RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Mikulás Rallye 2021: Nachbericht Landa Racing

Grandioses Ergebnis zum Saisonende!

Das Resultat war nach durchwachsener Saison bitter nötig und sorgt für den entsprechenden Elan bei der Planung 2022!

Zum dritten Mal trat das Landa Racing Project bei der Mikulás Rallye an. Schon im ersten Jahr war es kalt, eisig, nass und somit sehr rutschig, aber heuer wurden die Bedingungen getoppt. Man kann nicht mehr von einzelnen verschlammten Passagen sprechen, es war durchgängig „muddy“. Und wie zu dieser Jahreszeit in der pannonischen Tiefebene üblich, hing der Nebel auf den ersten beiden Prüfungen sehr tief.

„Auf SP1 waren die Geraden über die Ebenen nicht so lang und da hatten wir ganz gute Anhaltspunkte im Nebel. Auf der zweiten Prüfung waren aber die Geraden über die unzähligen Kuppen deutlich länger und da sind uns die Anhaltspunkte im Nebel nicht so gut geglückt. Da haben wir etwas Zeit verloren“, beschreibt Nikolai Landa seine Nebelerfahrung.

Nach der zweiten SP rutschte das Team vom Gesamt 18. auf den 26. Platz ab, beanspruchte jedoch die Klassenführung mit 1:30min Vorsprung für sich und lag weiterhin an zweiter Stelle der 2WD-Wertung.

Auf SP3 verpasste Landa eine 2WD-Bestzeit um zwei Zehntel Sekunden, schob sich jedoch auf Gesamt 22. vor und startete in SP4. Auf dieser SP mit mehr als 18 Kilometer kam es 3 Kilometer vor Schluss zu einem Problem.

„Nach einer Kurve am verschmierten Asphalt auf die Gerade hinaus brach das Heck aus und mit Müh und Not konnte ich die mehrmaligen Pendler in den Griff bekommen. Ich dachte mir, da ist etwas gebrochen. Mein Vater schrie: nur noch 3 Kilometer, halt durch! Ich fuhr weiter und jede Kurve wurde zur Qual, das Auto wollte nicht mehr einlenken, ich musste teilweise mit beiden Händen am Lenkrad ziehen. Und sobald es einlenkte, brach das Heck abrupt aus. Im Ziel war ich völlig fertig. Letztendlich stellte sich heraus, dass die elektrische Servolenkung ausgefallen ist, völlig atypisch, da dies normalerweise durch einen harten Schlag verursacht wird. Daher dachte ich in diesem Moment nicht dran, ich hätte nur das Auto kurz resetten müssen und die Lenkung wäre wieder einsatzfähig gewesen. Jetzt weiß ich, dass ich meine Oberarme mehr trainieren muss!“, schildert Landa lachend die Situation.

SP5 war die Wiederholung der SP4 und Landa Racing konnte eine TOP-Zeit in den Schlamm zaubern. Mit dieser Zeit wurde der Gesamt 20. Platz abgesichert, der Klassensieg mit mehr als drei Minuten geholt und der zweite Platz bei den 2WD-Fahrern fixiert.

Co-Pilot Landa zur Rallye: “Die Rallye war perfekt! Die zwei kleinen Schönheitsfehler – Nebelbank, Servolenkung – tun nichts zur Sache. Die Familie Zagyva im Peugeot hätten wir dann auch nicht stemmen können, Gratulation an dieser Stelle! Nik ist sehr gut gefahren, konnte sich schnell an die Bedingungen anpassen, suchte den Grip und die ideale Linie bei den engen, verschlammten Kurven. Viel Lernpotential! Es war ein krönender Abschluss, den hat es gebraucht!“

„Ich möchte mich in Namen des ganzen Teams bei unseren Sponsoren, Mentoren, Wegbegleitern – natürlich unseren Fans! – Familie und der Servicemannschaft der Drift Company von Beppo Harrach auf das Herzlichste bedanken! Es waren teilweise harte Rallyes mit vielen Nachtstunden der Service-Crew, um das Auto wieder flott zu bekommen. Wir freuen uns nun auf eine kurze Pause, ehe die Planung der Saison 2022 und die Suche nach weiteren Sponsoren in Angriff genommen wird.“, beendet Landa seine dritte Saison im Motorsport.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC Monte-Carlo: Tag 2 (SP9)

Ogier verkürzt Rückstand

Im Duell um P2 hinter Spitzenreiter Oliver Solberg macht "Monte"-Rekordsieger Sebastien Ogier weiter Boden gut - Thierry Neuville hängt kurzzeitig fest. Keferböck/Minor führen weiterhin bei den Masters.

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen

Am 27. und 28. Februar kehrt der Rallyesport nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Mit der ARC Rallye Triestingtal feiert die Austrian Rallye Challenge einen fulminanten Saisonauftakt....

„Rappolz-Arena“ startet durch

Thomas Leichtfried: Der „Retter“ von Rappolz

Nach dem Ende von Dynamite Tours drohte das Schotter-Areal in Rappolz brach zu liegen - doch mit Thomas Leichtfried übernimmt nun ein erfahrener Racer das Gelände…

Regel-Revolution wirkt

WRC meldet Ansturm neuer Tuner

Die WRC steht 2027 vor einer Revolution - Die FIA bestätigt massives Interesse von Tunern am neuen Reglement und nennt eine überraschende Zahl

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor