steinmayer, seines Zeichens einst einer der begnadetsten Suzuki- und Volvo-Quertreiber in Mitteleuropa, und Michael Rauscher, der wie seine Mentoren mit viel handwerklichem Geschick ausgestattet ist. Als Sponsoren wirken die Firmen Frank Szabo/Pottendorf (fenster-checker.com), Baumeister Romar & Partner/Wiener Neustadt (bm-romar.at), STOCK-Installateur/Leobersdorf, TEK Sandstrahltechnik Klaus Foltin/Wiener Neustadt, BEH Reinigung/Leobersdorf, ELCO Austria GmbH./Leobersdorf, Sobota Trockenbau/Pottendorf sowie Elektro Lechner/Pitten mit, auch Christian „Schroderl“ Schroth ist als privater Gönner des Teams mit beteiligt.

Sportlich ist die Herausforderung einmal mehr eine enorme. Schließlich zählt die Herbstrallye nach der Absage der Niederösterreich-Rallye nun auch zur Rallye Historic Meisterschaft (HRM) 2021, wobei es vor allem für Helmut Schwab im Mitsubishi Lancer und Lukas Schindelegger, wie Andy Hulak in einem Ford Escort RS 2000 unterwegs, um wichtige Punkte geht. Entsprechend ist zu erwarten, dass beide Piloten sich voll ins Zeug legen werden, um das bestmögliche Ergebnis zu schaffen.

Eine auffallend starke Konkurrenz – auch für einen gestandenen Routinier wie Andy Hulak, der seine Klasse in der Vergangenheit schon oft bewiesen hat. Schmierige Bedingungen, auf denen man viel rutscht, würden ihm nach eigener Einschätzung entgegenkommen. Diesbezüglich hat sich das Waldviertel vor allem zur Herbstzeit schon des Öfteren sehr großzügig gezeigt…

Die Zeichen stehen auf Spannung, alles in allem.

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